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ArticleId: 2877magazineREWE macht sich dafür stark, dass gleich viele Frauen wie Männer in den Führungspositionen vertreten sind. Starke Frauen dafür gibt es genug im Unternehmen: vier Beispiele von vielen.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/d/3/csm_Serie_Diversity_Vielfalt_in_Fuehrung_standard_teaser_4f0f36ffe3.jpg„Ich bin hier. Es gibt mich“Diversity: Vielfalt bei REWE
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Diversityserie: Vielfalt in der Führung bei REWE

„Ich bin hier. Es gibt mich“

15.09.2020
von Bettina Rees und Stephanie Behrens

REWE macht sich dafür stark, dass gleich viel Frauen wie Männer in den Führungspositionen vertreten sind. Starke Frauen dafür gibt es genug im Unternehmen: vier Beispiele von vielen. 

Sie können führen, sie können kommunizieren, sie wollen Erfolg: Das sind die Stärken von Menschen, die beruflich weitergekommen sind. Und zwar von Männern und Frauen gleichermaßen. Ohne Unterschied. Der zeigt sich weniger in den Führungsetagen als auf dem Weg dorthin. Den betreten junge Frauen häufig mit mehr Vorsicht und weniger Selbstsicherheit als junge Männer. Studien besagen: Berufsanfängerinnen heben seltener von sich aus die Hand, netzwerken weniger – und setzen oft einfach andere Prioritäten. Das könnte erklären, warum „oben“ weniger Frauen als Männer anzutreffen sind. Aber Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. Gemäß der Regel „Frauen zeigt euch. Es lohnt sich!“ schreiben Frauen bei REWE sowohl auf der Fläche als auch in der Verwaltung Erfolgsgeschichte. One stellt vier von vielen vor, die zeigen: Frauen können Führung. Mit Mut, Förderung von oben und einem stützenden Umfeld. 


Natalie Kol, HR-Leiterin Region Süd
„Viele wollen etwas verändern“

Bei uns in der Region Süd wird in der Verwaltung fast die Hälfte der Abteilungen von Frauen geleitet, in der Logistik sind die männlichen Führungskräfte in der Überzahl, im Vertrieb sind wir im Übergang begriffen: Während unter den Vertriebsleitern noch mehr Männer als Frauen sind, herrscht in den Märkten schon ein bunter Mix aus weiblichen und männlichen Kaufleuten, aus Marktmanagerinnen und Marktmanagern.

Unser Ziel ist, männliche und weibliche Führungskräfte für das Thema Vielfalt in der Führung zu sensibilisieren und weibliches Potenzial gleichsam zu fördern und zu fordern. Das beginnt schon beim Thema Führung: Mitarbeiterinnen können noch so gut sein – wenn die Führungskraft das nicht sieht oder nicht sehen will, kann auch keine Weiterentwicklung stattfinden.

Wir wollen das Brett mit der Aufschrift ‚Das geht nicht‘ oder ‚Das gab’s noch nie‘ wegbekommen. Bei manchen Führungskräften treffen wir auf die hinlänglich bekannten Vorbehalte, dass Frauen um die 30 entweder Kinder wollen oder haben. Aber die meisten Vorgesetzten wollen auf den Vielfaltzug aufspringen und etwas verändern. Und ich denke auch, dass man einfach starten und gute Beispiele von weiblichen Führungskräften aufzeigen muss. Denn wir brauchen in unserem Unternehmen den gesunden Mix aus Männern und Frauen. 


Zozan Direk, REWE-Kauffrau aus Mettlach
Traum vom eigenen Markt

2006 bekam die Marktpraktikantin Zozan Direk eine Ausbildungsstelle angeboten. Das gefiel ihr so gut, dass sie interne Weiterbildungsangebote besuchte, nach und nach Verantwortung übernahm und zwei Wochen nach Beendigung der Ausbildung zur Assistentin der Marktleitung aufstieg. Nur ein Jahr später leitete sie den Markt. „In dieser Rolle bin ich aufgegangen.“ 

Dennoch – oder gerade deswegen – reifte in ihr der Entschluss, sich komplett eigenständig zu machen. Vorgesetzte sahen in ihr das Potenzial für eine Karriere als Bezirksleiterin. Sie selbst strebte zwar auch nach Veränderung – aber sie wollte unbedingt auf der Fläche bleiben. „Es war immer mein Traum, etwas Eigenes zu haben.“ Also bewarb sie sich für die Selbstständigkeit, durchlief Gespräche und bestand das Assessment-Center. Im Juli 2019 übernahm die Saarländerin einen ‚Abriss-Neubau‘ in Mettlach. Eine Woche vor ihrem 29. Geburtstag.

