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ArticleId: 1427magazineNachts statt tagsüber zu arbeiten ist für viele Kollegen aus der REWE Group Normalität. In one erzählen sie von ihren Jobs – vom Eventmanager über den REWE To Go-Mitarbeiter im Bahnhof, von der Touristik-Kollegin am Flughafen bis zum Techniker in der IT.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/2/7/csm_TT_04_03_REWE-NACHTS-nlt_standrad_f9ee2584f3.jpgIm Einsatz, wenn alle schlafenNachtarbeiter berichten
Nachtarbeitende Kollegen berichten
Im Einsatz, wenn alle schlafen
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Nachts statt tagsüber zu arbeiten ist für viele Kollegen aus der REWE Group Normalität. In one erzählen sie von ihren Jobs – vom Eventmanager und der Touristik-Kollegin am Flughafen bis zum Techniker in der IT.

Christian Schulte, Event-Manager der REWE Group
„Ich arbeite, wenn andere feiern“
Christian Schulte

„Bei Abendveranstaltungen bin ich schon mal bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz. Meistens beginnt der Abend mit dem Catering und geht dann später in die Party über. Was viele nicht wissen: Es gibt für jede Veranstaltung ein exaktes Konzept: Welche Speisen werden angeboten, welche Künstler und Eventattraktionen kommen zum Einsatz und welche Dekoration passt in das Gesamtbild. Unser Job ist es, darauf zu achten, dass alles so umgesetzt wird, wie mit den einzelnen Gewerken abgesprochen.

Irgendwann läuft die ganze Maschinerie. Aber zurücklehnen können wir uns dann nicht. Für Außenstehende sieht das vielleicht so aus, dass wir immer nur auf Spaßveranstaltungen sind. Aber während andere feiern, machen wir im Hintergrund zu jeder Tages- und Nachtzeit konzentriert unseren Job und bereiten zeitgleich mitunter auch schon Dinge für den nächsten Veranstaltungstag vor.

Eine gute Veranstaltungsplanung im Vorfeld ist natürlich das A & O. Dennoch gibt es Abende, an denen immer wieder unvorhergesehene Situationen und Anforderungen auftreten.

Plötzlich fällt einem Gast kurz vor Mitternacht auf, dass ein Kollege ja am nächsten Tag Geburtstag hat und wir jetzt ganz fix eine Torte brauchen. Oder das Dessert geht aus und die Küche muss schnell nachliefern. Da heißt es auch zu später Stunde noch den Überblick und einen kühlen Kopf zu bewahren und schnell umzuorganisieren.

Dafür müssen wir viel beobachten. Damit zeigen wir den Gästen auch: Da ist jemand, der sich kümmert. Am besten bemerken wir auftretende Probleme als erste und können direkt nach Lösungen suchen, um den Teilnehmern ein positives Event-Erlebnis zu bieten.

Mich im Laufe der Nacht wach zu halten, fällt mir nicht schwer, weil ich die ganze Zeit sehr konzentriert bin. Klar, manchmal eine Cola zwischendurch hilft vielleicht über ein kleines Tief hinweg.

Trotz allem ist die Arbeit nachts etwas entspannter als tagsüber. Das ist dann schon ein Vorteil der Nachtarbeit im Vergleich mit unserem Job etwa bei Tagungen tagsüber. Wenn abends mal eine kleine Lampe unter der Decke ausfällt oder der Ton der Band nicht optimal ist, merkt das im Zweifel niemand. Tagsüber muss vor allem technisch alles rund laufen. Wenn ein Mikrofon ausfällt oder der Beamer plötzlich kein ordentliches Bild mehr abliefert, stehen wir deutlich mehr unter Druck als abends.
Trotzdem würde ich nicht gern nur Abendveranstaltungen machen. Da bin ich dann doch lieber abends bei meiner Familie.“

Beate Müller, Teamleiterin DER Touristik-Airport Station am Flughafen Köln/Bonn
„Wir machen nie zu!“
v.l.: Petra Esser, Rosemarie Alvarez, Ilka Druse, Petra Oktav, Spiridon Binioris, Beate Müller

„Rund um die Uhr sind wir am Flughafen Köln/Bonn an der DER Touristik-Airport Station im Einsatz. Wir – Das sind meine neun Kolleginnen und Kollegen und ich. Denn ein Nachtflugverbot, wie an vielen anderen deutschen Airports, gibt es hier nicht. Wir kümmern uns um alle Belange der Kunden: vom Pflaster über die Umbuchung bis zur Restzahlung der Reise oder die Info an die Kollegen im Urlaubsziel, etwa bei einer Flugverspätung. Wenn es, wie zum Beispiel auf kleinen griechischen Inseln, nur einen einzigen Transferbus gibt, soll der natürlich nicht zwei Stunden umsonst am Flughafen stehen.

