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ArticleId: 528magazineWenn Fußball und Essen in einem Satz genannt werden, denken die meisten an Chips, Bier und Stadionwurst. Was Fußball hingegen mit gesunder Ernährung zu tun hat, zeigte die REWE Group bei einer Podiumsdiskussion in Berlin.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/6/9/csm_PA_Event_nlt_standard_5b3988e181.jpgEssen wie ÖzilEvent mit Holger Stromberg
Strategie
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Marktgespräch mit Holger Stromberg
Essen wie Özil
von Julia Klotz

Wenn die Themen Fußball und Essen zusammenkommen, denken die meisten an Chips, Bier und Stadionwurst. Was der Fußball mit gesunder Ernährung zu tun hat und er gar zur Ernährungsbildung beitragen kann, zeigte die REWE Group bei einer Podiumsdiskussion am Public Affairs-Standort der REWE Group in Berlin.

Unzählige kleine und große Fans haben den Moment vor dem Fernseher verfolgt: Am 13. Juli 2014 holt die deutsche Nationalmannschaft im Spiel gegen Argentinien den WM-Pokal nach Hause. Die Basis für einen sportlichen Erfolg: Die richtige Ernährung.

Dafür ist beim WM-Sieger DFB-Koch Holger Stromberg zuständig. Seit neun Jahren sorgt er für eine ausgewogene Ernährung der Spieler. In vielen Haushalten sieht es dagegen ganz anders aus. Mehr als die Hälfte der Deutschen wiegt zu viel, Tendenz steigend. Viele Kinder und Jugendliche bewegen sich immer weniger und essen ungesund – unter anderem, weil es ihnen an guten Vorbildern mangelt.

Kann Fußball ein Türöffner für die Motivation zu einer gesunden Ernährung sein? Und welche alternativen Zugänge zu einer nachhaltigen Ernährungsbildung sind darüber hinaus denkbar? Darüber diskutieren mit Holger Stromberg der Bundestagsabgeordnete Alois Gerig, Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft, Mechthild Brachmann vom Arbeitskreis Neue Medien und Martin Brüning, Leiter Unternehmenskommunikation der REWE Group Ende Mai bei „Oh Angie!“ in Berlin.

Rund 70 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verbänden waren der Einladung der REWE Group gefolgt sich einen Abend lang zum Thema Ernährungsbildung auszutauschen – und sich selbst davon zu überzeugen, wie schmackhaft ein ausgewogenes, WM-Sieger-taugliches Menü aus der Küche von Holger Stromberg sein kann.

Weitere Eindrücke sehen Sie im Film.

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Bei dem Event am Berliner Public Affairs-Standort der REWE Group machte Holger Stromberg deutlich, dass ihm nicht nur das kulinarische Wohlergehen der Nationalspieler am Herzen liegt. "Ich bin jemand, der etwas verändern möchte. Meine größte Motivation ist, Jugendliche für eine bessere Ernährung zu begeistern,“ betonte er. Seinen Job sieht der Koch als Chance, zur allgemeinen Esskultur beizutragen, denn: "Die Strahlkraft der Nationalmannschaft ist riesig. Gerade die jungen Fans kopieren ihre Idole, möglicherweise schauen sie sich auch das ein oder andere in Sachen gesunder Ernährung ab. Wenn Manuel Neuer morgen erzählt, dass er gerne Oktopus isst, finden Jugendliche das auch cool“, ist sich Stromberg sicher.

Aus diesem Grund haben Holger Stromberg und REWE gemeinsam das DFB Kochtraining ins Leben gerufen: Was vor dem Finale in

Brasilien auf dem DFB-Speiseplan stand und wie Nationalspieler Thomas Müller auch mal kulinarisch „sündigen“ durfte, können Teilnehmer in zwölf deutschen Städten lernen. Unter Anleitung von Köchen, die von Holger Stromberg geschult wurden, bereiten sie Gerichte zu, die auch auf dem Speiseplan der National-Elf stehen: Von Klassikern, die bei keinem Spiel fehlen dürfen, bis zum „Siegermenü“. „Am wichtigsten ist jedoch, dass im DFB-Kochtraining Kommunikation zwischen den Teilnehmern entsteht. Das fehlt uns momentan in der gesamten Ernährung“, fasst Stromberg zusammen. Den Jugendlichen zu sagen, sie sollen etwas essen, nur weil es gesund ist, ziehe nicht mehr – „man muss es selbst erfahren“, so der Sternekoch.

