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ArticleId: 1799magazineEin Jahr ist es her, da startete Women’s Drive. Das Mentoring-Programm soll gezielt Frauen mit erster Führungserfahrung fördern. one sprach mit Dr. Petra Meyer-Ochel, Bereichsleiterin Personalentwicklung Konzern, über die Vorteile von gemischten Teams und unterschiedlichen Perspektiven.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/5/9/csm_TT_02_06_Frauenquote_WomensDrive_mgt_st_98fa0c9ed6.jpg„Gemischte Teams sind erfolgreicher“Mentoring mit „Women’s Drive“
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Dr. Petra Meyer-Ochel, Bereichsleiterin CoE Personalentwicklung Konzern im Interview

„Gemischte Teams sind erfolgreicher“

28.02.2018

Ein Jahr ist es her, da startete Women’s Drive. Das Mentoring-Programm soll gezielt Frauen mit erster Führungserfahrung fördern. one sprach mit Dr. Petra Meyer-Ochel, Bereichsleiterin Personalentwicklung Konzern, über die Vorteile von gemischten Teams und unterschiedlichen Perspektiven.

one: Women’s Drive ist vor einem Jahr gestartet. Wie sieht Ihr erstes Fazit aus?
Petra Meyer-Ochel: Wir sind sehr zufrieden mit dem Pilot-Programm. Die Teilnehmer haben uns bestätigt: Women’s Drive ist eine gelungene Maßnahme, um Frauen mit erster Führungserfahrung zu fördern und zu entwickeln. Enthalten ist gezieltes Training für weibliche Führungskräfte und ein begleitendes Mentoring. Genau dieser Bedarf ist in den Workshops, die wir mit weiblichen Führungskräften aus allen Geschäftseinheiten in 2015 durchgeführt haben, erarbeitet worden. Women’s Drive ist sozusagen auf dieser Basis entwickelt worden. 

Aber natürlich gibt es auch immer Verbesserungspotenzial. Was die Organisation anbetrifft, so werden wir den Kick-off mit dem ersten Trainingsmodul zusammenlegen.  Eine Anreise weniger, insbesondere für die Teilnehmer aus Österreich oder den anderen Bundesländern. Was den Inhalt anbetrifft, so arbeiten wir noch am Matching von Mentee und Mentor.  Ende Februar, zum Abschluss des 2017er Programms erhalten wir nochmal Feedback von Teilnehmerinnen und Mentoren, das wir in das neue Programm einfließen lassen werden. 

„Die Mentees schätzen die Möglichkeit, ihre berufliche Entwicklung mit einem REWE-internen Mentor zu reflektieren.“

Dr. Petra Meyer-Ochel, Bereichsleiterin Personalentwicklung Konzern

one: Welches Feedback haben Sie von den Mentees und Mentoren bekommen?
Petra Meyer-Ochel: Sehr Gutes! Von den Mentees wissen wir, dass sie die Möglichkeit sehr schätzen, ihre berufliche Entwicklung mit einem REWE-internen Mentor zu reflektieren. Die Mentees profitieren von diesem Austausch, den sie im Mentoring-Tandem unterschiedlich gestalten können. Die Mentoren wiederum freuen sich sehr, eine Führungs- oder Nachwuchsführungskraft zu begleiten. Der Perspektivwechsel und der Austausch sind auch für sie bereichernd. 

