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ArticleId: 3551magazineREWE ist Vorreiter in Sachen vegan und vegetarisch. Mit welcher Strategie 2022 das Sortiment weiter ausgebaut werden soll, erläutert Projektleiter Alexander Rußler.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/6/b/csm_ts_standard_vegan-strate_f622e71a94.jpg„Denk ich an vegan, dann denk ich an REWE“Wachstumspotenzial
Lesedauer: 3 Minuten
Sortimentsstrategie
„Denk ich an vegan, dann denk ich an REWE“
von Bettina Rees

REWE ist Vorreiter in Sachen vegan und vegetarisch. Mit welcher Strategie 2022 das Sortiment weiter ausgebaut werden soll, erläutert Projektleiter Alexander Rußler. 

one: Herr Rußler: Sind vegan und vegetarisch (vv) noch Trend oder nicht bereits in der „Mitte“ von Esskultur und Supermarktregal angekommen?

Alexander Rußler: Die Gruppe der Vegetarier ist mit rund acht Prozent die deutlich größere Gruppe. Bei dieser Ernährungsweise geht es vor allem um die gesundheitlichen Vorteile einer pflanzlichen oder überwiegend pflanzlichen Ernährung. Hier kann man sagen: Vegetarismus ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Alexander Rußler

Dagegen geht es beim Veganismus eher um eine Lebensart, bei der sich Menschen aus ethischen Gründen entschieden haben, keine tierischen Produkte zu konsumieren. Hier können wir von einem positiv behafteten Trend sprechen. Das Hauptkundenpotenzial – und damit eher in der „Mitte“ – sehen wir aber in den sogenannten Flexitarier:innen. Diese Gruppe isst auch hochwertiges Fleisch, verzichtet aber gelegentlich bewusst darauf und greift dafür zu pflanzlichen Ersatzprodukten.

one: REWE hat im deutschen LEH beim vv-Sortiment die Nase vorn … 

Alexander Rußler: Ja, wir haben mit über 20 Prozent den höchsten Marktanteil an veganen Kernartikeln, das sind vor allem vegane Ersatzprodukte für Wurst, Käse, Fleisch und Milch. Zählen wir alle Artikel zusammen, kommen wir auf 250 vegane Eigenmarkenprodukte, darunter alleine etwa dreißig unter REWE Bio + vegan. Aber alle Mitbewerber bauen ihre Sortimente derzeit aus. In der REWE-Jahreszielplanung 2022 haben wir daher ein Projekt erarbeitet, um die strategischen Weichen für eine vegan-vegetarische Zukunft zu stellen, ganz im Sinne eines tiefgreifenden und nachhaltigen Veränderungsprozesses in der Gesellschaft.

one: Warum engagiert sich REWE so für diese Warengruppe?

Alexander Rußler: Unser Engagement in dem Bereich Vegan geht sicherlich auch auf das Nachhaltigkeitsengagement der REWE Group zurück. Eine gesunde Ernährung liegt uns am Herzen, dazu gehören folgerichtig „grüne Produkte“, Tierwohl und die Produktion klimafreundlicher Lebensmittel. Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, alle Produkte der Eigenmarke REWE Bio + vegan als klimaneutral zertifizieren zu lassen. 

Außerdem sehen wir hier weiterhin ein großes Wachstumspotenzial. Zum einen sind Vegetarier:innen und Veganer:innen überwiegend weiblich, jung, gut gebildet, verfügen über eine hohe Kaufkraft und sind bereit, für gute Lebensmittel einen guten Preis zu zahlen. 

Interessant ist für uns aber nicht zuletzt die Flexitariergruppe, die einen Anteil von rund 18 Prozent aller REWE-Kund:innen ausmacht. Zusammengerechnet machen Vegetarier:innen, Veganer:innen und Flexitarier:innen also fast 25 Prozent unserer Kundschaft aus, Tendenz steigend. 

„REWE ist der kompetenteste Anbieter für vegane Kernartikel.“
Alexander Rußler
Projektleiter Strategie vegan & vegetarisch

one: REWE will 2022 „vegan und vegetarisch weiter vorantreiben“. Was heißt das konkret?

Alexander Rußler: Mittlerweile führen wir über 250 vegane Eigenmarkenartikel. Unser Ziel für 2022 lautet: REWE ist der kompetenteste Anbieter für vegane Kernartikel mit der Spitzenposition beim Marktanteil im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Das bedeutet konkret, dass wir verstärkt an unserer vv-Kompetenz arbeiten, dass wir diese Sortimente in möglichst allen Märkten prominent zeigen und dass wir dadurch den derzeitigen Spitzenplatz beim Marktanteil verteidigen können. Am Ende sollte in den Köpfen der Kund:innen verankert sein: „Denke ich an vegan, dann denke ich an REWE.“

one: Wie wollen Sie diesen Gedanken bei den Kund:innen verankern? 

Alexander Rußler: Aktuell stellt unser Category Management vegane Sortimentsbausteine zur Verfügung, die aber noch nicht in allen Märkten vorhanden sind oder nicht in der richtigen Größe im jeweiligen Markt platziert sind. Aber die Kundschaft sucht die Produkte im Supermarkt. Deshalb liegt es nun zuallererst an unseren Kaufleuten und Marktmanager:innen, die veganen Sortimente prominent zu platzieren. Für die bessere Sichtbarkeit haben wir uns hier für die Blockplatzierung der Artikel entschieden. So finden Flexitarier:innen die vv-Artikel leichter.

Parallel dazu erweitert unser Category Management-Bereich bei Marken und Eigenmarken das Sortiment, und in den Regionen sind immer mehr vegane Streckenlieferanten zu finden. So erwarten wir für das laufende Jahr noch die Sortimentsüberarbeitungen Convenience und Mopro, beide natürlich auch mit veganem Schwerpunkt.

Mein Kommentar
Kommentare
Silke
vor 4 Monaten und 16 Tagen
Mein Mann und ich ernähren uns auch "avap - as vegan as possible" und viele der REWE-Eigenmarkenprodukte schmecken uns gut. Als hilfreich empfinden wir es, wenn auch die Dinge im normalen Sortiment, die vegan sind als solche gekennzeichnet sind (also z.B. Oreo-Kekse am Regal gekennzeichnet oder auch ein Eigenmarkenprodukt auf der Verpackung). Das wird in vielen Läden auch schon prima umgesetzt.
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