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„Wie ein Leuchtturm in der Ödnis“
ArticleId: 677magazineOb für Menschen in Not, Kinder oder die Umwelt: Lesen Sie im one_Top Thema viele Beispiele, wie sich REWE Group-Mitarbeiter ehrenamtlich für andere engagieren – und warum das auch ihnen selbst gut tut.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/1/9/csm_TT_unternehmen-mgt_standard_0a606df1d5.jpgGutes tun tut gutTop Thema: Ehrenamt
Foto: Photocase - Hello_beautiful
Top Thema: Ehrenamt
Gutes tun tut gut
von Sylvia Hannstein und Bettina Rees
Top Thema
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Ehrenamt macht die Helfer lebensfroh, sagt die Wissenschaft. Es sensibilisiert, sagt die Personalerin. Es ist unterstützenswert, wenn Mitarbeiter sich engagieren wollen, sagt die REWE Group. one widmet dieses Topthema allen Kolleginnen und Kollegen, die in ihrer Freizeit ehrenamtlich tätig sind: Ob für Menschen in Not, Kinder oder die Umwelt - Einige von ihnen erzählen, wie und wofür sie sich engagieren. Über das „Warum“ sprach one zudem im Interview mit einem Experten für Wirtschaftsethik.

Gesünder dank Ehrenamt

Ob als freiwilliger Helfer beim Blutspendedienst, als unentgeltlicher Trainer von Kinderfußballmannschaften oder als wöchentlicher Besucher von Menschen in Altenheim oder im Hospiz: Ehrenamtliche Helfer tun nicht nur anderen etwas Gutes, sondern offenbar auch sich selbst, wie britische Forscher der University of Exeter durch einen Vergleich mehrerer Studien herausfanden (Quelle: aponet.de).

Ehrenamtliche Tätigkeiten könnten demnach zu einem längeren Leben beitragen, und auch die geistige Gesundheit scheint davon zu profitieren. Die Wissenschaftler berichten zudem über weniger Depressionen, mehr Lebenszufriedenheit und gesteigertes Wohlbefinden. Allerdings müssten diese Ergebnisse noch in weiteren Studien bestätigt werden.

Warum genau ehrenamtliche Tätigkeiten der Gesundheit nutzen können, ist den Experten zufolge noch unklar. Klar ist jedoch: Nicht immer tut ein Ehrenamt gut. Es hat nämlich nur dann einen positiven Einfluss auf die Lebensqualität , wenn es einem das Gefühl vermittelt, etwas zurückzubekommen. Das muss aber bitteschön nicht immer tiefe Dankbarkeit und Schulterklopfen durch diejenigen sein, denen die Hilfe gilt. Viele Mitarbeiter, mit denen one für diese Ausgabe gesprochen hat, nennen andere „Motive“ für ihr ehrenamtliches Engagement, allen voran soziale Kontakte mit anderen Ehrenamtlern und Spaß an der gemeinsamen Sache, aber auch der Erwerb von neuen Fähigkeiten, die Sensibilisierung für die Probleme anderer und das Hinauswachsen über sich selbst. Alles „Pluspunkte“ fürs eigene Leben - und auch für den beruflichen Alltag...

„Verständnis für Menschen, denen es nicht so gut geht“
Soziale Azubi-Projekte

Jedes Jahr engagiert sich der REWE-Nachwuchs der Kölner Zentralstandorte für soziale und umweltbezogene Projekte. Jeweils 20 bis 25 Azubis unterstützen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche, Tierheime oder Umweltorganisationen. Sie können dabei auf die Unterstützung aus den unterschiedlichen Geschäftsbereichen in Form von Tipps oder Materialspenden zählen. Das Projekt umfasst rund 25 Arbeitsstunden, inklusive Vorbereitung, Projekttag vor Ort und Projektpräsentation.

