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ArticleId: 2121magazineDie Doku „Punk, Ikone, Aktivistin“ zeichnet Vivienne Westwoods Leben reich bebildert nach. Und im Doku-Drama „Der Spitzenkandidat“ mischt Regisseur Jason Reitman authentische Bilder aus den 80er Jahren und Spielszenen mit Hugh Jackman. Die one_Filmtipps des Monats.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/9/1/csm_Unterhaltung_0119_mgt_st_b16ebd13c2.jpgPunk und PolitikFilme & Co. des Monats
Unterhaltung
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Filme & Co. des Monats

Punk und Politik

18.12.2018
von Edda Bauer

Schon als sie Ende der 70er Jahre maßgeblich die Punk-Mode mitkreierte, ging es Vivienne Westwood auch um Gesellschaftspolitik. Die Doku „Punk, Ikone, Aktivistin“ zeichnet ihr Leben reich bebildert nach. Authentische Bilder aus den 80er Jahren und Spielszenen mit Hugh Jackman mischt Regisseur Jason Reitman in seinem Doku-Drama „Der Spitzenkandidat“. Und in 10 Folgen „Succession“ artet die Firmenpolitik des alternden Medienmoguls Logan Roy in brillant bösen Satire-Punk aus.

Kino 1
Westwood – Punk, Ikone, Aktivistin

„Am besten, wir bringen es schnell hinter uns.“ Dann mal los: englische Provinz, Arbeiterviertel, Grundschullehrerin, 1. Sohn, London Flohmarkt, Malcolm McLaren, 2. Sohn, „Sex“ Shop, Zwangsjacke, Reißverschlüsse, Sex Pistols, Kleidung = Haltung = Kultur = Selbst, breite Hüften, unten ohne, 2x British Designer of the Year, Ehe mit Modestudent, Stopp der Expansion der eigenen Marke. Punk, Ikone, Aktivistin nennt Regisseurin Lorna Tucker das Objekt ihrer Betrachtung. Vivienne Westwood würde zu alledem lieber schweigen – was, Gott sei Dank, nie klappt.

Lorna Tucker

Drei Jahre lang hat die Londonerin Lorna Tucker Vivian Westwood begleitet, zu den Laufstegen in Paris und Mailand, aber auch in die Antarktis, wo Westwood als „Liberty“-Aktivistin auf die Erderwärmung aufmerksam machen möchte. Die Lebensläufe der Regisseurin und ihrer Protagonistin ähneln sich: Beide sind Autodidaktinnen, waren und sind alleinerziehende Mütter, kennen die Modewelt (Tucker war Model) und haben sich der Aufklärung verschrieben. Tuckers kommende Doku „Amá“ handelt von der Zwangssterilisation indigener Frauen in den USA.

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Filmgenre: Dokumentation
Filmlänge: 80 Minuten
Regie: Lorna Tucker
Mit: Vivienne Westwood, Kate Moss, Andreas Kronthaler, Christina Hendricks, Andre Leon Talley 

Altersfreigabe: o. A. 
Verleih: NFP
Kinostart: 20.12.2018 

Kino 2
Der Spitzenkandidat

Wie politisiert der Alltag in den USA unter Ronald Reagan war, beweist ein Film, der wenig mit Reagan, aber viel mit seinem demokratischen Gegenkandidaten Gary Hart zu tun hat. Ausschließlich mit Fakten gestützten Reden machte sich Hart 1984 und 88 zum Spitzenkandidaten für das Amt des Präsidenten. Drei Wochen, eine angebliche Affäre und seine überhebliche Ignoranz gegenüber der Presse brauchte es, um ihn ins entpolitisierte Nirwana zu schießen. Regisseur Jason Reitman („Juno“, „Up In the Air“) hat daraus ein Doku-Drama mit dem Prädikat „besonders politisch“ gemacht.

Hugh Jackman

Er war einer der ersten Marvel Comic-Helden dieses Kino-Jahrhunderts und zweifellos der erfolgreichste. Als Hugh Jackman 2000 als Wolverine in der „X-Men“-Verfilmung auftauchte, war schnell klar, dass es sich bei dem Australier um mehr als nur einen Darsteller in albernem Kostüm handelt. Die beiden hochgradig erfolgreichen Spin-Offs „Wolverine“ (2013) und „Logan“ (2017) bewiesen den Eindruck. Persönlich aber schlägt das Herz des 50-Jährigen für das Musical. Prompt wurde er 2013 als bester Darsteller der opulenten Verfilmung von "Les Misérables" für den Oscar nominiert.

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Filmgenre: Drama/Biografie
Filmlänge: 112Minuten
Regie: Jason Reitman
Mit: Hugh Jackman, Vera Famiga, J.K. Simmons, Alfred Molina, Sara Paxton, Kaitlyn Dever

Altersfreigabe: ab 12 
Verleih: Sony Pictures Germany
Kinostart: 17.1.2019

DVD
Succession

Medienmogul Logan Roy macht sich zum 80. selbst das größte Geschenk: er degradiert die vier Kinder zu Teilhabern, um wieder höchstpersönlich über sein Imperium herrschen zu können. Doch kurz bevor die Sippschaft zähneknirschend die Verträge unterschreiben kann, erleidet der Patriarch einen Schlaganfall. Der Kampf um Macht und Nachfolge ist damit eröffnet. In „Succession“ kommt zusammen, was in vieler Augen zusammen gehört: die Ruchlosigkeit des US-amerikanischen Geldadels und die Dummdreistigkeit von „The Office“, zu Deutsch „Stromberg“. Wer die Denver Clan-haftigkeit des Piloten stoisch erträgt, wird in den folgenden neun Episoden in die totale Satire verwickelt.

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Genre: Satire/Drama
Länge: 500 Minuten
Entwickler: Jesse Armstrong
Darsteller: Brian Cox, Hiam Abbass, Jeremy Strong, Kieran Culkin, Sarah Snook, Alan Ruck 

Altersfreigabe: ab 16
Vertrieb: Warner Home Video
Im Handel ab: 13.12.2018 

Homepage
#whatthefact

Warum nicht das neue Jahr mit ein paar verbrieften Fakten beginnen? Etwa, dass die Kriminalität in Deutschland in den letzten 10 Jahren stark gesunken ist, die mediale Aufmerksamkeit dafür aber überproportional gestiegen. Oder dass es weltweit mehr Menschen gibt, die dem Mittelstand zugerechnet werden können als jemals zuvor. Basierend auf verlässlichen Quellen hat sich die privat finanzierte Stiftung der Münchener Familie Nemetschek der Faktenfindung und der Stärkung der Demokratie verschrieben. Das geht auch spielerisch, wie der Fakten-Test beweist.

Art: Homepage/Bildung
Erhältlich für: jede Art Browser

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