Wie wichtig Erlebnis und Kommunikation für den Zugang zu einer besseren Ernährung sind, betonte auch Martin Brüning. Hier sei unter anderem der Handel in der Verantwortung, der am Point of Sale täglich mit Millionen Kunden in Kontakt kommt: „Supermärkte müssen künftig viel mehr als reiner Versorger sein. Der Einkauf soll den Kunden Spaß machen, Erlebnischarakter haben“, sagte Brüning. Konzepte wie „Oh Angie“, „Temma„ oder „REWE to go“ zeigten, dass der Handel mehr könne, als nur Dinge ins Regal zu stellen.„"Wir als Händler müssen das Thema Wertschätzung für Lebensmittel wieder sexy machen“, so sein Fazit.


Regulierungen seitens der Politik – wie beispielsweise Strafsteuern auf bestimmte Lebensmittel – bewertete Brüning als nicht zielführend. „Man muss Menschen in ihrer Verantwortung lassen, auch beim Einkauf,“ betonte er. Besser sollten Menschen emotional bei ihrer eigenen Interessenlage und Lebensphase abgeholt werden. Das könne Fußball und ein DFB-Kochtraining sein, aber auch Schulsport-Programme wie “Klasse in Sport“ oder Lern-Workshops wie vom „Arbeitskreis Neue Medien“.

Ähnlich bewertete dies Alois Gehrig, Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft: „Ich bin kein Fan von Verboten und Ordnungspolitik. Das beste Mittel ist immer noch Aufklärung.“ Ein großer Fehler sei seiner Meinung nach, dass der Kochunterricht an den Schulen abgeschafft worden sei. Dem stimmten auch Holger Stromberg und Martin Brüning zu: „Das Fach Ernährungsbildung gehört auf den Lehrplan“, befanden sie einstimmig.

„Wertschätzung für Nahrungsmittel kann wieder hergestellt werden, wenn alle Akteure zusammenarbeiten – vom Landwirt über den Produzenten und den Handel bis hin zum Verbraucher“, fasste Alois Gerig die Diskussion zusammen. Kommunikation sei dafür die Voraussetzung: „Wir müssen mehr miteinander reden“, so Gerig.

Mechthild Brachmann gründete 1999 den ArbeitsKreisNeueMedien (AKNM). In Workshops für Vorschulkinder tischt sie das Thema „Gesunde Ernährung“ ganz neu auf - mit Laptop, Beamer und Pointer. „Kinder haben ein enormes Interesse an gesunder Ernährung – man muss sie nur frühzeitig und mit den richtigen Mitteln abholen“, ist Mechthild Brachmann überzeugt. Mittlerweile habe der Arbeitskreis

mehr als 110.000 Kindern das Thema gesunde Ernährung näher gebracht – mit durchweg positiver Resonanz. „Ohne die Unterstützung durch REWE und die REWE Group wäre das niemals möglich gewesen“, betonte die Pädagogin – und machte deutlich, wie hilfreich es sein kann, wenn auch Unternehmen Verantwortung für die Verbraucherbildung übernehmen.

Neben der Diskussion kam der kulinarische Genuss nicht zu kurz. Holger Stromberg präsentierte den Gästen drei Nationalmannschafts-erprobte Gänge, die auch Teilnehmer des DFB-Kochtrainings lernen können. Den Auftakt machte ein „Chop-Salad“ mit gebackenem Ei – „damit habe ich Mesut Ösil zum Gemüse gebracht“, so Stromberg. Auch Hauptgang und Dessert konnten überzeugen. Dementsprechend fiel auf das Fazit der Gäste aus: "Kinder und Jugendliche tragen die Schuhe von Mario Götze, jubeln wie Miro Klose und haben manchmal den Haarschnitt von Mesut Ösil. Wenn Sie nun noch so essen wie 

Manuel Neuer, weil er mit Holger Stromberg gelernt hat, dass die richtige Ernährung auch Leistung fördern kann, sind wir auf einem richtig Weg,“ resümierte Bundestagsabgeordneter Reinhard Grindel (CDU/CSU). Georg Abel von der Verbraucherinitiative e.V. sagte: „Wir müssen früh in Kitas und Schulen anfangen mit Verbraucherbildung rund um gesundes Essen. Und dass wir aber Vorbilder brauchen, um gelerntes Handeln zu verändern.“

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