Dr. Petra Meyer-Ochel, Bereichsleiterin Personalentwicklung Konzern

one: Im März startet die zweite Runde. Wieviele Frauen sind dabei?
Petra Meyer-Ochel: Wir freuen uns, dass das Programm aus dem Piloten in den Regelbetrieb übergeht. 16 Teilnehmerinnen aus verschiedenen SGEn sind dabei. Uns haben deutlich mehr Anmeldungen als freie Plätze erreicht. Dies macht nochmal deutlich, wie groß das Interesse ist. In 2018 werden Teilnehmerinnen aus Folgenden SGEn dabei sein: Vollsortiment, Discount, RIAG, Zentrale Handel D, toom Baumarkt, Touristik und REWE Digital. Das Programm lebt auch von der Vielfalt der Teilnehmerinnen – insofern ein echter Gewinn, dass wir eine so bunte Mischung haben. 

one: Warum brauchen Unternehmen Programme wie Women’s Drive? 
Petra Meyer-Ochel: Aus Studien ist längst bekannt, dass gemischte Teams erfolgreicher sind. Untersuchungen belegen, dass Unternehmen produktiver sind, wenn sie einen ähnlich hohen Anteil von Männern und Frauen im Management haben. Es lohnt sich also, sich um Frauen als wichtige Ressource zu bemühen. Mit Blick auf den demografischen Wandel wird die Notwendigkeit, Frauen noch stärker in den Blick zu nehmen und für Positionen zu qualifizieren, in denen sie bisher noch zu wenig vertreten waren, weiter verstärkt: Die Bevölkerung wird immer älter und es stehen weniger hoch qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung. Programme wie Women’s Drive qualifizieren Frauen weiter und leisten einen Beitrag, dass sie ihre Karriereambitionen noch besser kennen, bejahen und die PS auf die Straße bringen. 

„Es war uns wichtig, dass die Teilnehmerinnen sich nicht verbiegen.“

Dr. Petra Meyer-Ochel, Bereichsleiterin Personalentwicklung Konzer

one: Wie verhindern Unternehmen, dass Frauen durch Fördermaßnahmen an ein auf Männer zugeschnittenes Systems angepasst werden?
Petra Meyer-Ochel: Bei dem Programm war uns ganz wichtig, dass sich die Teilnehmerinnen nicht verbiegen. Es kommt uns auf Authentizität an. Frauen sollen ihre persönlichen Ressourcen weiter ausbauen und fit werden für die Herausforderungen der Zukunft. Um zu verhindern, dass Frauen hier und Männer dort stehen und eine Kluft entsteht, gibt es bei jedem Seminarmodul eine Diskussionsrunde mit einer männlichen Führungskraft. Ziel ist es, weibliche und männliche Perspektiven zusammenzubringen. Dies muss unser Ziel sein, insbesondere im Hinblick auf eine gute Zusammenarbeit und Performance. 

one: Wie können Unternehmen ein zukunftsfähiges Arbeitsumfeld für Männer und Frauen gestalten?
Petra Meyer-Ochel:
Wir müssen an verschiedenen Stellen ansetzen. Zum einen geht es um Maßnahmen zu Beruf & Familie wie flexible Arbeitszeitmodelle und mobiles Arbeiten. Zum anderen müssen wir mehr Führung in Teilzeit und Job Sharing in der Führung ermöglichen.  Auch am Mindset sollte sich etwas ändern: weg von der Präsenzkultur und mehr Offenheit für Arbeitsformen in der virtuellen Arbeitswelt der Zukunft. 

Women’s Drive – Zweite Runde geht an den Start

Das Netzwerk weiterentwickeln

Der Pilot war erfolgreich – nun soll Women’s Drive in den Regelbetrieb gehen. Bevor im März die nächsten zukünftigen Führungsfrauen an den Start gehen, trafen sich Ende Februar Mentoren und Mentees der erstes Women’s-Drive-Runde, um zurückzublicken und ein Fazit zu ziehen.

Beides war ausgesprochen positiv. Alle Module – da waren sich die Teilnehmerinnen einig – hatten einen großen Mehrwert und Nutzen. Insbesondere die Persönlichkeitsentwicklung empfanden die Mentees als ausgesprochen hilfreich. Was sind meine Antreiber? Wo liegen meine Potenziale? Sich gezielt und fachkundig mit diesen Fragen auseinanderzusetzen hat die Teilnehmerinnen in der eigenen Wahrnehmung einen großen Schritt weitergebracht.

