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ArticleId: 2708magazineExperten warnen schon seit Wochen, dass die häusliche Gewalt wegen der Coronavirus-Maßnahmen steigen könnte. Bundesfrauenministerin Franziska Giffey will nun mit einer Aktion gegensteuern – und holt sich Unterstützung von REWE und PENNY.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/5/2/csm_Kampagne_Corona_haeusliche_Gewalt_standard_teaser_b09662a3aa.jpgREWE und PENNY unterstützen Aktion gegen häusliche GewaltInfo-Kampagne
Strategie
REWE Group
Gegen häusliche Gewalt: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey stellte die Aktion im Berliner REWE-Markt in der Ackerhalle vor
Info-Kampagne

REWE und PENNY unterstützen Aktion gegen häusliche Gewalt

30.04.2020

Experten warnen schon seit Wochen, dass die häusliche Gewalt wegen der Coronavirus-Maßnahmen steigen könnte. Bundesfrauenministerin Franziska Giffey will nun mit einer Aktion gegensteuern – und holt sich Unterstützung von REWE und PENNY.

Seit Wochen hocken Familien und Paare bundesweit aufgrund des verhängten Corona-Kontaktverbots zusammen, oft auf sehr begrenztem Wohnraum. Dazu kommen finanzielle Ängste, wenn der Verlust des Arbeitsplatzes droht und Einkünfte wegbrechen. Experten befürchten daher einen Anstieg der häuslichen Gewalt.

Aus diesem Grund hat Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey gestern (29.4.) die bundesweite Aktion „Zuhause nicht sicher?“ gestartet. Gemeinsam mit Deutschlands großen Einzelhandelsketten, darunter REWE und PENNY, will die Initiative „Stärker als Gewalt“ des Bundesfrauenministeriums Menschen unterstützen, die in der aktuellen Situation von häuslicher Gewalt betroffen sind oder die Betroffenen helfen wollen. Bundesweit werden in etwa 26.000 Supermärkten Plakate im Kassenbereich, an den Ein- und Ausgängen und an den Schwarzen Brettern aufgehängt, die über die Initiative und Hilfsangebote informieren. Auch auf der Rückseite vieler Kassenzettel finden sich Informationen über „Stärker als Gewalt“.

Supermärkte und Discounter spielen wichtige Rolle

„Gerade in der Corona-Zeit spielt sich bei den meisten Menschen fast das gesamte Leben zu Hause ab", sagte Giffey am Mittwoch bei einem Besuch im REWE-Markt in der Berliner Ackerhalle. Sich im eigenen Zuhause nicht sicher zu fühlen, sei ein „unerträglicher Zustand“. Weil vielerorts Ausgangsbeschränkungen gelten, komme den Supermärkten und Discountern eine Schlüsselrolle zu: „Bei der Information über diese Hilfsangebote spielen Supermärkte eine wichtige Rolle, denn sie gehören zu den wenigen öffentlichen Orten, die zurzeit regelmäßig aufgesucht werden", sagte Giffey.

REWE und PENNY unterstützen die Aktion

 „Häusliche Gewalt muss bekämpft werden, egal ob sie sich gegen Frauen oder Männer richtet. Insofern unterstützen wir in unseren über 3.000 REWE- Märkten in ganz Deutschland die Initiative „Stärker als Gewalt“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Sie zeigt Wege zur Hilfe auf, wie jede und jeder von uns Gewalt erkennen und beenden kann“, sagt Peter Maly, bei der REWE Group als Bereichsvorstand für die REWE Märkte in Deutschland verantwortlich.

Auch PENNY ist als Unterstützer dabei: „In der Corona-Krise wird es für Betroffene von häuslicher Gewalt noch schwieriger, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Umso wichtiger ist es, Betroffene und auch ihr Umfeld, wie zum Beispiel Nachbarinnen und Nachbarn, zu erreichen und über Hilfsangebote zu informieren. Daher unterstützt PENNY gerne die Initiative des Bundesministeriums“, sagt Stefan Magel, Bereichsvorstand Handel Deutschland PENNY.

Außer REWE und PENNY beteiligen sich Aldi Nord und Süd, Edeka, Lidl, Netto und Real an der Aktion.

Gewalt in Familien nimmt zu

Bereits zu Beginn der Krise hatten Experten davor gewarnt, dass die soziale Kontrolle durch Schulen, Kitas sowie Freunde und Bekannte wegen der Ausgangsbeschränkungen entfalle. «Schon vor den Ausgangsbeschränkungen durch die Corona-Epidemie wurde in Deutschland an jedem dritten Tag eine Frau von ihrem Partner umgebracht», sagte die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Nadine Schön. Sie befürchtet, dass die Gewalt zunehme, weil Familien seit Wochen ohne Kontakte zu anderen Menschen eng beieinander lebten. Das gilt insbesondere auch für Kinder: "Vor dem Shutdown kamen etwa 60 Prozent der Meldungen von Schulen, Kitas und aus Kinderarztpraxen", sagte der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, der "Rheinischen Post". Während der Corona-Pandemie fallen diese Einrichtungen als Kontrollinstanzen häufig weg.

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