Rund um die Uhr arbeitet unser Team, sieben Tage die Woche, inklusive Weihnachten, Silvester, Ostern. Natürlich im Wechsel. Wer bei uns arbeitet, muss schichttauglich sein. Für viele Kollegen ist das sogar ein Plus, gerade auch die Möglichkeit, nachts zu arbeiten.

Die Einsatzpläne werden monatlich im Voraus gemacht, ähnlich wie im Krankenhaus. Und es gibt durchaus Varianz für die unterschiedlichen Bedürfnisse. Ob alleinerziehende Mutter, oder Mittfünfzigerin mit Vorliebe für Spätschicht: Jeder findet bei uns seinen Platz. Und da jeder im Team weiß, wie wichtig spontane Vertretungen sind – zum Beispiel wenn man selbst, das Kind, der Partner plötzlich krank wird – ist auch jeder bereit, dem anderen auszuhelfen.

Mein Team ist sehr eingespielt und sehr professionell, ich bin richtig stolz. Und jetzt muss ich leider auflegen, sorry…..Zwei Überbuchungen in die Dominikanische Republik, keine Flüge, auf die ich sie umbuchen könnte… und das ausgerechnet in den Osterferien, wo eh alle Flieger voll sind. Tja, wir werden uns etwas einfallen lassen! Bei uns herrscht eben Pragmatismus pur – rund um die Uhr.“

Mateusz Markert, Markmanager REWE To Go im Münchener Hauptbahnhof
„Vormittags noch etwas erledigen – oder länger schlafen“
Mateusz Markert

„Unser Markt hat an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr geöffnet. Wir arbeiten in drei Schichten. Als Marktmanager arbeite ich meist nur während der Früh- und Spätschicht, das heißt von sechs bis 14 Uhr oder von 14 bis 22 Uhr. Alle 14 Tage im Wechsel. Mir gefällt das sehr gut, denn so kann ich Berufs- und Privatleben gut unter einen Hut bringen. Wenn ich um 14 Uhr mit der Arbeit beginne, lässt sich am Vormittag noch eine Menge erledigen – oder auch nur länger schlafen. Das werde ich wahrscheinlich in Kürze noch mehr zu schätzen lernen, denn ich werde bald zum ersten Mal Vater, und da sollen die Nächte ja oft weniger erholsam sein. Schön, dass ich dann erst später zur Arbeit muss.

Wir arbeiten in einem Team mit 24 Mitarbeitern. Die meisten sehen das mit der Arbeitszeit so ähnlich wie ich. Sie mögen die Abwechslung. Einige möchten sogar nur nachts arbeiten. Ja, es gibt solche Nachtmenschen.

Für mich wäre das nichts. Aber man muss auch sehen, dass Nachtarbeit lukrativ ist. Denn für diese Zeit gibt es Zuschläge. Sorgen um die Sicherheit müssen wir uns nicht machen. Tags wie nachts patroullieren Security-Mitarbeiter der Bahn durch den Bahnhof. In den Abend- und Nachtstunden am Wochenende haben wir zusätzlich für unseren Markt einen Sicherheitsmann engagiert. Denn zu dieser Zeit sind auch schon mal alkoholisierte Besucher im Bahnhof unterwegs und da weiß man nie…

Unser Markt hat vor zwei Jahren eröffnet und bei uns herrscht immer Betrieb. Pendler, Touristen, Mitarbeiter aus den umliegenden Läden und Büros – sie alle verpflegen sich bei uns. Der Strom reißt auch am Abend nicht ab. Im Gegenteil, da wird es oft noch einmal richtig voll. Denn aufgrund des strengen Ladenschlussgesetzes in Bayern haben die Verbraucher hier nach 20 Uhr nicht mehr viele Alternativen beim Einkaufen. Mancher erledigt am Abend im REWE To Go seinen gesamten Einkauf."

Angel Tchorbadjiiski, Technical Product Owner bei REWE Digital
„Wir sind die Feuerwehrleute, die den Laden am Laufen halten“
Angel Tchorbadjiiski

Ich arbeite im Platform-Team von REWE Digital. Unsere Aufgabe ist es sicherzustellen, dass der Lieferdienst und die Hauptseite rewe.de rund um die Uhr problemlos funktionieren. Da unser Online-Shop 24/7 geöffnet hat, haben wir ein Monitoring, das unsere Systeme überwacht und Probleme meldet. Zusätzlich gibt es eine Bereitschaftshotline, über die wir auch Probleme vom Kundenservice oder anderer Kollegen entgegennehmen. Im Falle eines Fehlers analysieren wir die Gründe und versuchen so gut es uns möglich ist, diese zu beheben, sodass unsere Kunden jederzeit den Lieferdienst nutzen können. Man könnte sagen, wir sind die Feuerwehrleute, die den Online-Laden am Laufen halten.

