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ArticleId: 515magazineRaus aus der Nische, rein in den Mainstream: Backwaren ohne Gluten und Milchprodukte ohne Laktose boomen - auch wenn die Zahl der Betroffenen eher klein ist. Denn von „frei von“ versprechen sich auch Gesunde einen Nutzen.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/d/2/csm_frei_von_mgt_standard_c37615698b.jpg„Frei von“... BeschwerdenFunctional Food
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"Frei von" ... Beschwerden
von Bettina Rees

Raus aus der Nische, rein in den Mainstream: Backwaren ohne Gluten und Milchprodukte ohne Laktose boomen - auch wenn die Zahl der Betroffenen eher klein ist. Denn von „frei von“ versprechen sich auch Gesunde einen Nutzen.

Verspricht Functional Food einen Nutzen durch ein Mehr - an Vitaminen, Mineralien, Omega-3-Fettsäuren, Bakterienkulturen ... - , so liegt die Verheißung einer "Frei von..."-Ernährung im Verzicht. Einst gestartet mit Produkten "ohne Gentechnik", ermöglichen heute immer mehr Produkte  "ohne Laktose" und "ohne Gluten" Betroffenen, sich mit geringem zeitlichen und finanziellen Aufwand beschwerdefrei zu ernähren.

Auch wenn geschätzt nur 15 Prozent der Bundesdeutschen keinen Milchzucker vertragen und sich nur ein Prozent glutenfrei ernähren muss: Mehl ohne Gluten und Milch ohne Laktose erfreuen sich großer Beliebtheit. Die einstige Nische für wenige Menschen mit Unverträglichkeiten hat sich zum Ernährungsmainstream für viele entwickelt und steht heute nicht mehr nur für beschwerdefreies, sondern für bewusstes Essen.

Foto: © Printemps - fotolia

Milchzucker ist ein natürlicher Bestandteil der Milch, den Gesunde und die Nahrungsmittelindustrie gleichermaßen schätzen, er hilft bei der Verdauung und gibt Eiscreme oder Wurst ein schönes Mundgefühl.  

Bei Menschen mit einer Milchzuckerunverträglichkeit jedoch kann der Verzehr zu vielfältigen Beschwerden führen. Der Grund: Betroffenen fehlt das Enzym Laktase, das den Zweifachzucker Laktose in seine beiden Bestandteile spaltet. Das passiert bei Gesunden im Dünndarm. Landet der Milchzucker jedoch ungespalten und also unverdaut im Dickdarm, wird er hier von Bakterien vergoren. Es enstehen Gase, Wasser strömt durch die Darmwand ein. Die Folgen sind vielfältig, es können Bauchweh und Blähungen auftreten, aber auch Erschöpfungsgefühle bis hin zu depressiven Verstimmungen. Was hilft: Eine laktosefreie Ernährung und als Unterstützung die Einnahme von Laktasetabletten (oder Pulver) vor dem Verzehr laktosehaltiger Speisen.

Foto: © kuntabunt - fotolia

Gegen Glutenunverträglichkeit, auch bekannt als Zöliakie, hilft jedoch nur lebenslanger Verzicht. Es handelt sich um eine Überempfindlichkeit gegen das Klebereiweiß Gluten, das in vielen Getreidesorten vorkommt. Auch hier reicht die Symptombandbreite von Durchfall bis depressiven Verstimmungen.
Zöliakie ist eine chronische Erkrankung des Dünndarms, die auf einer Unverträglichkeit gegenüber dem Klebereiweiß Gluten beruht. Es kommt in den Getreidearten Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste und Hafer vor, sowie in den alten Weizensorten Einkorn, Emmer und Kamut.

Beim Gesunden wird aufgenommene Nahrung im Dünndarm in ihre Bestandteile zerlegt und gelangt über die Schleimhaut in den Körper. Um eine möglichst große Oberfläche zur Nährstoffaufnahme zu erhalten, ist der Darm mit vielen Falten, den sogenannten Zotten, ausgekleidet. Bei Zöliakie-Betroffenen führt die Zufuhr von Gluten zu einer Entzündung in der Darmschleimhaut. Die Zotten bilden sich zurück, die Oberfläche des Dünndarms verringert sich, es werden weniger Nährstoffe aufgenommen. Die Entzündung der Darmschleimhaut sowie die Nährstoffdefizite lösen unterschiedliche Beschwerden aus.

