
toom-Marktleiterin Agnieszka Kowalska führt ein großes Team, optimiert Prozesse bis ins Detail und bleibt dabei immer nah an den Menschen. Ihr Erfolgsrezept: klare Regeln, viel Eigenverantwortung und ein Führungsstil, der auf Vorbildwirkung setzt. Als Mentorin im Frauenförderungsprogramm unterstützt sie zudem toom-Mitarbeiterinnen auf ihrem Karriereweg.
Nach einem zweisprachigen Abitur zieht es die gebürtige Polin Agnieszka aus der Nähe von Danzig zum Studium „Internationales Handelsmanagement“ nach Ingolstadt. Auf ihrer ersten beruflichen Station bei einem großen Elektronikmarkt steigt sie rasch auf, merkt aber irgendwann: Als junge Frau kommt sie nicht mehr weiter.
2017 entscheidet sie sich für einen Wechsel in Richtung Baumarkt. Dass ihre Wahl auf toom fällt, liegt an ihrem Gegenüber im Vorstellungsgespräch. „Ich hatte selten Gespräche auf einem solch hohen Level, die mich so gefordert haben. Hier kannst Du noch was lernen, dachte ich.“
Sie bekommt ihren ersten Markt in Oberursel. Nur ein Jahr später kommt der Anruf: „Wir brauchen dich in Troisdorf.“ Mit dem Wechsel kommt das Angebot, aus dem bei Köln gelegenen Troisdorf einen Stützpunktmarkt zu machen. Es folgen ein Assessment-Center und ein Förderprogramm. In der Prüfung geht es um ihre Vorstellungen von Strategien, Konzepten und sich selbst als Vorbild. Denn Stützpunkt heißt: künftige Marktleiter:innen einarbeiten, neue Konzepte testen, andere Märkte unterstützen. Unter anderem einen Markt an der niederländischen Grenze. Mehrere Monate lang teilt sich Agnieszka zwischen Niederrhein und Rheinland auf. Eine aufreibende Zeit. Aber: „Orga ist alles. Und du brauchst eine Mannschaft, die funktioniert.“
Foto: ©Achim Bachhausen
Ein solches Team hat sie sich in den acht Jahren in Troisdorf aufgebaut. Wie? Sie ist nahbar, packt mit an, kennt sich aus und hat klare Regeln. Die erste lautet: „Regel ist Regel.“ Die zweite: „Die Prozesse müssen eingehalten werden. Da bin ich rigoros.“ Und drittens: „Jede:r muss genau wissen, was er oder sie zu tun hat.“
So schafft sie es, ein Team von 80 bis 100 Leuten, je nach Saison, zu führen und im Umsatzranking Jahr für Jahr auf den ersten Plätzen zu stehen. Und das nicht, weil sie Expertin für Schrauben, Sanitär oder Spanplatten ist. „Ich bin kein Baumarktkind.“
„Wer seinen Job macht, hat alle Freiheiten bei mir.“ Agnieszka Kowalska, toom
Dafür aber „zersägt“ sie alle Prozesse im Markt akribisch in ihre Einzelschritte und optimiert sie. „Gewinne ich dadurch zum Beispiel drei Arbeitsstunden, gibt das meinen Fachverkäufer:innen den Freiraum, das zu tun, was unseren Verdienst sichert. Nämlich beraten und verkaufen.“
Wie sie führt? „Wenn jemand seinen Job macht, hat er alle Freiheiten bei mir. Aber Freiheit heißt gleichzeitig dann auch Verantwortung übernehmen.“
Sie selbst ist viel auf der Fläche. Wenn sie ankommt, dreht sie erst eine Runde um den Markt, schaut nach dem Außenauftritt, bevor sie ins Haus kommt. Sie ist viel auf der Fläche, redet mit ihren Leuten, springt ein, wenn´s personell mal eng wird. „Keiner arbeitet gerne für dich, wenn du nicht auch selbst mit anpackst.“
Denn, so ihre Erfahrung: Menschen arbeiten für Menschen, nicht für ein Unternehmen. Und wenn im Markt Stress ist und Mitarbeitende ihren Kopf zu verlieren drohen, funkt sie durch: „Ganz ruhig. Jeder hat nur zwei Hände. Hektik hilft keinem.“
Ihr Team besteht zur Hälfte aus Frauen. Deren Empathie im Umgang mit Kund:innen schätzt Agnieszka. Gleichzeitig arbeitet sie mit Männern und Frauen gleichermaßen gut und hat erkannt, wie wertvoll ein guter Mix für ein Team sein kann. Kürzlich erst hat sie einen weiteren männlichen Kassierer eingestellt.
„Gute Leute fördere ich und lasse sie in andere Märkte ziehen.“ Agnieszka Kowalska, toom
Weniger als die Baumarktbranche selbst ist es toom, dem sie sich verbunden fühlt. „Ich mag die Unternehmenskultur, Toom passt zu mir. Ich passe zu toom.“ Sie schätzt, wie hier mit Mitarbeitenden umgegangen wird, dass Fehler passieren dürfen, dass sie ihre Leute weiterentwickeln kann. „Ich habe in der zweiten Reihe immer Leute, die nachrücken können. Gute Leute, die ich fördere und auch in andere Märkte ziehen lasse. Man muss immer über den Tellerrand denken“, so Agnieszka, die seit vier Jahren Mentorin im unternehmenseigenen Frauenförderungsprogramm women@toom ist. Für jeweils mehrere Monate ist sie Ansprechpartnerin einer Mentee. Steht eine davon unsicher vor dem nächsten Karriereschritt, dann fragt sie: „Warum solltest Du es nicht tun?“ Und kommt dann kein Gegenargument, dann sage ich: „Warum überlegst Du noch?“
Denn ganz so kalt sei das Wasser bei toom nicht. Es gibt „eine gescheite Einarbeitung, das ist eine unserer Stärken hier. Und wir haben ein wirklich gutes Netzwerk.“
Mit der aktuellen Schirmherrschaft des Kölner Bündnisses „Mit Frauen in Führung“ und der Initiative „Frauen auf die 1“ setzt die REWE GROUP ein deutliches Zeichen für Sichtbarkeit, Chancengleichheit und moderne Führung. Ziel von „Frauen auf die 1“ ist es, weibliche Führungskräfte als Vorbilder sichtbar zu machen und mehr Frauen für Führungsaufgaben zu gewinnen. Dabei unterstreicht die REWE GROUP ihr Engagement für ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis in Führungspositionen. Obwohl der Anteil weiblicher Führungskräfte bereits bei knapp 45 Prozent liegt, sind Frauen insbesondere in den oberen Leitungsebenen weiterhin unterrepräsentiert.
Im Rahmen von „Frauen auf die 1“ stellen wir regelmäßig weibliche Führungskräfte aus allen Geschäftsbereichen der REWE GROUP vor. Als Role Models berichten sie über ihren beruflichen Werdegang, ihren Führungsstil, ihre Erfahrungen und das, was sie auf ihrem Weg geprägt hat. Denn echte Chancengleichheit entsteht nicht dadurch, dass Frauen sich immer wieder neu beweisen müssen – sondern dadurch, dass ihre Leistungen, Perspektiven und Erfolge sichtbar werden.