Kleinere technische Probleme treten einige in der Woche auf. Oft sind sie für den Kunden nicht direkt sichtbar. Normalerweise wird dann einer von uns per SMS informiert. Abhängig davon, wie dramatisch das Problem ist, kann man weitere Kollegen dazu ziehen.

Ich kann mich momentan an vier Fälle erinnern, wo wir dann mit einer Mannstärke von fünf Personen am späten Abend dran gearbeitet haben. Stören tut mich die gelegentliche Nacharbeit nicht. Unser Team übernimmt Verantwortung für die Systeme und wir wollen das bestmögliche Erlebnis für den Kunden liefern. In der Hinsicht sehe ich es persönlich als selbstverständlich an, dass ich auch mitten in der Nacht aufstehe und bin sogar froh darüber, wenn ich ein Problem beheben kann.

Wenn man eine Nachtschicht mitgemacht hat, kommt man danach meist später zur Arbeit oder macht sogar den Vormittag frei, aber natürlich merkt man es im Laufe der Woche, wenn man eine Nacht (fast) nicht geschlafen hat. Das komplette Team versucht dann dafür zu sorgen, dass die betroffene Person tagsüber etwas entlastet wird."

Rainer Baack, Fachbereichsleiter Operating TIBZ, REWE Systems
„Familienfreundliche Schichtarbeit - bei der REWE kein Problem“
Rainer Baack

Beim Operating laufen alle Überwachungen der produktiven Anwendungen und Systeme zusammen, deren Ausfall oder Einschränkung eine Außenwirkung auf die REWE – egal ob Märkte, Zentrale oder Läger - haben können. Wir sind rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche da. So können wir bei Problemen kurzfristig eingreifen. Nachts sind wir primär der Ansprechpartner für die Logistikzentren beziehungsweise Mitarbeiter in den Lägern bei allen Arten von Problemen. Daneben begleiten wir unter anderem Technikereinsätze und sind Ansprechpartner bei Telekom Router-Störungen. 

Hardwareausfälle können zu jeder Zeit erfolgen. Um die Auswirkungen für unsere Kunden so gering wie möglich zu halten, sind wir vor Ort und informieren - falls nötig - die benötigten Rufbereitschaften. Auch Systemarbeiten werden meistens nachts durchgeführt. Weiterhin werden abends, beziehungsweise nachts, Listen für den nächsten Tag generiert, die ausgedruckt werden müssen um den jeweiligen Fachbereichen morgens zur Verfügung zu stehen.

Wir arbeiten mit fünf Teams zu jeweils drei Kollegen. Davon muss jede Schicht mit mindestens zwei Personen besetzt sein, auch und vor allem nachts. Unser Schichtmodell, ist eines der besten, die ich kenne: zwei Tage Früh-, zwei Tage Spät- und zwei Tage Nachtschicht – da gewöhnt sich der Körper aufgrund der kurzen Zeit nicht an das „Arbeiten gegen die innere Uhr“.

Vielen Kollegen macht es nichts aus, nachts zu arbeiten, andere müssen sich körperlich darauf vorbereiten indem sie sich vorher mehrere Stunden hinlegen. Bei mir sieht es so aus, dass vor der Nachtschicht ein bis zwei Stunden Schlaf völlig ausreichen. Nach der Nachtschicht wird sich dann bis mittags hingelegt. Ich brauche aber auch nicht so viel Schlaf.

Jede Art von Schichtdienst kann sich auf das soziale Umfeld und die Familie auswirken. Natürlich ist es so, dass man schichtbedingt nicht an jeder Familienfeier oder Freizeitaktivität teilnehmen kann. Der riesige Vorteil der Nachtarbeit ist, dass man ab mittags für die Familie da sein kann. Es ist alles eine Frage der Organisation und die klappt durch den Zusammenhalt der Abteilung sehr gut. Bei uns steht der Schichtplan schon ein Jahr im Voraus fest. So können die Mitarbeiter ihre wichtigen Termine frühzeitig in Absprache mit den Kollegen planen oder sogar die Schicht tauschen. Da ist REWE sehr mitarbeiterfreundlich."

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