Warum diese Projekte auf die Unternehmenskultur einzahlen, warum sie fester Bestandteil der Ausbildung sind und was es den Azubis geben kann, etwas für Kinder oder die Natur zu tun: Fragen an Martina Jalloh, Sachgebietsleitung Nachwuchskräfte Zentrale (PZCN)

Martina Jalloh

one: Frau Jalloh, warum gehört ein soziales Projekt zu den Ausbildungsinhalten eines Kölner Zentral-Azubis?
Martina Jalloh: Ein Ziel des Projektes ist, dass sich unser Nachwuchs mit der in unserem Unternehmen fest verankerten Nachhaltigkeitskultur beschäftigt, sich ihr auf ganz praktische Weise nähert, sie erlebt, mitlebt. In diesem Zusammenhang stelle ich auf jeder Azubi-Einführungsfahrt auch das Unternehmensleitbild vor. Ein weiteres, berufsorientiertes Ziel ist es, Projektmanagement zu lernen.

one: Nach welchen Kriterien werden die Projektideen ausgewählt?
Martina Jalloh: die Azubis bringen eigene Ideen mit, suchen sich aber auch Projekte aus den Angeboten der Börse für soziales und ökologisches Engagement. Wichtig ist mir, dass nicht nur Spenden gesammelt werden, sondern ein Kontakt mit den Betroffenen zustande kommt.

one: Nachhaltigkeit heißt in diesem Zusammenhang auch, etwas Längerfristiges anzustoßen. Gehen die Projekte über den Aktionstag hinaus?
Martina Jalloh: Die Jugendlichen sollen sich mit anderen Schicksalen und gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen. Manche Einsicht wird gefördert, längerfristiges Interesse wird angestoßen. In diesem Jahr hat eine Projektgruppe bei einem Sommerfest für Flüchtlinge geholfen und Kinderaktionen angeboten. Sie würden sich dort nun gerne weiter engagieren und haben beim zuständigen Träger nachgefragt, ob Bedarf an ehrenamtlichen Helfern besteht. Aber wir geben vor allem Anstöße. Was die jungen Leute daraus machen, liegt natürlich in ihrer eigenen Verantwortlichkeit.

one: Aber die jungen Leute nehmen doch sicher etwas für sich mit?
Martina Jalloh: Die Arbeit mit Benachteiligten kann Verständnis für Menschen wecken, denen es nicht so gut geht. Ein Projekttag mit Jugendlichen einer Wohngruppe bedeutet zum Beispiel eine Annährung an deren Lebensumstände. Sich informieren, kommunizieren, erleben: Das baut Vorurteile ab.

Die Projekte aus diesem Jahr finden Sie im aktuellen Topthema.

Foto: LP12INCH - Photocase
Hilfe für Mitarbeiter, die helfen wollen:
Die Börse für soziales und ökologisches Engagement

Mitarbeiter, die sich engagieren wollen, finden in der Börse für soziales und ökologisches Engagement der REWE Group konkrete Angebote für ein Ehrenamt. Was bietet die Börse für interessierte Mitarbeiter am Standort Köln, wie wird sie angenommen, wie entwickelt sie sich? one sprach mit Andrea Dederichs und Teresa Jobke.

Andrea Dederichs

one: Die Börse für soziales und ökologisches Engagement gibt es seit zwei Jahren im InfoNet. Wie hat sich die Nachfrage entwickelt?
Andrea Dederichs: Seit dem Start der Börse Ende 2013 steigt die Nachfrage stetig. Das betrifft sowohl die Anzahl von Mitarbeiter-Anfragen als auch die Anzahl sozialer oder gemeinnütziger Einrichtungen, mit denen wir im Rahmen der Börse zusammenarbeiten. So konnten wir die Zahl der eingestellten Gesuche in den vergangenen zwei Jahren verdoppeln. Beliebt sind vor allem Garten- oder Renovierungsaktionen, da viele Kollegen etwas Bleibendes schaffen wollen.