Noch heute, rund ein Jahr nach der Eröffnung, gebe es Tage, so Direk, an denen sie beim 
Aufsperren des Marktes ein stolzes Gefühl überkomme. „Und es gibt Tage, da denke ich ‚au weia‘."

Fertig machen, bitte!

Als Chefin …

„führe ich auf Augenhöhe, das ist mir wichtig. Es ist ein ‚Wie ich dir, so du mir‘.“ Natürlich setze ich als Vorgesetzte die Grenzen, aber ich habe immer das Miteinander im Blick“. Zozan Direk

„führe ich ähnlich wie mein früherer Chef und Vorgänger. Er hat mir ein sehr positives Beispiel von Führungskultur vorgelebt und gezeigt, wie man Mitarbeitende fördert.“ Natalie Kol

Als Frau Karriere machen …

„Ich habe immer viel Unterstützung bekommen, von meinen Verkaufsleitern, innerhalb der Region, auch jetzt im Kaufleutenetzwerk. Das hat aber nichts mit meinem Geschlecht oder mit Vitamin B zu tun. Ich habe meine Arbeit gemacht, immer mehr geleistet, als erwartet wurde, und ich bin freundlich. So bleibt man positiv in Erinnerung. Zozan Direk

„Für eine Frau, die Karriere macht, gilt dasselbe wie für einen Mann: fleißig sein, belastbar sein und authentisch bleiben.“ Natalie Kol

Mein Tipp an andere Frauen…

„Verfolgt eure Ziele. Damit ihr nicht irgendwann sagt: Ach, hätte ich doch nur …“ Zozan Direk

Jaqueline Kreutzenberger, Gebietsmanagerin Obst & Gemüse in der Region Südwest
„Bewusst, was ich weiß und was nicht“

In REWE wurde ich sozusagen hineingeboren, meine Oma hat als Aushilfe „gejobbt“. meine Mutter arbeitet in einem Markt als Abteilungsleiterin. Sie hat mir immer gesagt: Wenn du ein Ziel erreichen willst, musst du mit Ehrgeiz darangehen.“ Als ich nach dem Fachabi als Auszubildende zur Einzelhandelskauffrau ins Unternehmen gekommen bin, war mein erstes Ziel die Ehrung der Besten, die damals noch überregional in Köln sehr festlich und groß ausgerichtet wurde. Eine bessere Motivation gibt es in meinen Augen nicht. 

Im Übernahmegespräch habe ich dann signalisiert, dass mein zweites Ziel die berufsbegleitende Weiterbildung zur Handelsfachwirtin sei. Mein drittes, langfristiges Ziel war der Außendienst. 

Ich bin jetzt 25 Jahre alt und seit rund drei Jahren im Außendienst. Erst als eine der Marktprozesstrainer, die für zwei Jahre die Umsetzung des Konzepts 2020 in den Märkten begleiteten. Mein Bezirksmanager hatte mir das zugetraut und ich sah diese Aufgabe als Chance, mich zu beweisen. Danach hatte ich das Glück, dass im Außendienstteam die Stelle als Gebietsmanagerin Obst & Gemüse frei wurde. Ansonsten wäre ich in einen Markt zurückgegangen. Ich bin Vertrieblerin, ich gehöre auf die Fläche. 
Natürlich bin ich noch jung und habe nicht so viel Erfahrung. Aber ich bin mir bewusst darüber, was ich weiß und was ich kann. Und ich kann zugeben, wenn ich etwas nicht weiß. Ich erkläre den Märkten nicht die Welt, sondern sehe mich vielmehr als Unterstützung auf Augenhöhe: Gemeinsam bekommen wir das gewuppt... Ich orientiere mich am Grundwert 4 im Leitbild der REWE Group: „Wir begegnen einander offen, mit Vertrauen und Respekt. Unser Wort gilt!“ 
Ich glaube nicht, dass Frauen benachteiligt sind. Männer sind vielleicht extrovertierter. Wer etwas will, darf nicht kleinlaut in der Ecke sitzen. Natürlich braucht es auch die Führungskraft, die Potenzial sieht und fördert. Ich wurde zum Beispiel angesprochen, ob ich durchs Programm der Azubi-Auftaktveranstaltung 2017 führen möchte. Diese Gelegenheit habe ich gerne ergriffen und mit Herzklopfen vor rund 1.000 Leuten gestanden und gezeigt: Ich bin hier. Es gibt mich.“ 


