
Führung neu gedacht: Mit dem groupweiten Modul Step up for Leaders setzt die REWE Group auf eine Kultur, die Mut für Neues, Offenheit für Feedback und den Fokus auf Stärken in den Mittelpunkt stellt. Im Abschlussteil unserer zweiteiligen Serie sprechen drei Teilnehmer:innen über den Mehrwert von Selbstreflexion, die Bedeutung von Austausch und darüber, wie sich ihre Sicht auf Mitarbeitendenführung durch das Modul verändert hat.
Svenja Gubisch, verantwortet bei Lekkerland den Bereich Akademie & Training in der Abteilung Foodservice | Foto: ©privat
„Mich hat überrascht, wie stark die persönliche Selbstreflexion im Vordergrund stand. In der Regel werden in Schulungen Modelle vorgestellt, die man später anwendet. Hier war es anders: Wir haben mit einer Selbsteinschätzung begonnen und die Themen durch reflektierte Fragen bearbeitet. Im Arbeitsalltag geht es oft unter, sich bewusst Zeit zu nehmen, um über sich selbst als Führungskraft nachzudenken. Für mich war das sehr spannend und hilfreich. Ich war zu dem Zeitpunkt erst zehn Monate Führungskraft. Die Reflexion hat mir gezeigt: Ich bin mit meinen Herausforderungen nicht allein, andere haben ähnliche Themen. Das hat mich beruhigt und gestärkt.
Selbstreflexion bedeutet auch, sich zu fragen: Wie fühle ich mich? Was kann ich davon auf meine Mitarbeitenden übertragen? Was löst mein Verhalten bei anderen aus? Das ist nicht immer angenehm, aber es lohnt sich. Voraussetzung ist, offen dafür zu sein – dann bringt das Modul echten Mehrwert.
Ich sehe Mitarbeiterführung als eine Art Dienstleistung: Ich möchte ein gutes Klima schaffen, in dem alle gerne arbeiten und Freude haben. Das Programm hat mir geholfen, meine Rolle bewusster wahrzunehmen.
Ein Aha-Moment war das Konzept der ‚Signalstärken‘ – also die individuellen Fähigkeiten und Eigenschaften, die bei einer Person besonders ausgeprägt sind. Das hat mich motiviert, die Stärken meiner Teammitglieder noch bewusster wahrzunehmen und langfristig gezielt einzusetzen. Wenn die richtigen Leute an den richtigen Aufgaben arbeiten, steigt die Motivation und die Energie im Team.
Was ich noch aus dem Modul mitnehme: Den Aspekt „Offenheit für Feedback“. Das ist für mich die Grundlage für Weiterentwicklung – sowohl für die Mitarbeitenden als auch für mich als Führungskraft.”
„Mein Fazit: Für mich persönlich hat das Modul perfekt gepasst. Ich war sehr happy danach.”
Tarik Mattausch, Immobilienökonom im Bereich Expansion Vollversorger der REWE-Region Mitte | Foto: ©privat
„Ich habe vor etwa acht Jahren bei der REWE Group als Praktikant angefangen und sozusagen alle Stufen durchlaufen. Seit zwei Jahren arbeite ich in der REWE-Region Mitte als Teamleiter in der Expansion. Ich bin aus dem Team heraus Führungskraft geworden – ohne vorab eine Schulung zu absolvieren. Das war der Grund, warum ich am Modul Step up for Leaders teilgenommen habe.
Das Seminar war anders als alle, die ich bis dato besucht hatte: Das Setting war besonders – eine coole Location mit verschiedenen Räumen, das Seminar startete am Abend. Die Inhalte wurden persönlich und interaktiv vermittelt. Der Fokus lag stark auf Selbstreflexion, manche Fragen waren herausfordernd und erforderten Offenheit.
Ein wichtiger Punkt, den ich aus dem Modul mitgenommen habe und kurzfristig umsetzen kann, ist zielgerichtetes Feedback. Die Arbeit in der Expansion ist von einem hohen Maß an Selbständigkeit geprägt, jede:r von uns betreut seinen oder ihren eigenen Bereich und arbeitet in großen Teilen für sich alleine. Das direkte Feedback kommt da manchmal zu kurz. Ich habe mir daher vorgenommen, dass ich mit den einzelnen Teamkolleg:innen qualitativ und quantitativ am Thema Feedback arbeiten möchte.
Mittelfristig sehe ich Mut für Neues als zentrales Thema für unseren Immobilienbereich, denn gerade in Krisenzeiten brauchen wir frische Ideen. Das wird mich als Führungskraft und meine sechs Mitarbeitenden in den nächsten Jahren sicherlich beschäftigen.”
„Mein Tipp: Geht mit Offenheit und Neugier ins das Modul Step up for Leaders. Es ist herausfordernd und anders als andere Seminare. Man bekommt extrem viel Input, den man vermutlich nicht sofort umsetzen kann. Ich selbst bin sehr analytisch und strukturiert, das Seminar ist eher dynamisch und agil. An manchen Stellen hätte ich mir mehr Struktur gewünscht. Deshalb mein Rat: Vorher die Agenda anzuschauen und eigene Fokusthemen festzulegen.”