Eine Ernährung frei von Milchzucker beziehungsweise Gluten wird seit einigen Jahren erheblich erleichtert, denn immer mehr Produkte "ohne" kommen auf den Markt und in die Regale. So die Range "REWE frei von", die mittlerweile aus 33 Artikeln besteht: Glutenfreie Backwaren, Backmischungen, Mehl, Müsli und Pasta sowie laktosefreie Milchprodukte und Schokoladen. Neu sind die laktosefreie weiße Schokolade mit Crispies, glutenfreie Saatenbrote und -brötchen sowie die gluten- und laktosefreien Butterkekse mit Vollmilchschokolade. Ergänzt wird das Angebot um Fertiggerichte, die weder Gluten noch Laktose enthalten. Das Sortiment wird regelmäßig erweitert.

frei von ...

Tipp: Betroffene sollten sich darüber hinaus weiter informieren, denn Laktose und Gluten können sich auch in anderen Dingen des täglichen Lebens verstecken, so in Arzneimitteln, Fertiggerichten (Milchzucker) oder Kosmetika (Gluten).

Foto: Food & Foto, Hamburg

Schokoladen-Cupcakes

12 Stück:
1 Packung (350 g) REWE frei von Schoko Muffins (glutenfrei)
2 Eier (Größe M)
125 ml Öl
3 Packungen (à 175 g) REWE frei von Frischkäse (laktosefrei)
80 g weiche Butter (laktosefrei)
6 EL REWE frei von H-Schlagsahne (laktosefrei)
100 g Puderzucker

Zubereitung:
Backmischung in eine Rührschüssel geben. Eier, 150 ml Wasser und Öl zufügen und mit den Schneebesen des Handrührgerätes zu einem glatten Teig verrühren. Teig ca. 10 Minuten gehen lassen.

Der Packung beigefügte Muffinförmchen auf ein Backblech stellen. Teig nochmals gut verrühren und mit Hilfe von 2 Esslöffeln in die Förmchen verteilen. Backblech auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens (E-Herd: 175 °C / Umluft: 150 °C / Gas: s. Hersteller) schieben und ca. 30 Minuten backen (Stäbchenprobe machen!). Fertige Muffins aus dem Ofen nehmen, auf ein Kuchengitter stellen und auskühlen lassen.

Frischkäse, Butter und Sahne in eine kleine Rührschüssel geben und Masse mit den Schneebesen des Handrührgerätes kurz aufschlagen. Puderzucker unterrühren. Creme in einen Spritzbeutel mit Sterntülle (17–18 mm Ø) füllen und auf jeden Muffin von außen nach innen eine Rosenblüte spritzen. Cupcakes ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Glasurbeutel für 10–15 Minuten in kochend heißes Wasser legen. Alubeutel aufschneiden und Topping mit der Glasur verzieren. Glasur fest werden lassen. Wenn Sie mögen, stellen Sie die Cupcakes in hübsche Förmchen.

Zubereitungszeit: ca. 1 1/4 Stunden
Wartezeit: ca. 2 Stunden
Pro Stück: ca. 1800 kJ, 430 kcal

Flammkuchen mit grünem Spargel und Lachs

Für 4 Personen:
1 Knoblauchzehe
1 Bund Dill
1 Packung (175 g) REWE frei von Frischkäse (lactosefrei)
Salz + Pfeffer
1 Bund grüner Spargel
1 rote Zwiebel
2 Packungen (à 250 g) REWE frei von Pizzaboden zum Belegen und Fertigbacken (glutenfrei)
200 g geräucherter Lachs in Scheiben
Backpapier

Zubereitung:
Für die Käsecreme Knoblauch schälen und fein hacken. Dill waschen, trocken schütteln, Fähnchen von den Stielen zupfen und, bis auf etwas zum Garnieren, fein schneiden. Käse, Knoblauch und Dill verrühren, mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.

Spargel waschen, holzige Enden abschneiden. Stangen der Länge nach halbieren. In kochendem Salzwasser ca. 3 Minuten blanchieren. Zwiebel schälen und in Ringe schneiden.

Käsecreme, Spargel und Zwiebel auf die Pizzaböden verteilen. Auf 2 mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen. Blechweise nacheinander im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 200 °C / Umluft: 175 °C / Gas: s. Hersteller) 10–15 Minuten backen. Pizzen mit Lachsstreifen belegen und mit Dill garnieren.

Zubereitungszeit: ca. 40 Minuten
Pro Portion: ca. 2770 kJ, 660 kcal


Tipp: Der glutenfreie Pizzaboden schmeckt auch mit Paprikaschoten, Tomaten oder Spinat, gebratener Hähnchenbrust oder Schinken belegt.

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