Auch setzten Sie sich abschließend noch einmal mit der Unternehmenskultur auseinander: Wie weit ist die REWE Group in Sachen Frauenförderung? Wie kann oder muss diese weiterentwickelt werden? Vor allem wünschten sich alle Teilnehmerinnen eine weiterführende Vernetzung. Unter anderem vereinbarten sie, sich gegenseitig für einen Tag im Job zu besuchen und zu begleiten. So soll Women’s Drive zu einem Netzwerk heranwachsen.

Bereits im März geht nun die nächste Gruppe an den Start. Diesmal wurde der Kreis um Kolleginnen aus dem Vollsortiment, der REWE Digital, von toom Baumarkt und DER Touristik erweitert.

„Das Feld von hinten aufrollen“

Ilse Holzer, Direktorin Konzern-Controlling Handel International

one: Warum sind aus Ihrer Sicht immer noch verhältnismäßig wenige Frauen in Führungspositionen? Welche Hürde ist aus Ihrer Sicht die Größte?
Ilse Holzer:
Ist das so? Ich kann diese These für Handel International nicht bestätigen. Es hat sich doch längst herausgestellt, dass gemischte Teams aus Männern und Frauen eine deutlich bessere Leistung erbringen und setzen dies so um. Aus meiner Sicht gilt: Vorstände müssen in den Spiegel schauen und hinterfragen, ob die Zusammensetzung Sinn macht.

one: Was glauben Sie, hat Ihrem Mentee am meisten geholfen?
Ilse Holzer:
Aufmerksamkeit und Achtsamkeit. Es ist ein Luxus, sich regelmäßig gezielt Zeit für eine Person zu nehmen und sich ganz auf deren Themen zu fokussieren - völlig unabhängig vom Geschlecht. Das haben wir getan und ich glaube diese regelmäßigen Gespräche, über mögliche hierarchische Schwellen hinweg, haben meinem Mentee sehr geholfen.Dabei haben wir viel Zeit damit verbracht, Seminarinhalte zu reflektieren: Was hat mir das Seminar gebracht? Wie kann ich Nutzen daraus ziehen? Welche Alltagssituation gab es in den vergangenen Wochen, in der ich mir eine andere Reaktion wünsche, aber immer wieder in alten Mustern stecken bleibe? Welche Veränderung möchte ich ausprobieren? So haben wir immer wieder nach Möglichkeiten gesucht, das Erlernte schnell anzuwenden. Im nächsten Termin haben wir dann über das Ergebnis gesprochen.

one: Welchen Tipp haben Sie Ihrem Mentee als erstes gegeben?
Ilse Holzer:
Es ist wichtig Neues auszuprobieren, Grenzen auszuloten und zu verschieben. Zwischendurch sollte man aber auch immer wieder innehalten und die Resultate analysieren und überlegen, wie es nun weitergehen kann. Das Feld von hinten aufrollen und Überraschungsmomente suchen und nutzen - das ist mein wichtigster Tipp!

„Ein offenes Ohr haben“

Michael Britz, Bereichsleiter Ware Non Food Discount

one: Warum sind aus Ihrer Sicht immer noch verhältnismäßig wenige Frauen in Führungspositionen? Welche Hürde ist aus Ihrer Sicht die Größte?

Michael Britz: Wenn man die Gesamtheit aller Führungspositionen betrachtet, so ist es richtig, dass Frauen immer noch unterrepräsentiert sind. In einzelnen Fachbereichen hat sich dies aus meiner Sicht jedoch bereits verändert. In meinem Team beispielsweise ist die Mehrzahl der Senior Category Buyer weiblich. Unter den Bereichsleitern Ware PENNY Deutschland sind ebenso viele Frauen wie Männer. Ähnliche Entwicklung kann man innerhalb der REWE Group auch in den Bereich Human Resources, Marketing und auch in einzelnen administrativen Bereichen feststellen.Eine Hürde ist zweifelsohne die Vereinbarkeit von Familie und Führungsposition. Hier sind Unternehmen und Gesellschaft zunehmend gefordert.