Antje Eismann, selbständige REWE-Kauffrau in Jena
Gespür und Zielstrebigkeit

Schülerjobberin, Marktleiterin, Bezirksmanagerin und selbständige Kauffrau: Seit mehr als 25 Jahren treibt die Thüringerin Antje Eismann ihre Karriere bei REWE voran. Für ihr Gespür als Unternehmerin, den Mut zur Selbständigkeit und ihren Fokus auf die Mitarbeiter wurde sie von der Fachzeitschrift „LZ direkt“ als „Jungunternehmerin des Jahres“ ausgezeichnet. 

Als Antje Eismann – coronabedingt per Onlineschalte – den Jungunternehmer-Preis bekommt, sitzen neben ihr in einem Büro ihres Jenaer Marktes einige Weggefährten. Nur ihr einstiger Mentor Christian Jäger fehlt, bedauert Eismann: „Er hat mich von Anfang an gefördert. Dafür bin ich sehr dankbar". Persönlich gratuliert dafür der nationale nahkauf-Chef Florian Sörensen. Der gebürtige Thüringer kennt Eismann schon seit mehr als 15 Jahren: „Schon damals warst du sehr zielstrebig. Sobald du einen Markt übernommen hast, war klar, dass du das wuppen wirst. Wir sind sehr stolz auf dich!“

Eismann wuppt: Seit Mai 2017 führt sie ihren Markt und ein 75-köpfiges Team, schon in den ersten beiden Jahren steigerte sich der Umsatz um 16 Prozent. Rund 25 Jahre zuvor startete sie ihre REWE-Karriere als Schülerjobberin im Markt, den ihre Mutter leitete. Nach einer Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel leitete sie bereits mit 22 Jahren ihre ersten Märkte in Bayern. Zur Jahrtausendwende wechselte sie in den Außendienst und kam bald zurück nach Thüringen. Beflügelt durch den Förderpreis der Stiftung „Goldener Zuckerhut“ begann sie 2004 ihr BWL-Studium an einer Fernhochschule. Die folgenden 14 Jahre unterstützte die Diplomkauffrau dann als Bezirksmanagerin unzählige Märkte, gewann mit Kollegen dreimal die REWE-Auszeichnung „Goldene Sahnehaube“, gründete eine Familie... 

Die Kinder sind heute 8 und 11 Jahre alt. Den Markt übernahm sie vor dreieinhalb Jahren: „Die Zeit dafür war reif für mich.“ 

Vielfalt macht gut

REWE ist weiblich. Auf den „unteren Ebenen“ beträgt der Anteil der Marktmitarbeiterinnen 67,5 Prozent – bei den Führungskräften sind nur rund 34 Prozent weiblich. Internationale Studien aber belegen: Vielfalt in der Führung macht ein Unternehmen erfolgreich. Je ausgeglichener der Anteil von Chefinnen und Chefs, desto besser fährt eine Firma.

Also hat sich REWE eine gute Durchmischung weiblicher und männlicher Führungskräfte zum Ziel gesetzt. Potenzialträgerinnen in Vertrieb, Verwaltung und Logistik sollen mit verschiedenen Maßnahmen und Instrumenten gefördert, Vorgesetzte verstärkt für das Thema sensibilisiert werden.

Mein Kommentar

KOMMENTARE

Rainer Langen
vor 1 Monat und 5 Tagen
Also wirklich Respekt, die Rewe gefällt mir immer besser, grade Grundwert 4 finde ich Weltklasse, auch als Fan des wilden Westen, der wo das Wort eines Mannes (und natürlich auch der Dame) mehr galt, als seitenlange Verträge, die eh niemand richtig liest...
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