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ArticleId: 2234magazineSie war ein Wendepunkt: die Geburtsstunde des REWEformer, bei der vor zehn Jahren erstmalig alle Kaufleute auf einer nationalen Veranstaltung zusammentrafen. one blickt in einer Serie zurück und erklärt, wie Kaufleute die REWE formen.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/0/b/csm_10JahreREWEformer_mgt_st_837d23794f.jpgVom Mitreden zum Mitentscheiden10 Jahre REWEformer
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10 Jahre REWEformer

Vom Mitreden zum Mitentscheiden

12.04.2019
von Achim Bachhausen

Sie war ein Wendepunkt: die Geburtsstunde des REWEformer, zu der vor zehn Jahren erstmalig alle Kaufleute auf einer nationalen Veranstaltung zusammentrafen. one blickt in einer Serie zurück und erklärt, wie Kaufleute die REWE formen.

Als „Gründerväter“ der REWE waren die selbstständigen Kaufleute von Anfang an maßgeblich an der Formung der REWE und der Gestaltung ihres langfristigen Erfolgs beteiligt. Das Zusammenspiel von Unternehmertum und zentralen Dienstleistungen der REWE ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil . Um diesen nachhaltig zu sichern und die Kraft, die in der gesamten REWE Group steckt, umsetzen zu können, bedarf es Spielregeln für die Zusammenarbeit von Management und Kaufleuten. Die von beiden Gruppen gemeinsam definierten Prinzipien dienen nach wie vor als Leitplanken für die Zusammenarbeit in der Zukunft. Sie wurden in der "Münchener Deklaration" im Jahr 2009 offiziell verabschiedet. Zuvor hatten sich die Kaufleute als Eigentümer der REWE Group klar zur Genossenschaft bekannt und damit den Übernahmeversuch eines Finanzinvestors erfolgreich abgeblockt.

Nach fünf Jahren haben die Verantwortlichen über weitere, größere Schritte in der Weiterentwicklung nachgedacht. Der so genannte REWEformer 2 umfasst fünf Themen für die schwerpunktmäßige Weiterentwicklung:

  • Privatisierung
  • Mehr Unternehmertum
  • Qualifizierung
  • Zusammenarbeit von Kaufleuten und Management
  • REWEformer Kaufleute Akademie

Diese Überlegungen führten zu einer Zusammenarbeit auf der nächsten Ebene, vom Mitreden und Mitdiskutieren hin zum Mitarbeiten, Mitentscheiden, Mitverantworten. Das Ergebnis war die Einführung einer neuen Stelle in der Managementstruktur der REWE: Als Geschäftsleiter Kaufleute, kurz GLK, übernehmen bestimmte Kaufleute als angestellte Manager in Teilzeit zusätzliche Verantwortung in ihrer Region.

Lesen Sie demmächst, wie und wo sich Kaufleute mit ihrem Know-how einbringen.

Die Kaufleute und das Management der REWE erkennen die Prinzipien von „Selbständig sein mit REWE“ ausdrücklich an und verpflichten sich, die Umsetzung und Weiterentwicklung durch geeignete Maßnahmen und Verhaltensformen zu sichern.

Was bedeutet „REWEformer“?

REWEformer ist die Übersetzung der in der "Münchener Deklaration" beschlossenen Ausrichtung auf das gesellschaftliche Miteinander von Kaufleuten und Management in der REWE Group. Im täglichen Geschäft dient der REWEformer als Leitfaden und Regelwerk für alle Themen rund um die Selbstständigkeit bei REWE und verfolgt das Ziel, den dadurch geschaffenen Wettbewerbsvorteil für die gesamte REWE nachhaltig sicherzustellen.

