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ArticleId: 2792magazineOb Köln, Wiesloch oder Norderstedt: An nahezu allen Zentralstandorten der REWE Group in Deutschland weht seit vergangener Woche die Regenbogenflagge. Und auch viele Märkte setzen dieser Tage ein Zeichen für Toleranz. Wie es um die Teilnahme der REWE Group am CSD steht, erzählt di.to.-Sprecher Frank Bartels im Interview.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/0/e/csm_regenbogenflagge-diversitytag_standard_teaser_e47e89a970.jpgREWE Group zeigt Flagge für VielfaltBundesweite Aktion
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Für Toleranz und Vielfalt: di.to.-Mitglieder hissen die Regenbogen-Flagge an der REWE Group Zentrale in der Stolberger Straße in Köln.
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REWE Group zeigt Flagge für Vielfalt

07.07.2020
von von Julia Klotz

Ob Köln oder Wiesloch, Norderstedt oder Henstedt-Ulzburg: An nahezu allen Zentralstandorten der REWE Group in Deutschland weht seit vergangener Woche die Regenbogenflagge. Und auch viele Märkte setzen dieser Tage ein Zeichen für Toleranz. Wie es um die Teilnahme der REWE Group am CSD steht, erzählt di.to.-Sprecher Frank Bartels im Interview.

Die CSD-Parade ist normalerweise der Höhepunkt des Cologne Pride. Hunderttausende Zuschauerinnen und Zuschauer sind in jedem Jahr dabei, wenn Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender in einem bunten Zug durch die Kölner Innenstadt ziehen und für Akzeptanz und Vielfalt demonstrieren. Seit Jahren mit eigenem Wagen und zahlreichen Kolleginnen und Kollegen am Start: das LGBT-Netzwerk di.to. der REWE Group.

Doch in diesem Jahr ist alles anders. Wie viele andere Großveranstaltungen konnte die CSD-Parade in Köln am vergangenen Sonntag (5.Juli) Corona-bedingt nicht wie geplant stattfinden und wurde vorerst auf Oktober verschoben. Ein Zeichen setzten di.to. und die REWE Group dennoch – und hissten an den Verwaltungsstandorten erstmals deutschlandweit die Regenbogenflagge. Viele REWE-Kaufleute schlossen sich der Aktion an und hissten die Fahne ebenfalls vor ihren Märkten.

Auch die 2.300 PENNY-Märkte zeigten vergangene Woche symbolisch Flagge: Anlässlich des sogenannten Pride Month hingen in den Schaukästen der Märkte vom 1. bis zum 4. Juli Regenbogenplakate und machten deutlich: Hier ist kein Platz für Diskriminierung, PENNY und die gesamte REWE Group stehen für Weltoffenheit und Vielfalt. Eine Botschaft, die Blick auf die jüngsten Entwicklungen in den USA, aber auch Deutschland und vieler Nachbarländer nichts an Aktualität eingebüßt hat.

Wie geht es in diesem Jahr mit dem CSD und anderen di.to.-Aktionen weiter? Das beantwortet di.to.-Sprecher Frank Bartels im Interview.


Fünf Fragen an Frank Bartels
„Wir können nur auf Sicht fahren“

Frank Bartels

one: Seit vielen Jahren ist die REWE Group mit einem eigenen Wagen auf dem CSD vertreten, um Flagge für Vielfalt zu zeigen. Nun kann die Demonstration in diesem Jahr vorerst nicht wie geplant stattfinden. Habt ihr Maßnahmen geplant, um dennoch auch in diesen herausfordernden Zeiten ein Zeichen setzen?
Frank Bartels: Wir unterstützen Online-Formate wie zum Beispiel „Pride at home“ oder den digitalen CSD in München, um innerhalb der Community Flagge zu zeigen. Flagge ist ein gutes Stichwort, da wir erstmals an nahezu allen Verwaltungsstandorten der REWE Group in Deutschland die Regenbogenfahne gehisst haben und diese Aktion über unsere Social-Media- Kanäle verbreiten. Ob und in welcher Form wir am CSD in Köln im Oktober teilnehmen, bleibt abzuwarten. Wir werden natürlich alle Kolleginnen und Kollegen rechtzeitig informieren, die uns in den vergangenen Jahren toll begleitet und unterstützt haben.

