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ArticleId: 3031magazineVegetarisch, vegan oder Fleischliebhaber: Kolleginnen und Kollegen aus der gesamten REWE Group erzählen, welche Ernährungstrends und -gewohnheiten sie für sich entdeckt haben, wie sie ihre Ernährungsweise im Alltag umsetzen – oder worauf sie nicht verzichten wollen.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/8/9/csm_02-stimmen-ernaehrungstrends_standard_teaser_ff63e26d20.jpgWas bei Ihren Kolleginnen & Kollegen (nicht) auf den Tisch kommtErnährungstrends
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Was bei Ihren Kolleginnen & Kollegen (nicht) auf den Tisch kommt

26.01.2021

Vegetarisch, vegan oder Fleischliebhaber: Kolleginnen und Kollegen aus der gesamten REWE Group erzählen, welche Ernährungstrends und -gewohnheiten sie für sich entdeckt haben, wie sie ihre Ernährungsweise im Alltag umsetzen – oder worauf sie nicht verzichten wollen.

„Es gibt keinen dauerhaften Verzicht“

Melanie Kaspers, Produktmanagement DER Touristik

„Seit zwei Jahren ernähre ich mich nach ayurvedischen Prinzipien, weil ich immer wieder mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu kämpfen hatte und auch manchmal mit meinem Gewicht nicht ganz zufrieden war. Ich suchte eine Ernährungsumstellung, die ich verstand, ohne dass ich ständig Listen von bösen Lebensmitteln studieren sollte, und die sich leicht in meinen Alltag integrieren lässt. Es ist nicht so, dass ich nur noch indisch esse – da kommt Ayurveda her. Ich esse fast alles, koche zum Beispiel auch italienisch oder deutsch. Selbst Essen gehen ist – außerhalb von Corona – kein Problem. Es gibt keinen dauerhaften Verzicht – nur eben gewisse Prinzipien, die man beachten sollte. Und wenn man das mal nicht macht, ist das auch kein Problem. Im schlimmsten Fall muss man eben mal mit einem Völlegefühl leben.

Im Ayurveda heißt es ‚Du bist, was Du verdaust‘. Das „Agni“ – das Verdauungsfeuer – muss stark genug sein. Wie bei einem Lagerfeuer: Am Morgen wird das Feuer behutsam angefacht, die Nahrung sollte leicht und am besten warm sein. Mittags ist das Feuer dann stark genug, so dass hier die Hauptmahlzeit eingenommen werden sollte. Am Abend – und hier gilt: je eher desto besser – sollte dann nochmal ein leichtes Essen zu sich genommen werden. Ganz wichtig: Nur Essen, wenn man wirklich Hunger hat. Und möglichst immer zur gleichen Zeit. Kalte und rohe Nahrungsmittel sind schwerer zu verdauen und daher nur in kleinen Mengen empfehlenswert. Und: Auf eine stressfreie Umgebung achten und dem Essen die volle Aufmerksamkeit schenken!“

„Ein Leben ohne Fleisch macht keinen Spaß“

Susanne Moser-Guntschnig, Pressesprecherin & Leitung Interne Kommunkation REWE International AG

„Seit ich denken kann gab es für mich kulinarisch Nichts Besseres als viel Rindfleisch: am liebsten fast roh mit viel Salz, Pommes und Mayo. Die Liebe zum Fleisch dürfte ich von meinem Vater geerbt haben, für den ein Essen kein Essen war, solang es kein Fleisch enthielt. Dass das weder für ihn, noch mich, noch die Umwelt gesund ist, wurde mir dann im Teenager-Alter klar. Da hat mich eine Doku über Tiertransporte und Ernährung dazu bewogen, mich vegetarisch zu ernähren und kritisch mit dem Thema Fleisch auseinander zu setzen. Ich gestehe: das war echt hart für mich. Zwar haben mir die vegetarischen Gerichte auch geschmeckt, aber so richtig begeistert war ich nie. Ich habe es dann ein Jahr lang ausgehalten, dann wurde ich schwach und habe erkannt, dass ein Leben ganz ohne Fleisch für mich auch keinen Spaß macht. Was geblieben ist: der Umgang mit dem Tier und die Herkunft des Fleisches sind mir extrem wichtig. Daher kommt für mich ausschließlich Bio-Fleisch aus der Region in Frage. Und dafür gebe ich auch gerne Geld aus. Den MERKUR am Hohen Markt in Wien mit seinem tollen Fleischsortiment und meine Lieblings-Restaurants (die, die die Herkunft des Bio-Fleisches detailliert angeben – was eine Seltenheit ist) freut das.  

