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REWE gibt langfristige Beschäftigungssicherung für Mitarbeiter
ArticleId: 1073magazineDas Kind braucht dringend eine Betreuung? Die Mutter wird plötzlich zum Pflegefall? In solchen Krisensituationen können REWE-Mitarbeiter auf ihren Arbeitgeber bauen. Zwei Kollegen erzählen, wie die schnellen Unterstützungs-Angebote ihnen durch schwierige Situationen halfen.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/1/b/csm_Buf_AWO_ServiceMitarbeiter_mgt_st_7102b75a95.jpgHilfe für viele LebenslagenService für REWE-Mitarbeiter
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von Bettina Rees
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Das Kind braucht dringend eine Betreuung? Die Mutter wird plötzlich zum Pflegefall? Und Sie wollen und müssen arbeiten, konzentriert und zielgerichtet? In solchen Krisensituationen können REWE-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Unterstützung durch den Arbeitgeber bauen.

Mitarbeiter sind nicht nur Arbeitskräfte, sondern auch Tochter oder Sohn und häufig überdies Mutter oder Vater. Oft sind familiäre Bindungen wichtige Stützpfeiler und geben Halt im Leben. Aber ebenso oft können sie Auslöser für größere oder kleinere Krisen sein. Und solche persönliche Sorgen begleiten einen dann überall hin wie das Familienfoto im Portemonnaie – also auch auf die Arbeit...

Erfahrungsberichte aus der REWE West
„Ein Stein vom Herzen“

Die REWE-Region West war die erste Region, die sich für den AWO-Elternservice entschied. Seit einigen Jahren hat sie nun Erfahrung mit dem Service - und zwar nur gute, sagen ein Personalverantwortlicher, der einen Kurzzeitpflegeplatz für seine Mutter suchte, eine Berufsrückkehrerin, die damit den dringend benötigten Kita-Platz fand, und die Koordinatorin der Kooperation.

Friedhelm Scholz, Leiter HR-Kompetenzcenter West

Alles lief so unkompliziert

Fast zeitgleich mit dem Tod meines Vaters hatte meine an Demenz erkrankte Mutter vor zwei Jahren einen Unfall und musste ins Krankenhaus. Es war völlig klar, dass sie sich nach der Entlassung nicht alleine versorgen konnte, mein Bruder und ich sind aber beide berufstätig und konnten uns nicht im nötigen Maß kümmern.
Der Entlassungstermin nahte und wir suchten intensiv nach einem Kurzzeitpflegeplatz für sie. Aber die Anrufe in den Senioreneinrichtungen liefen total ins Leere. Die einen hatten keinen Kurzzeitpflegeplatz frei, die anderen keine Kapazitäten mehr, um demente Senioren aufzunehmen.
Mein Bruder und ich rotierten – und darüber vergass ich als „Personaler“, der intensiv mit dem Thema Beruf und Familie befasst ist, dass wir ja im Unternehmen selbst ein Netzwerk haben. Angelika Winter von unserem Betriebsrat erinnerte mich dann an die AWO-Hotline...

An einem Donnerstag Mittag rief ich dort an. Eine halbe Stunde später etwa meldete sich ein AWO-Berater aus der Region, in der wir etwas für meine Mutter suchten. Am nächsten Tag hatten wir einen Platz in einer Nachbarstadt. Von heute auf morgen war uns erst einmal geholfen. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Ich war fasziniert von der Schnelligkeit, der hohen Kompetenz der AWO-Experten, davon, wie strukturiert und systematisch sie im Gespräch unseren Bedarf ermittelten. Und alles lief so unkompliziert...

Letztendlich haben wir das Angebot des AWO-Elternservices nicht genutzt. Durch Zufall hat mein Bruder noch einen Kurzzeitpflegeplatz in einem Heim in unserer Heimatstadt gefunden, wo sowohl er als auch meine Mutter leben. Das war natürlich für alle Beteiligten einfacher.

Irina Kreutz, Sachbearbeiterin im HR-Kompetenz Center der REWE West

Ein Kita-Platz nach nur zwei Tagen

Meine Tochter wurde im September 2014 geboren, ab November 2014 begab ich mich auf die Suche nach einer Kita und meldete meine Tochter überall in der Umgebung an. Im Sommer 2015 realisierte ich dann, wie hoffnungslos die Situation bei uns in Bergisch Gladbach ist. Verschärfend kam hinzu, dass ich nach 1,5 Jahren Elternzeit im März 2016 wieder im Beruf einsteigen wollte. Also mitten im Kitajahr. Die Kitas nehmen in der Regel aber immer erst nach den Sommerferien, im August, neue Kinder auf...