Seit April 2025 gibt es für alle neuen Führungskräfte in der deutschsprachigen REWE Group ein gruppenweites Start-Modul: Step up for Leaders. Das Modul wurde entwickelt, um die Grundsätze der Führungskultur zu vermitteln und die Vernetzung über Unternehmensbereiche hinweg zu fördern.
Warum wurde Step up for Leaders entwickelt?
Die REWE Group bewegt sich in einem dynamischen Umfeld, in dem Zusammenarbeit und Führung entscheidend für den Unternehmenserfolg sind. Die Initiative Step up unterstützt die Weiterentwicklung der Unternehmens- und Führungskultur und bereitet auf zukünftige Anforderungen vor. Im Mittelpunkt stehen die drei Verhaltensweisen: Mut für Neues, Offenheit für Feedback und Fokus auf Stärken.
Diese Prinzipien bilden die Basis des Moduls Step up for Leaders. Sie sollen Führungskräfte befähigen, Veränderungen aktiv zu gestalten und Teams wirkungsvoll zu führen.
Wie funktioniert Step up for Leaders?
Seit April 2025 ist Step up for Leaders das Start-Modul für neue Führungskräfte in der gesamten deutschsprachigen REWE Group. Es wurde entwickelt, um die Grundsätze von Führungskultur zu vermitteln und um die Vernetzung über Unternehmensbereiche hinweg zu fördern. Neben der Vermittlung der Step up-Verhaltensweisen bietet das Modul Raum für Austausch und kollegiale Beratung über alle Geschäftseinheiten hinweg. Dadurch entsteht ein Netzwerk, das neue Perspektiven eröffnet und die Zusammenarbeit stärkt. Ab 2026 wird das Modul auch für die internationalen PENNY-Einheiten geöffnet, um Group-übergreifend ein gleiches Führungsverständnis zu schaffen.
Was sind die Ziele von Step up for Leaders?
Zu den Zielen gehören die Einführung in die Führungskultur der REWE Group und die Förderung eines gemeinsamen Verständnisses von Führung. Darüber hinaus soll Step up for Leaders die Vernetzung über Bereichsgrenzen hinweg stärken und die Teilnehmenden auf die anschließenden, geschäftseinheitsspezifischen Leadership-Programme vorbereiten.
Für wen ist Step up for Leaders?
Das Modul ist verpflichtend für neue disziplinarische Führungskräfte in der REWE Group. Im Anschluss daran starten die Teilnehmer:innen in das für sie vorgesehene First Leadership-Programm ihrer jeweiligen SGE. In Abstimmung mit ihren HR-Verantwortlichen können auch laterale und erfahrende Führungskräfte am Modul teilnehmen. Interessierte wenden sich gerne an die für sie zuständige HR-Abteilung.

Elisa Stähler, Release Train Coach in IT-Bereich von toom Baumarkt. | Foto: ©privat
„Ursprünglich komme ich aus dem klassischen Projektmanagement. Heute begleite ich mehrere Teams, die gemeinsam an einer Wertschöpfungskette arbeiten, zudem kümmere ich mich um Themen wie Teamentwicklung oder Prozessoptimierung.
Ich habe mich gefreut, teilnehmen zu dürfen, wusste aber nicht, was mich erwartet. Besonders wertvoll war der Austausch mit Führungskräften aus anderen Bereichen und Unternehmen. Die unterschiedlichen Kulturen und Arbeitsweisen zu erleben, fand ich sehr bereichernd.
Für Teilnehmende mit disziplinarischer Verantwortung und fachlicher Expertise gab es in diesem Seminar sicher Aha-Erlebnisse und hilfreiche Tools. Für mich wiederum war es gut zu sehen, dass ich bereits über einen großen Werkzeugkasten verfüge, denn ich habe keine disziplinarische Führung, sondern als Coach eher eine Befähigerrolle. Aspekte wie Mut für Neues, Fokus auf Stärken und Offenheit für Feedback sind für mich aus dem Coaching-Alltag selbstverständlich. Deshalb gab es weniger neue Impulse, dafür aber die Bestätigung, dass ich in meiner Tätigkeit auf dem richtigen Weg bin. Wichtig war für mich auf jeden Fall die Erkenntnis, dass diese drei Themen zentrale Elemente unserer Unternehmenskultur sind und SGE-übergreifend gelebt werden. Das schafft Orientierung.”
„Mein Tipp für Führungskräfte, die das Modul noch vor sich haben: Für mich war der größte Mehrwert der persönliche Austausch. Daher: Geht angstfrei und offen in das Seminar, bringt konkrete Fragen und Herausforderungen mit. Sprecht mit so vielen Menschen wie möglich, lernt unterschiedliche Sicht- und Arbeitsweisen kennen. Keine Frage ist zu banal.”