Heute muss es nicht unbedingt immer nur rohes Steak sein. Wer mir eine Freude machen will, brät für mich sonntags mein aktuelles Lieblingsgericht: Kalbsbraten à la Sarah Wiener – aber nur vom Bio-Kalb und auch nur vom Merkur am Hohen Markt.  

Mein Tipp daher: Verzicht alleine macht auch nicht glücklich. Und beim Griff zur Kühltruhe wo immer möglich auf Bio achten.“ 

„Gewohnheiten sukzessive durchbrochen“

Jutta Pfalzgraf, Referentin Geschäftsleitung Kaufleute Region Mitte

„Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, und insbesondere in Bezug auf unsere Ernährung waren wir in unserer vierköpfigen Familie bis vor drei Jahren ziemlich eingefahren. Durch unsere Tochter, die sich mit vielen Themen der Nachhaltigkeit sowie mit dem Raubbau an unseren Ressourcen beschäftigt hat, haben wir unsere Gewohnheiten in vielen Punkten sukzessive durchbrochen. Am Anfang wusste ich gar nicht, was ich ohne tierische Produkte an Gerichten kochen kann. Mittlerweile hat sich unser Speiseplan weitestgehend verändert, und ich koche viele leckere vegetarische oder vegane Gerichte. Viele unserer Freunde haben wir mit unseren neuen Kochkünsten dazu animiert, auch mal etwas Neues auszuprobieren. Sei es eine vegetarische Lasagne mit Sojahackfleisch oder Hamburger mit veganen Kidneybohnen-Patties. Die Gerichte kommen megagut an, und erst nachdem alle aufgegessen haben, wird das Geheimnis der pflanzlichen Küche verraten.“

„Vegan zu essen, ist gar nicht so kompliziert“

Elisabeth Schatz, UX-Designerin bei der REWE Systems

„Ich bin seit etwa acht Jahren Veganerin und habe davor viele Jahre vegetarisch gelebt. Im Alltag kann es schon zeitaufwendiger sein, sich vegan zu ernähren, zumal wenn man viel außer Haus, beispielsweise in Kantinen, isst. Denn dort fehlt meist ein veganes Gericht, abgesehen von Salat. Anders sieht es übrigens in der Kölner Gastronomie aus. Viele Restaurants haben inzwischen vegane Gerichte im Angebot, so dass jeder etwas auf der Speisekarte findet. 

Wenn es mal keine vegane Alternative gibt, habe ich mir angewöhnt, selbst Mahlzeiten mitzubringen. Das ist gar nicht so kompliziert, wie Viele denken. Ich koche gerne eine einfache bunte Pfanne mit vielen verschiedenen Gemüsesorten. Für Einsteiger würde ich 50 Prozent gemischtes Gemüse, 25 Prozent Kohlenhydrate - zum Beispiel Kartoffeln - und 25 Prozent Proteine aus Tofu oder Tempeh empfehlen. Wichtig ist natürlich eine gute Würzung und eine passende Soße. Hier gibt es sehr viele gute Alternativen zu tierischen Produkten. Egal ob Milch, Sahne oder Joghurt– alles kann inzwischen ersetzt werden. Und was den Geschmack betrifft, so glaube ich, ist es eine Sache der Gewöhnung. Die Meisten sind von Kindesbeinen an daran gewöhnt, Fleisch zu verzehren. Wer auf den Geschmack nicht verzichten möchte, findet auch hierfür inzwischen gute pflanzliche Alternativen.“

