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ArticleId: 2556magazineFast zwölf Tonnen stößt jeder von uns im Jahr aus, einen Teil davon auch beim Einkauf. one erklärt, mit welchen Sortimenten die REWE Group bei Lebensmitteln und im Baumarkt die Bilanz verbessert. Außerdem: Die CO2-Bilanz von Butter, Fleisch, Gemüse & Co.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/4/d/csm_TT_01_04_Klima_Co2-Bilanz-one-teaser-standard_fcb7dcb027.pngKlimafreundlich einkaufen – wie geht das?Sortimente von REWE bis Toom
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Klimafreundlich einkaufen – wie geht das?

22.01.2020
von Stefan Weber & Sylvia Hannstein

Fast zwölf Tonnen CO2 stößt jeder von uns im Jahr aus, einen Teil davon auch beim Einkauf. one erklärt, mit welchen Sortimenten die REWE Group bei Lebensmitteln und im Baumarkt die Bilanz verbessert. Außerdem: Die CO2-Bilanz von Butter, Fleisch, Gemüse & Co.

Franz Mustermann hat zwei Kinder, lebt in einem Mehrfamilienhaus, besitzt einen PKW und gönnt sich einmal im Jahr eine Urlaubsreise mit dem Flugzeug. Er isst gelegentlich regionale Produkte, greift mitunter aber auch zu Tiefgekühltem. Ein so definierter Durchschnittsbürger stößt nach Berechnungen des Umweltbundesamtes in jedem Jahr 11,6 Tonnen CO2-Äquivalente aus. Neben Kohlenstoffdioxid (CO2) werden dabei auch Treibhausgase Methan und Lachgas berücksichtigt, die mit der entsprechenden Klimawirkung in CO2-Äquivalente umgerechnet werden.

1,74 Tonnen CO2-Äquivalente oder 15 Prozent seiner Emissionen verursacht Franz Mustermann durch die Ernährung. Die Emissionen entstehen bei der Produktion, der Lagerung sowie dem Transport von Lebensmitteln. Eine Faustregel lautet: Je öfter tierische Lebensmittel auf den Tisch kommen, umso trüber ist die individuelle CO2-Bilanz.

Auch beim Einkauf im Baumarkt entstehen Emissionen, derer sich nicht jeder bewusst ist. Beispiel Pflanzenerde, bei der durch Torfabbau CO2 freigesetzt wird. Toom Baumarkt will künftig darauf verzichten. Verzicht ist auch das Stichwort bei Verpackungen – ein ehrgeiziges Projekt sorgt in der REWE Group für tonnenweise weniger Verpackungen.

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REWE regional

Unter „REWE regional“, der einzigen national vertriebenen Regionalmarke in Deutschland, bietet REWE über das Jahr verteilt mehr als 640 Artikel an. Regionaler Anbau verkürzt die Transportwege und verursacht vergleichsweise weniger CO2-Emissionen. Verbraucher können sich leicht orientieren: Die Herkunftsregion der Produkte ist auf der Verpackung ausgewiesen. Wer wissen möchte, welche lokalen Erzeuger in seiner Nähe sind, erhält online durch Eingabe der Postleitzahl seines Wohnorts Informationen.

Futtermittel aus Europa

Noch werden Nutztiere überwiegend mit Soja aus Übersee gefüttert. Die REWE Group hat sich zum Ziel gesetzt, diese Futtermittel Schritt für Schritt durch europäische Eiweißkomponenten wie Ackerbohnen, Futtererbsen oder europäisches Soja zu ersetzen. Als Gründungsmitglied der internationalen Organisation Donau Soja setzt sich die REWE Group für den Sojaanbau in der Donauregion und unter der Marke Europe Soya für den Sojaanbau im gesamten europäischen Raum ein. Gefördert wird eine gentechnikfreie, nachhaltige und regionale Eiweißversorgung.