one: Der CSD entstand als Aufstand Queerer Menschen, u.a. auch Schwarzer und Queers of Color – gegen Polizeigewalt. Ein Thema, das momentan aktueller ist denn je – auch für den CSD?
Frank Bartels: Bedingt. Es darf sich hier nicht die Frage stellen:  Bist du für oder gegen die Polizei? Dieses Thema polarisiert sehr stark in der Gesellschaft, daher ist es sehr differenziert zu betrachten. Die Botschaft der durch die Ereignisse in den USA erneut aufgeflammten Black Lives Matter-Bewegung weltweit ist aber natürlich hochaktuell: Wir müssen uns individuell und als Gesellschaft endlich selbst reflektieren, von Diskriminierung betroffenen Menschen zuhören und uns unserer diskriminierenden Strukturen bewusst werden – sei es gegen Hautfarbe, Nationalität oder Sexualität. Nur dann können wir uns auf den Weg zu einer echten Gleichberechtigung machen.

„Zuhören, sich schlau machen, Courage zeigen, wenn er oder sie Diskriminierung beobachtet“

Frank Bartels

one: Für Vielfalt, Toleranz und Gleichberechtigung auf die Straße gehen – das ist in Corona-Zeiten mitunter schwierig geworden. Wie kann man – und können wir – trotz Social Distancing Flagge zeigen? Warum ist es gerade jetzt besonders wichtig, sich zu positionieren?
Frank Bartels: In Deutschland gibt es steigende Zahlen von Angriffen auf Homo- und Transsexuelle, darauf müssen wir aufmerksam machen, und am besten da, wo die Übergriffe passieren – auf der Straße. Besorgniserregend ist die Lage in Polen, wo LGBT*IQ-freie Zonen eingerichtet werden, ein Rückschritt um 20 bis 30 Jahre. Dass Demonstrationen aufgrund der Corona-Einschränkungen gerade nicht möglich sind, schmerzt uns natürlich. Wir bei di.to. versuchen aber, verstärkt andere Wege zu nutzen. Wenn ein großes Unternehmen wie die REWE Group sich öffentlich positioniert und für Toleranz und Vielfalt stark macht, kann das bestenfalls eine Sogwirkung entfalten.

Und natürlich kann auch jeder einzelne etwas tun: Zuhören, sich schlau machen, Courage zeigen, wenn er oder sie Diskriminierung beobachtet, Betroffenen eine Stimme geben und nicht zuletzt ein Kreuz an der dementsprechenden Stelle des Wahlzettels machen.

one: Hat di.to für dieses Jahr weitere Aktionen geplant, und wenn ja, welche?
Frank Bartels: Wir können aktuell nur auf Sicht fahren. In Köln unterstützen wir gern den Come-together-Cup, sofern dieser am 12. September stattfindet. Auch an unseren monatlichen Netzwerktreffen möchten wir festhalten, natürlich mit den notwendigen Abstandsregeln. Und am Welt-Aids-Tag am 1. Dezember werden wir auch sicher wieder unsere Bärchen für den guten Zweck verkaufen. Wir freuen uns weiterhin über alle Mitarbeitenden, die sich uns anschließen möchten.

one: Dein Wunsch für das nächste Jahr?
Frank Bartels: In jeder Hinsicht Corona-frei durchstarten zu können und einen neuen Präsidenten im Weißen Haus.

Mein Kommentar

KOMMENTARE

Silke
vor 3 Monaten und 18 Tagen
Ich fände es toll, wenn die Regenbogenflagge 365 Tage hängen bliebe, denn Toleranz und Akzeptanz sollten wir das ganze Jahr zeigen.
Antworten
Meine Antwort
Marcel
vor 3 Monaten und 11 Tagen
Diesem Vorschlag würde ich mich auch gerne anschließen!
Marcel
vor 3 Monaten und 11 Tagen
Diesem Vorschlag würde ich mich auch gerne anschließen!
Frank Bartels
vor 3 Monaten und 18 Tagen
Liebe Silke, diesen Vorschlag nehmen wir sehr gerne auf und bedanken uns für deinen tollen Kommentar! Viele Grüße, Frank
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