
Medial wird dieser Frühling bunt, spannend, emotional und international. Im Kino etwa erwartet das Publikum mit „Eagles of the Republic“ ein schwedischer Ausflug in die klassische Filmwelt Ägyptens, Polit-Thriller inklusive. Ein außergewöhnlich mutiges Leben im ländlichen Schottland zeichnet „Verflucht normal“ nach, inklusive Auszeichnung. Und einen Abstecher in die kulinarische Unterwelt Islands serviert arte.tv in den sechs Gängen von „Reykjavík Fusion“.
Plakat ©MFA
George Fahmy ist kein Fan des neuen Präsidenten. Er macht daraus auch keinen Hehl, denn als größter Star des ägyptischen Kinos hält er sich für unantastbar. Auch noch, als ihm die Hauptrolle angeboten wird, in einem Propaganda-Film über eben jenen Präsidenten. Fahmy nimmt die Rolle an, ohne zu ahnen, was wirklich hinter der Produktion steckt.
Der Look: klassischer Agenten-Thriller aus den 60ern. Die Story: hochaktuell. „Eagles of the Republic“ - der letzte Teil der Kairo-Trilogie des schwedisch-ägyptischen Regisseurs Tarik Saleh - ist ein Polit-Thriller mit subtil-ironischem Unterton.
Fares Fares
Bild ©Yirgit Eken
Wie schon in Tarik Salehs ersten beiden Teilen der Kairo Trilogie – „Die Nile Hilton Affäre“ (2017) und „Die Kairo Verschwörung“ (2022) – spielt auch diesmal wieder der 1973 in Beirut geborene Schauspieler Fares Fares die Hauptrolle. Als 13-jähriger emigrierte Fares mit seiner Familie nach Schweden, wo er wie sein Vater Jan Schauspieler wurde. Sein Leinwanddebüt gab er 2000 in der Komödie „Jalla! Jalla!“ seines Bruders Josef. Der internationale Durchbruch gelang ihm mit den spannenden Verfilmungen von Jussi Adler-Olsens „Erbarmen“, „Schändung“, „Erlösung“ und „Verachtung“.
Filmgenre: Drama, Thriller
Länge: 129 Minuten
Regie: Tarik Saleh
Mit: Fares Fares, Lyna Khoudri, Zineb Triki, Amr Waked, Cherien Dabis
Altersfreigabe: ab 16
Verleih: MFA
Start: 21.5.2026
Plakat ©Wild Bunch Germany
Es setzt urplötzlich ein, das Zucken, die Schreie und die Flüche. Im ländlichen Schottland, in dem John aufwächst, haben dafür nur die wenigsten Verständnis. Aus Scham isoliert sich John immer mehr von Familie und Freunden. Auch die Diagnose Tourette-Syndrom macht sein Leben nicht leichter. Bis er Hilfe von überraschender Seite bekommt.
„Verflucht Normal“ erzählt die wahre Lebens- und Leidensgeschichte von John Davidson mit einem gerüttelten Maß an Humor. John Aramayo wurde für seine Darstellung von Davidsons Störung, Selbstironie und Mut mit einem Bafta-Award ausgezeichnet.
John Davidson
Bild ©Wild Bunch Germany
Die Ausstrahlung eben dieser Bafta-Gala, dem britischen Äquivalent zum Oscar, sorgt für einen Skandal. Denn im Hintergrund sind rassistische Flüche des anwesenden John Davidson zu hören. Seit rund 20 Jahren setzt sich der 1971 in Galashiels geborene Schotte für das Verständnis für Menschen mit Tourette ein. 2019 verleiht ihm die Queen dafür den MBE-Orden. Die BBC begleitet ihn seit 1989 mit Dokumentationen über seine Störung. Doch just die Auszeichnung der Verfilmung seiner Lebensgeschichte löst 2026 eine hitzige Diskussion darüber aus, wie damit in den Medien umgegangen werden soll.
Filmgenre: Biopic
Länge: 121 Minuten
Regie: Kirk Jones
Mit: Robert Aramayo, Shirley Henderson, Maxine Peake, Peter Mullan
Altersfreigabe: ab 12
Verleih: Wild Bunch Germany
Start: 28.5.2026
Plakat ©arte
„The Bear“ a la Nordic Noir mit einem Hauch „Breaking Bad“ und einer Prise „Pulp Fiction“, serviert von einem kräftigen Ólafur Darri Ólafsson und einer eiskalten Hera Hilmar. Verteilt auf sechs Gänge ergibt sich daraus „Reykjavík Fusion“, das jüngste TV-Thriller-Menü aus Island.
Im Zentrum steht Jonas, Familienvater, Sternekoch und Versicherungsbetrüger, der nach einem Gefängnisaufenthalt sein Leben mit einem Restaurant neu starten will. Ein Knastbruder hilft ihm dabei, vorausgesetzt, Jonas hält ihm ein Hinterzimmer für die Geschäfte seiner Freundin Marý frei. Geplant ist eine parallele Führung beider Firmen. Doch dann wird die Kühlkammer unerwartet zur Kreuzung.
Genre: Thriller Drama
Länge: 6 Episoden a 50 Minuten
Entwickler: Hörður Rúnarsson, Birkir Blær Ingólfsson
Mit: Ólafur Darri Ólafsson, Hera Hilmar, Lára Jóhanna Jónsdóttir
Altersfreigabe: ab 16
Streaming: arte.tv und ARTE
Ab: 16.4. und 23.4.
Bild ©tml Studios
Schnee, Blitzeis und vor allem langanhaltendes Glatteis legte im Februar Berlin lahm. Allein die berühmten, gelben Busse bahnten sich unbeirrt ihren Weg. Hinter dem Steuer: Fahrerinnen und Fahrer, die sich durch nichts aus der Ruhe bringen ließen. Wer wissen will, wie viel Nerven und Wissen dazugehören, kann das nun mit „The Bus“ tun. Die Betonung liegt bei dieser Simulation auf Realismus und Atmosphäre, weswegen nicht nur die Wetterverhältnisse einstellbar sind, sondern auch die Hintergrundmusik von Techno bis Disko.
Art: Simulation
Entwickler: TML-Studios
Für: Windows, Xbox X/S, PS5
Adresse: tml-studios.de/