Seit dem Sommer dieses Jahres erreichten uns zudem vermehrt Anfragen zur Flüchtlingshilfe. Dies haben wir aufgegriffen und den Bereich „Unterstützung von Flüchtlingen“ in der Börse neu geschaffen. Dort stellen wir aktuelle Gesuche von Kölner Einrichtungen ein, die in diesem Themenfeld tätig sind.

one: Wie viele Angebote finden sich aktuell in der Börse?
Andrea Dederichs: Die Börse bietet derzeit insgesamt rund 50 Angebote im sozialen und ökologischen Bereich. Darunter das Verteilen von Lebensmitteln an Bedürftige, der Bau eines Geheges im Tierheim, die Unterstützung im Theater, das Renovieren von Räumen, Ausflüge mit Senioren oder auch die Grünpflege im Naturschutzgebiet. Auch zukünftig möchten wir ein facettenreiches Angebot an Helfergesuchen anbieten.
Von Anfang an war es uns wichtig, Informationen rund um das ehrenamtliche Engagement in der Börse anzubieten. Diese finden Sie im Infonet unter „Links und Wissenswertes“ . Zudem haben wir häufige Fragen und Antworten (FAQ) zum Ehrenamt, sowie eine Auflistung von Abgabestellen für Kleider, Kinderspielzeug und Möbel in Köln zusammengetragen.

one: Wie kommt die Börse zu den Projektangeboten? Kommen die Angebote beziehungsweise Institutionen auf Sie zu oder ist es umgekehrt?
Andrea Dederichs: Wir kooperieren seit Jahren gut mit Einrichtungen wie den Tafeln, dem Büro für Bürgerengagement der Arbeiterwohlfahrt Köln, der Caritas oder der Umweltorganisation BUND Köln. Gemeinsam mit den Einrichtungen haben wir Kriterien aufgestellt, die ein Engagement erfüllen muss, um darin aufgenommen zu werden. Wichtig ist uns, dass sich unsere Mitarbeiter in ihre Freizeit engagieren können. Die Projektangebote müssen also mit den Arbeitszeiten im Unternehmen vereinbar sein. Auch die Einrichtungen selbst haben Bedingungen. Beides zusammen bildet den Rahmen für die Auswahl. Wir tauschen uns zudem regelmäßig  zu den jeweiligen Bedarfen aus. Die Gesuche, die zu den erarbeiteten Kriterien passen, stellen wir dann in die Börse ein.

Teresa Jobke

one: Das Thema „Flüchtlingshilfe“ ist ja aktuell besonders stark nachgefragt. Welche Gesuche findet man in diesem Bereich?
Teresa Jobke: Interessenten können zum Beispiel Sachspenden abgeben oder sortieren, sie können Verwaltungs- und Koordinierungsaufgaen übernehmen oder die Räume und Außenanlagen der Flüchtlingsunterkünfte verschönern. Erste Teams konnten wir bereits erfolgreich vermitteln.

one: Was steht nun auf der Agenda der Börse? Gibt es Pläne, neue Projekte?

Andrea Dederichs: Wir möchten die Börse für soziales und ökologisches Engagement immer nach dem aktuellen Bedarf weiterentwickeln. Wir beobachten, wo sich die Mitarbeiter engagieren möchten und sprechen daraufhin mit unseren Kooperationspartnern. Gerne nehmen wir aber auch Hinweise von Kollegen auf einen potenziellen  Kooperationspartner entgegen. Wichtig ist uns, in der Börse Erfahrungsberichte von Kollegen zu veröffentlichen. Sie können anderen Teams bei der Suche nach einem Projekt helfen. Die Börse wird also kontinuierlich ausgebaut. Ich möchte alle dazu einladen, ab und an einmal reinzuschauen.

one: Wie finde ich als Mitarbeiter das Projekt, das zu mir passt?

Teresa Jobke: Die Börse veröffentlicht Angebote in den drei Rubriken „privates Engagement“ und „Engagement im Team“ oder „Unterstützung für Flüchtlinge“. Einfach mal stöbern, bei Interesse beraten und vermitteln wir auch gerne. Die weitere Planung des Einsatzes erfolgt dann direkt zwischen Helfenden und Hilfesuchenden.

So helfen die Mitarbeiter der REWE Group

Ob für Menschen in Not, Kinder oder die Umwelt: REWE Group-Mitarbeiter engagieren sich häufig in ihrer Freizeit ehrenamtlich für andere. one hat einige Beispiele stellvertretend für die zahlreichen Engagements von Mitarbeitern der REWE Group gesammelt. Durch einen Klick auf den jeweiligen Link gelangen Sie direkt zu den Beispielen aus den Bereichen Kinder, Umwelt, Nachbarschafts- und Nothilfe und Flüchtlinge.

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