„Mit der flexitarischen Ernährung fühle ich mich wohl“

Tim Peters, HR – Experte Ausbildung Recruiting PENNY-Region Nord

„Vor rund sechs Jahren habe ich damit begonnen, mich mit dem Thema Ernährung intensiv zu beschäftigen. Damit ging auch eine Auseinandersetzung mit den Themen Nachhaltigkeit und Tierwohl einher. Da ich die Massentierhaltung für nicht mehr zeitgemäß halte, habe ich nach und nach immer häufiger auf Fleisch verzichtet. Es gab keinen bestimmten Auslöser für die Umstellung meiner Ernährungsgewohnheiten, sondern vielmehr war es ein langfristigerer Prozess. Ich habe viel ausprobiert und dabei für mich festgestellt, dass eine flexitarische Ernährungsform am besten für mich ist. Der Grundgedanke dahinter ist, dass ich auf der einen Seite vornehmlich aus ethischen Gründen auf weitestgehend Fleischprodukte verzichte, mir aber gleichzeitig bewusst ist, dass Fleisch bestimmte Nährstoffe enthält, die der Körper benötigt. In den Phasen, in denen ich kein Fleisch esse, sorge ich deshalb dafür, bestimmte Nährstoffe wie z.B. Vitamin B12, das hauptsächlich im Fleisch enthalten ist, anderweitig zu ersetzen. Zuhause esse ich so gut wie gar kein Fleisch, sondern greife auf vegetarische Produkte zurück – auch mit Ersatzprodukten habe ich gute Erfahrungen gesammelt. Nicht nur Nachhaltigkeit und Tierwohl spielen eine große Rolle für mich, auch der Genuss ist mir sehr wichtig. Wenn man unterwegs ist, ist es häufig schwierig, sich vegetarisch zu ernähren, da die Auswahl in der Gastronomie teilweise dürftig ist. Deshalb esse ich dann ab und zu auch mal Fleisch, zum Beispiel in der Kantine, wenn mir das vegetarisch Angebot nicht zusagt. Das genieße ich dann um so mehr, da ich den Geschmack von Fleisch durchaus mag. Wenn ich Zuhause bin, esse ich dann meist wieder vegetarisch. Es können dann mehrere Woche oder Monate vergehen, in denen ich keine Fleischprodukte verzehre. Ich fühle mich sehr gut mit dieser Ernährungsweise und habe nicht das Gefühl, das mir etwas fehlt. Ich kann allen, die sich dafür interessieren empfehlen, es einfach mal auszuprobieren.“  

„Kurkuma-Tee statt Kaffee ist mein Jungbrunnen“

Judith Drakopoulos Pécsi, Communications Manager PENNY Ungarn

„Ich habe mich schon immer mit der Frage beschäftigt, was einen gesunden Lebensstil eigentlich ausmacht. Tiefer bin ich in das Thema eingestiegen, als ich neben meinem Job als Marketing- und Kommunikationsexpertin angefangen habe, als Business Coach zu arbeiten. Zu dieser Zeit habe ich angefangen, meine Ernährungsweise umzustellen. Mir ist klar geworden, dass wir so viele Dinge zu uns nehmen, die unser Körper gar nicht braucht. Im Gegenteil, schwer Verdauliches oder vermeintlich anregende Inhaltsstoffe setzen unseren Körper regelrecht unter Stress ohne dass wir das bemerken. Dabei kann eine gesündere Ernährung so viel Energie freisetzen.

Als ich das verstanden hatte, beschloss ich, meinem Kaffeekonsum anzugehen. Das schien zunächst fast unmöglich, schließlich habe ich jahrelang jeden Tag täglich fünf Tassen getrunken. Doch Stimulanzien wie Koffein machen uns im Grunde nur etwas vor: Wir denken zwar, dass uns Kaffee wach macht und Energie gibt, aber tatsächlich geht dieser Effekt schnell vorbei und wir werden nur abhängig von den Inhaltsstoffen. Wenn wir uns aber davon lossagen, kann unser Körper wieder auf ganz natürliche Weise optimal funktionieren. Vor zwei Jahren habe ich begonnen, den Tag statt mit Kaffee mit zwei Tassen Wasser zu beginnen.

Den Tag über trinke ich anstelle von Kaffee einen Tee, für den ich Kurkuma mit heißem Wasser aufgieße und frisch gepresste Zitrone und etwas Honig hinzugebe. Etwas Pfeffer unterstützt den Körper bei der Aufnahme des Kurkuma. Das schmeckt großartig und bewirkt wahre Wunder. Man sagt Kurkuma eine antioxidative und entzündungshemmende Wirkung nach. Ich habe tatsächlich gemerkt, dass mein Verstand klarer wurde, ich konnte mich besser konzentrieren, mein Erinnerungsvermögen war wieder so gut wie in meinen jungen Jahren. Ich fühle mich tatsächlich wie nach einer Verjüngungskur!

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