one: Was glauben Sie, hat Ihrem Mentee am meisten geholfen?
Michael Britz:
Ganz klar: Zuhören! Führungskräfte, die neu in einer Funktion sind, brauchen keine guten Ratschläge. Sie brauchen ein offenes Ohr. So können sie ihr Handeln überdenken und reflektieren. Dabei finden sie fast immer selbst eine Lösung oder einen neuen Weg.

one: Welchen Tipp haben Sie Ihrem Mentee als erstes gegeben?
Michael Britz:
Viele Menschen grübeln viel zu sehr darüber, wie sie wirken oder was andere von ihnen denken könnten. Deshalb war mein erster Tipp: Sachorientierung. Wer mit Fachkompetenz überzeugt, muss sich über seine Wahrnehmung als Person weniger Gedanken machen.

„Mein Tipp: Mut und Offenheit“

Dr. Ulrike Biedendieck, Bereichsleiterin Discount IT/Organisation


one: Warum, glauben Sie, sind immer noch verhältnismäßig wenige Frauen in Führungspositionen? Welche Hürde ist aus Ihrer Sicht die Größte? 

Ulrike Biedendieck: Frauen tun sich schwer, offen anzusprechen, was ihre beruflichen Ziele sind und welche Karriereschritte sie als nächstes anvisieren. Da braucht es aus meiner Sicht mehr Mut und auch mehr Anspruch. Zudem – und hier ist „Women’s Drive“ eine großartige Hilfe – fällt es Frauen schwerer, Förderer zu finden. Das liegt vielleicht auch daran, dass die Führungsriegen in vielen Unternehmern noch sehr männerdominiert sind. Und für Frauen ist es schwer, sich in solche Männerdomänen einzuklinken.

Hinzu kommt, dass Frauen ihre Ellenbogen nicht in dem Maße einsetzen wie Männer. In diesem Punkt wäre ein kultureller Wandel wünschenswert. Aber nicht in dem Sinne, dass Frauen auch Ellbogen gebrauchen, sondern dass der Einsatz von Ellbogen auf dem Karriereweg überflüssig wird.

Nicht zuletzt haben viele Frauen tief im Inneren die Einstellung, dass Karriere nicht alles im Leben ist. Da in unserem derzeitigen Arbeitsleben aber leider die Ansicht verbreitet ist, man müsse einer Karriere „sein Leben opfern“, passen die beiden Vorstellungen nicht zusammen. Ich hoffe sehr, solche Einstellungen werden sich schon in naher Zukunft ändern.

one: Was glauben Sie, hat Ihrem Mentee am meisten geholfen?
Ulrike Biedendieck: Wir haben sehr offen über bisherige Erfolge, über Hürden und über persönliche Empfindungen und Wahrnehmungen gesprochen. Im Mittelpunkt unseres Austausches stand stets die Reflektion und der Wille zur Klarheit. So hat meine Mentee immer wieder durch meine Fragen ihre aktuelle berufliche Situation reflektiert und versucht,  einen klareren Blick auf das eigene Verhalten und Handeln zu entwickeln.  Auch die Chancen, die sich aus bestimmten Situationen – seien sie noch so schwierig – ergeben, hat sie dadurch genauer gesehen und wahrgenommen.

one: Was war der erste Tipp für Ihren Mentee?
Ulrike Biedendieck: Da fallen mir drei Dinge ein, die ich meinem Mentee angeraten habe.

Erstens: Aus der Erfahrung, dass Frauen dazu tendieren, schnell „ja“ zu sagen, wenn es darum geht, neue Aufgaben anzunehmen, war einer meiner frühen Tipps: Haben Sie den Mut, auch mal „nein“ zu sagen, vor allem dann,  wenn Sie zu erkennen glauben, dass gestellte Aufgaben die eigenen Kräfte übersteigen werden.

