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ArticleId: 3019magazineIm one_Interview spricht der Vertriebsleiter REWE Center national Jens Riepe über das neue Center-Konzept und über die besonderen Herausforderungen für die Großfläche im Pandemie-Jahr.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/2/4/csm_03_Interview_Riepe_standard_teaser_79a079b530.jpgDie Mitarbeitenden sichtbar machen, Erlebnisse schaffenone_Interview mit Jens Riepe
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Ein Bild aus Vor-Corona-Zeiten: die Großflächen-Macher Oliver Deiri und sein Nachfolger Jens Riepe im Juli 2019 vor dem REWE-Center in Köln-Weidenpesch (Fotos: Achim Bachhausen)
one_Interview mit Jens Riepe

Die Mitarbeitenden sichtbar machen, Erlebnisse schaffen

12.01.2021
von Achim Bachhausen

Im one_Interview spricht der Vertriebsleiter REWE Center national Jens Riepe über das neue Center-Konzept und über die besonderen Herausforderungen für die Großfläche im Pandemie-Jahr.

one: Herr Riepe, wie waren die ersten Tage in Hamburg-Tonndorf?
Jens Riepe: Es ist natürlich noch sehr früh für eine valide Bewertung, aber die Zahlen der ersten Tage sind sehr erfreulich. Wir wachsen um über 30 Prozent, trotz verkleinerter Verkaufsfläche. Außerdem hatten wir dreieinhalb Wochen lang geschlossen, da muss man sich die Kunden erst einmal wiederholen. Vor allem die neu gestalteten Abteilungen wachsen exponentiell. Unser Ziel, die Frischeanteile zu steigern, haben wir offenbar erreicht. Bewusst haben wir die Werbemaßnahmen auf das unmittelbare Marktumfeld begrenzt, um einen zu starken Andrang zu vermeiden. Bislang ist uns diese Gratwanderung gut gelungen.

Die Frischeabteilungen und Werbung waren wichtige Themen der Neukonzeptionierung, die Deiri und Riepe mit ihren Teams auf den Weg gebracht haben (Foto aus 2019)

one: Welche Anforderungen und Ziele standen bei der Konzeptentwicklung an erster Stelle?
Jens Riepe: Oberstes Ziel war es, die Frische aufzuwerten und die Mitarbeitenden bei den markteigenen Herstellungs- und Veredelungsprozessen sichtbar zu machen. Wir wollten eigene Welten mit Marktcharakter schaffen und einen intelligenten Kundenlauf integrieren, der einerseits eine gute Orientierung verschafft, andererseits an vielen Warengruppen vorbeiführt. Zur Abrundung in der Großfläche gehört es auch, Kompetenz in Non-Food-Bereichen wie Drogerie und Haushaltswaren zu zeigen. Nicht zu vergessen sind die vielen Dienstleistungen vom Abholservice bis zum Paketshop. Bei alldem durfte die Preiswürdigkeit nicht außer Acht gelassen werden. Schließlich wollen wir mit unserem Angebot alle Käuferschichten ansprechen.

„Wir wollten die Lücke schließen zwischen der REWE-Welt und dem Supermarkt 2020.“

Jens Riepe

one: Für welche Standorte wurde das Konzept entwickelt?
Jens Riepe: Grundsätzlich ist das neue Center-Konzept dank der modularen Bauweise auf alle Großflächen übertragbar, von der Provinz bis zum Münchener Speckgürtel. Ideal sind Verkaufsflächen ab 3.500 Quadratmeter mit einem guten Einzugsgebiet und genügend Parkplätzen. Bei größeren Märkten können das Kolo- und Nonfood-Sortiment erweitert werden. 

one: Wie geht´s weiter? Wie ist der Zeitplan für neue Standorte und Umbauten?
Jens Riepe: Über die Nation verteilt stehen bis ins Jahr 2022 mindestens sechs weitere Umbauten auf der Agenda. Das nächste Objekt wird das REWE Center in Buxtehude sein, das Anfang kommenden Jahres eröffnen wird.

one: Inwieweit sind die Erfahrungen aus dem Konzept Supermarkt 2020 eingeflossen?
Jens Riepe: Wir wollten die Lücke schließen zwischen der REWE-Welt und dem Supermarkt 2020. Dabei haben wir auf Grundkomponenten von REWE zurückgegriffen und doch ein eigenständiges Konzept entworfen. In die Ausgestaltung der Kompetenzbereiche sind sehr viele eigene Ideen eingeflossen. Obst, Gemüse und der Thekenbereich sehen komplett anders aus als beim Supermarkt-2020-Konzept. Dennoch findet sich der REWE-Kunde bei seiner Marke wieder. 

Die Personen

Oliver Deiri hat vor seinem Wechsel in die Geschäftsleitung seiner Heimatregion Mitte drei Jahre lang die Weiterentwicklung des REWE Centers betreut. Die Zeit bezeichnet er rückblickend als „wertvoll für den eigenen Werkzeugkoffer“. Für seinen Nachfolger als nationaler Vertriebsleiter REWE Center, den Norddeutschen Jens Riepe, war es spannend, die Ideen aus allen Regionen und der Zentrale im offenen Austausch zusammenzubringen.

Impulsgeber waren die regelmäßigen Treffen der REWE Center-Paten aus allen REWE-Regionen. „Das Silodenken ist aufgebrochen“, beschreibt er die fruchtbare Kooperation.

Mein Kommentar

KOMMENTARE

Michaela Mathes
vor 2 Monaten und 27 Tagen
Wir befinden uns in einer Pandemie. Wie kann es sein, das REWE ein Bild postet, in dem sich 2 Herren ohne Maske an den Händen halten. Ist mir unverständlich.
Antworten
Meine Antwort
Sebastian Amaral Anders
vor 2 Monaten und 27 Tagen
Hallo Frau Mathes, danke für den Hinweis. Das Bild stammt aus vor-Corona-Zeiten (Sommer 2019). Das hätten wir von vornherein kenntlich machen sollen - was wir nun in der Bildunterschrift nachgeholt haben. Viele Grüße aus der one_Redaktion
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