Der Name steht in seiner Bedeutung für: 

  • Die Reform als große planvolle Umgestaltung, die auf Bewährtem und Tragfähigem aufbaut, mit dem initialen Start im Jahr 2009
  • Den Former, der die Möglichkeit nutzt, sich zu beteiligen, zu gestalten und sich und seine Leistung im Sinne der Gemeinschaft einzubringen
  • Die Form und Fitness der REWE, die in ihren genossenschaftlichen Strukturen und in der Form der Zusammenarbeit mit Kaufleuten ein zukunfts­fähiges Fundament definiert hat und dieses mit dem Wandel der Zeit kontinuierlich modernisiert.
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Kaufleute blicken zurück
„Das ist eine tolle Entwicklung“

Es war der Beginn einer neuen Zeitrechnung, als im Herbst 2009 erstmals alle selbstständigen REWE-Kaufleute aus allen Regionen zu einer zentralen Tagung zusammenkamen. Anlässlich des zehnten Jahrestages blicken die Wegbereiter zurück und erinnern an die Meilensteine. 

Thomas Nonn, Bereichsvorstand Selbständigkeit und Genossenschaft der REWE Group

„Als der REWEformer 2009 ins Leben gerufen worden ist, war der Grundgedanke hinter dem Projekt, durch die engere Zusammenarbeit von Kaufleuten und Management einen Wettbewerbsvorteil für die Kaufleute und die gesamte REWE zu erzielen. Die Verstärkung des Austauschs in Projekten und Gremien sollte zu einer besseren Entscheidungsqualität führen. Damals haben wir erste Strukturen festgelegt. Nach zehn Jahren können wir sagen, dass die Intensivierung der Zusammenarbeit von Kaufleuten und Management ein Erfolg für alle Beteiligten ist. Es konnten viele Projekte erfolgreich abgeschlossen, Prozesse weiterentwickelt und Neuerungen umgesetzt werden. Es hat sich eine neue Kultur gebildet, die uns alle fest zusammenhält. Heute können wir stolz sagen, wir sind eine starke Gemeinschaft und arbeiten am gleichen Ziel: jeden einzelnen Markt und damit die REWE weiterzuent­wickeln.“

Erich Stockhausen, Vorsitzender des Aufsichtsrates der REWE Group

„Mit REWEformer haben wir eine geordnete, transparente Form der Zusammenarbeit gefunden. Kaufleute und Management sind jetzt viel besser vernetzt als früher. REWE-Kaufleute können sich in den verschiedensten Gremien einbringen, und es gibt einen guten Informationsfluss von der Fläche in die Organisation. Es stehen der Markt und die Kundenbedürfnisse im Mittelpunkt. Mit den verschiedenen Modellen der Selbstständigkeit ist es uns sehr gut gelungen, den Anteil der Kaufleute deutlich zu erhöhen, ohne das Filialsystem zu vernachlässigen. Ich bin sicher, dass wir ohne REWEformer heute viel weniger Selbstständige hätten. Das REWEformer-Modell sichert dem Kaufmann eine gute Existenz und ist deshalb so erfolgreich. Es macht Freude mitzuerleben, wie sich Themen entwickeln. Am Änderungsprozess mitzuwirken ist ein gutes Gefühl.“

Fritz Aupperle, Mitglied des Aufsichtsrats der REWE Group

„2009 gab es in der Region Südwest nur sehr vereinzelt selbstständige Kaufleute, umgeben von einer Vielzahl von Filialen. Für mich war es daher damals sehr wichtig, mit Kaufleuten, auch aus den anderen REWE-Regionen, ins Gespräch zu kommen und die Barriere zwischen Kaufleuten und Management zu öffnen. Im Zuge des 2009 eingeführten REWEformer haben wir die Privatisierung deutlich forciert und die Schaffung neuer Kaufleuteexistenzen zu einer unserer Hauptaufgaben gemacht. Die Förderung von Unternehmertum ist ein wichtiger Bestandteil des REWEformer. Es ist erstaunlich, was daraus erwachsen ist. Dass uns das in zehn Jahren gelingt, hätte ich damals nicht geglaubt. Inzwischen sind wir fast 150 Kaufleute allein in der Region Südwest. Und sie sind stolz darauf, REWE-Kaufleute zu sein. Heute haben wir die besten Konzepte für die unterschiedlichen Varianten der Selbstständigkeit. Das ist eine tolle und nach wie vor dynamische Entwicklung!“

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