In dieser Situation besuchte ich mit meiner Tochter meine Arbeitsstelle und traf auf Eva Buglowski, die mir den Flyer des AWO-Familienservice mit der Hotline-Nummer gab.

Daraufhin ging alles ganz schnell. Freitags hatte ich beim AWO-Familienservice angerufen. Montags kam per E-Mail eine Zusage für eine von der AWO betriebenen Kita im Nachbarort. Und eine Woche später hatte ich dann einen Platz ab April in meiner Wunschkita in unserer Nachbarschaft.

Der Kompromiss: Ich verlängerte meine Elternzeit um zwei Monate, was von Seiten meines Arbeitgebers völlig reibungslos ging. Im April gewöhnte ich in Ruhe meine Tochter ein, seit Mai arbeite ich nun wieder.

Interview
„Unterstützung in kürzester Zeit“

Schnell und zuverlässig: Eva Buglowski, HR-Expertin im Kompetenz Center bei der REWE West, über ihre Erfahrungen mit dem AWO-Elternservice

Eva Buglowski, HR-Expertin im Kompetenz Center bei der REWE West

one: Frau Buglowski, der Westen war die erste REWE-Region, die mit dem Elternservice der AWO kooperiert hat. Seit rund vier Jahren nutzen REWE-West-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Angebot. Wie sind Ihre Erfahrungen?

Eva Buglowski:
Das Angebot ist rundum eine sehr gute Sache. Die Kolleginnen und Kollegen, die den AWO-Service in Anspruch nehmen, empfinden ihn als zuverlässig, schnell und wirksam. Wer heute Unterstützung benötigt und die Hotline anruft, erhält in der Regel am selben Tag einen Rückruf von einem Experten. Und in der Regel wird innerhalb weniger Tage ein Lösungsvorschlag unterbreitet.

one: Das geht ja wirklich schnell...

Eva Buglowski: Die AWO hat bundesweit ein enorm großes Netzwerk an Experten, und diese sind wirklich sehr bemüht. Das zeigen auch die Beispiele von Irina Kreutz und Friedhelm Scholz.

one: Der Service wendet sich an ausnahmslos alle Mitarbeiter des Unternehmens?

Eva Buglowski: Ja, und der Service funktioniert immer gut, unabhängig davon, ob die Mitarbeiter in Ballungszentren oder in ländlichen Gebieten Unterstützung benötigen. Aber auch Führungskräfte nutzen das Angebot. Dazu muss man wissen, das die REWE-Regionen West und Ost beim AWO-Elternservice neben der Vermittlung von Kinderbetreuung und Pflege das Dienstleistungsangebot „Beratung in belastenden Situationen“ anbieten - nicht nur für betroffene Kollegen selbst, sondern auch für Führungskräfte, die sich um einen Mitarbeiter Sorgen machen. Einen solchen Service gibt es übrigens auch für die anderen REWE-Regionen und die Zentrale: Deren Mitarbeitern steht die Sprechstunde zur persönlichen Beratung des betriebsärztlichen Dienstes B.A.D. zur Verfügung.

one: Wie hoch sind die Hemmschwellen bei Betroffenen, die AWO-Hotline zu nutzen?

Eva Buglowski: Die Hürde ist bewusst sehr niedrig gehalten, damit die Mitarbeiter sich leichter Unterstützung holen: Der Service ist für die Mitarbeiter der verbundzertifizierten Märkte kostenlos. Das war uns wichtig, denn die wenigsten haben die finanziellen Mittel, eine Beratungsleistung zu bezahlen. Man muss der Telefonhotline einzig und allein sagen, dass man bei REWE arbeitet. Denn wir als Arbeitgeber wollen gar nicht wissen, wer sich warum an den Elternservice der AWO wendet. Wir freuen uns aber natürlich, wenn das Angebot genutzt wird - nicht zuletzt, weil wir uns damit als mitarbeiterorientiertes Unternehmen hervorheben können.

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