Mehr Bio-Produkte

Bio-Lebensmittel haben bei REWE eine 30 Jahre lange Tradition. Aktuell umfasst das Sortiment mehr als 520 solcher Artikel, die gleich aus mehreren Gründen weit weniger klimaschädlich sind als konventionell hergestellte Erzeugnisse: Sie stammen meist aus der Region, sind ohne gentechnisch veränderte Futtermittel hergestellt und ihr Anbau erfolgte unter Verzicht auf Kunstdünger. Zudem sind ihnen keine Aromastoffe, Hefeextrakte oder Geschmacksverstärker zugesetzt.

Torffreie Erden bei Toom

Toom stellt bis 2025 sein gesamtes Erdensortiment auf torffreie Alternativen um. Als erste Baumarktkette in Deutschland entschied sich Toom bereits 2016 dazu, sowohl in der Eigenmarke als auch in den Markenprodukten auf Torf zu verzichten. Mit der „toom Pflanzerde“ und der „toom Rosenerde“ stehen seit 2019 zwei weitere torffreie Alternativen für die Kunden in den Regalen. Im Laufe des Jahres werden weitere zehn Erden im Torfanteil reduziert sein. Warum? Für den Torfabbau werden Moore trockengelegt und damit Lebensräume für Tiere und Pflanzen zerstört. Zudem entweicht klimaschädliches CO2 in die Atmosphäre.

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Toom-Rezyklat-Eimer

2011 hat Toom als erster deutscher Baumarkt Gebinde der Toom Eigenmarke Dispersionsfarbe auf hundertprozentig recycelten Kunststoff umgestellt. Die Eimer sparen gegenüber herkömmlichen Verpackungen rund 30 Prozent an CO2 Emissionen ein. Allein mit dieser Umstellung auf Rezyklatgebinde im Bereich Anstrichmittel wurden so bis Ende 2018 rund 900 Tonnen an Kohlendioxidausstoß eingespart. Und auch aktuell arbeitet Toom an weiteren nachhaltigeren Produkten und Verpackungen: Seit 2019 werden auch die zwei Kreidefarben der Toom Eigenmarke sowie das Sortiment von toom Xpress schrittweise in Rezyklatgebinden angeboten.

Toom Mehrwegsystem für Pflanzenpaletten

Das Floritray Mehrwegsystem ist ein Kreislaufsystem für Pflanzenpaletten. Nach Lieferung der Pflanzen in die Toom-Märkte gehen die Paletten nach Reinigung wieder in die Nutzung beim Gärtner, ohne mit jedem Umlauf Kunststoffmüll zu erzeugen. Mit Beginn der Saison 2020 werden erstmals in Pilotversuchen die sogenannten Pflanzentrays bei Toom auf eine Mehrwegvariante umgestellt. Wenn die Tests erfolgreich verlaufen, ist eine Ausweitung geplant.

Verpackungsprojekt der REWE Group

Vermeiden, verringern, verbessern: Die REWE Group verfolgt ein ehrgeiziges Ziel: 100 Prozent der Eigenmarkenverpackungen sollen bis Ende 2030 umweltfreundlicher gestaltet sein. Hier erfahren Sie mehr dazu.

Den prominenten Anfang machte die Salatgurke ohne Plastikfolie bei REWE, in allen anderen Produktgruppen folgten – und folgen – zahlreiche weitere Beispiele.

Ohne Tüte

REWE hat’s getan, PENNY auch und Toom Baumarkt sowie die Märkte der REWE International AG in Österreich ebenfalls: Sie alle verzichten auf den Verkauf von Einweg-Einkaufstüten aus Plastik. Das sind weit mehr als 200 Millionen Plastiktüten pro Jahr, die die Umwelt nicht mehr belasten. Toom testet im losen, bedarfsgerechten Verkauf etwa bei Schrauben/Eisenwaren auch nachhaltigere Varianten aus Papier in kleinerem Format.

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Von Gemüse bis Fleisch
Welche Sortimente haben welchen
CO2-Ausstoß?

Klimafreundliche Ernährung heißt: weniger tierische Lebensmittel, mehr regionale, den Jahreszeiten angepasste, pflanzliche Produkte. Ein Überblick.

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