Zweitens: Ein weiterer Ratschlag betraf die Tatsache, dass gut Kommunikation gegenseitiges Verständnis auf der Beziehungsebene benötigt. Erst dann kann man Empfindungen und Einschätzungen offen ansprechen. Mein diesbezüglicher Tipp: Denken sie erst einmal nach und wägen Sie ab, bevor Sie agieren. Schaffen Sie durch den Umgang mit ihren Vorgesetzten und Kollegen zunächst einmal den Nährboden für gute Kommunikation.

Drittens: Wichtig war mir auch ein Hinweis auf eine ausgewogene „Work-Life-Balance“. Mein Rat: Bei allem Engagement in der und für die Arbeit, sollte jeder auch noch einen zweiten Eckpfeiler in seinem Leben haben. Sei es in seiner Familie, in einem Hobby oder in einem sozialen Projekt. Dadurch relativiert sich die berufliche Tätigkeit und die Totalprojektion des eigenen Lebens einzig auf beruflichen Erfolg oder Misserfolg wird abgemildert.

Meine Meinung! Frauen aus der REWE Group zur Frauenquote.

„Frauen und Männer ergänzen sich gut –
auch im Job“

Bianca Wegener, Funktionsbereichsleiterin Strategie & Projekte PENNY

one: Wie hat Women’s Drive Ihnen geholfen, sich als Führungskraft besser zu etablieren?

Bianca Wegener: Das begleitete Reflektieren konkreter Situationen und meiner Persönlichkeit mit den tollen Trainerinnen und der intensive und offene Austausch mit den Kolleginnen hierzu hat mich souveräner werden lassen und meine Resilienz gestärkt. Zudem ist der sehr persönliche und vertrauensvolle, regelmäßige Austausch mit meiner Mentorin von enormem Wert, um mich nachhaltig in meiner Führungsrolle zu entwickeln. Insgesamt bin ich gelassener geworden.

one: Was hat sich für Sie geändert, seitdem sie Teil von Women’s Drive sind?
Bianca Wegener: Ich nehme mir mehr Zeit, um meine eigene Entwicklung reifen zu lassen und verzeihe mir selbst mehr als vorher. Dadurch bin ich auch in meiner Führungsrolle gewachsen. Zudem habe ich einen wichtigen Schritt meiner Weiterentwicklung getrieben und entschieden.

one: Welchen Tipp würden Sie einem Mentee geben, wenn Sie einen hätten?
Bianca Wegener: Frauen und Männer ergänzen sich gut – auch im Job! Nutze jedes Netzwerk, das dir ermöglicht wird! Sei stolz auf das, was Du bisher schon erreicht hast. Fördere deine Mitarbeiter individuell und nimm dir ausreichend Zeit für sie. Erkenne Deine eigenen Grenzen und gehe verantwortungsbewusst mit ihnen um! 

„Raus aus der Komfortzone!“

Cinzia Baron, Bezirksleiterin Köln Discount

one: Wie hat Women’s Drive Ihnen geholfen, sich als Führungskraft besser zu etablieren?

Cinzia Baron: Women´s Drive hat mir geholfen meine eigenen Unsicherheiten für mich erkennbar zu machen. Nun kann ich gezielt daran arbeiten und in für mich schwierigen Situationen mit Mitarbeitern, Kollegen oder Vorgesetzten sicherer und resoluter auftreten. Sehr hilfreich war für mich auch eine Rückschau: Habe ich Fehler gemacht oder Chancen nicht genutzt? Die bessere Selbstreflexion hilft mir nicht nur Unsicherheiten abzustellen, sondern auch meinen Mitarbeitern anders zu begegnen. So komme ich schneller und sicherer zum Ziel. Nicht zuletzt bin ich dank Women´s Drive besser in der Lage meine Ziele zu fokussieren.

one: Was hat sich für Sie geändert, seitdem sie Teil von Women’s Drive sind?
Cinzia Baron: Das Programm hat mir geholfen meine Stärken zu identifizieren und auszubauen. Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Entwicklungsfelder. Diese zu erkennen und zu optimieren war ein wichtiger Aspekt bei Women’s Drive. Als besonders positiv habe ich die Möglichkeit empfunden, ein Netzwerk innerhalb der REWE Group zu entwickeln, das über die Grenzen der Abteilungen, Regionen und Länder hinausgeht. Davon werden wir sicher alle noch lange profitieren. Insgesamt war Women´s Drive eine große Unterstützung für meinen beruflichen Weg. Ich habe meinen Karriereweg neu definieren können und erkannt, was mir wirklich wichtig ist, sowohl beruflich, als auch privat.

one: Welchen Tipp würden Sie einem Mentee geben, wenn Sie einen hätten?
Cinzia Baron: Raus aus der Komfortzone! Wer weiterkommen will, muss auch bereit sein, den bisher eingeschlagenen Weg zu überdenken und gegebenenfalls zu verlassen. Dazu bedarf es Mut und Offenheit - auch für Kritik und Selbstreflexion.

„Vertrauen in das eigene Handeln haben“

Nyelete S. Gonçalves Chilenge, Fachbereichsleiterin Testmanagement REWE Systems

one: Wie hat Women’s Drive Ihnen geholfen, sich als Führungskraft besser zu etablieren? 

Nyelete S. Gonçalves Chilenge: Es hat mir geholfen, meine Stärken und Konterstärken gezielt zum Einsatz zubringen und alles in einer gesunden Balance zu halten. Einige Schwächen, sind gleichzeitig Stärken, je nachdem unter welchen Umständen sie zum Vorschein kommen. Dies wurde mir im Rahmen von Women’s Drive gespiegelt. Dadurch, dass wir in dem Programm so unterschiedliche Menschen waren, war es spannend zu sehen, wie unterschiedlich die anderen Dich wahrnehmen. Dieser Perspektivwechsel war für mich eine wichtige Erfahrung. 

one: Was hat sich für Sie geändert, seitdem sie Teil von Women’s Drive sind?
Nyelete S. Gonçalves Chilenge: Ich habe noch mehr Vertrauen in mich und meinem Handeln bekommen und bin souveräner geworden. Konstruktiver Kritik - egal ob positiv oder negativ – bin ich schon immer offen begegnet. Seit Women’s Drive versuche ich, noch mehr gespiegelt zu bekommen, wie ich auf andere wirke und achte auch mehr darauf. Es ist mir auch wichtiger geworden, Betroffene zu Beteiligten zu machen. Das bedeutet, dass ich meinem Gegenüber neutral begegne und Dinge noch pragmatischer angehe. Am Ende geht es darum zusammen ein Ziel zu erreichen. Wichtig hierfür ist es, eine gemeinsame Basis zu finden. Und die gibt es immer - auch wenn es manchmal nicht danach aussieht.

one: Welchen Tipp würden Sie einem Mentee geben, wenn Sie einen hätten?
Nyelete S. Gonçalves Chilenge: Mein Tipp wäre: Hab Vertrauen in dich und dein Handeln. Jeder macht Fehler. Davon sollte man sich nicht abschrecken lassen, sondern die Erfahrung nutzen, um gestärkt aus der Situation heraus zu gehen. Jeder hat die Möglichkeit, es beim nächsten Mal anders und wahrscheinlich auch besser machen. Weiterhin wäre mein Tipp, den Austausch mit dem Mentor wahrzunehmen. In meinem Fall war das sehr wertvoll und hat mir geholfen. Es ist wichtig, das Vertrauen zum Mentor zu haben, um auch über kritische Dinge und mögliche Alternativen zu sprechen. Ein Mentor hat viel Erfahrung, von der können Mentees nur profitieren."

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