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ArticleId: 517magazineEin Gespräch mit zweien, die bleiben wollen, einem, der blieb und einem, der seine Erfahrung in Málaga niemals missen möchte.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/f/1/csm_REWE_Syst_mgt_standard_b768ca2be5.jpgREWE Systems: Azubi-Austausch mit Berufsschule in Málaga¡Viva Alemania!
Die beiden Praktikanten aus Spanien, Jairo José Martín Cabello und Robin Cornelio Thomas mit Michael Wulff, Dietrich Tim und Antonio Javier Mota García (v. l.)
Beruf & Leben
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REWE Systems: Azubi-Austausch mit Berufsschule in Málaga
¡Viva Alemania!
von Judith Morgenschweis

Bereits mehrfach waren Auszubildende der REWE Systems in Málaga, um Auslandserfahrung zu sammeln. Umgekehrt kommen Auszubildende aus Spanien zur REWE Systems. Ein Gespräch mit zweien, die bleiben wollen, einem, der blieb und einem, der seine Erfahrung in Málaga niemals missen möchte.

„Köln ist eine coole Stadt. Hier ist immer was los.“ Jairo José Martín Cabello strahlt. Seit neun Wochen absolviert der spanische Auszubildende ein Praktikum bei der REWE Systems und ist begeistert. Er möchte unbedingt in Deutschland bleiben, und wenn es bei der REWE Systems nicht mit einer Anstellung klappt, dann in einem anderen IT-Unternehmen.

Jedes Jahr kommen Auszubildende des Instituto de Educación Secundaria in Campanillas nahe Málaga für ein Praktikum nach Köln. Ein bis zwei von ihnen kommen zur REWE Systems. Umgekehrt fahren jährlich bis zu zwölf Auszubildende des Georg-Simon-Ohm-Berufskollegs nach Málaga, um dort Auslandserfahrung zu sammeln, darunter auch einige Male Azubis der REWE Systems.

Jairo José Martín Cabello

Für Jairo José Martín Cabello ist das Praktikum der Abschluss seiner Ausbildung zum Technician in Microcomputer Systems and Networks. In Spanien ist die Ausbildung zweigeteilt: Nach dem theoretischen Teil folgt der praktische Teil. Wer möchte, kann diesen Part im Ausland absolvieren. Der 18-jährige Jairo José hat die Gelegenheit beim Schopf gegriffen und sein Praktikum bei der REWE Systems als Einstiegstor nach Deutschland genutzt. Er möchte bleiben und hat inzwischen eine befristete Stelle für seine Zeit nach dem Praktikum.

Robin Cornelio Thomas

Auch Robin Cornelio Thomas ist auf der Suche nach einem Job in Deutschland. Er ging vor 15 Jahren mit seiner Familie nach Spanien. Dort schließt er nun seine Ausbildung zum Higher Technician in Development of Web Applications ab. Für ihn mag Deutschland nicht ganz so aufregend sein. Die Chance wieder in seiner Heimat zu arbeiten, möchte er jedoch nutzen. Der 25-Jährige bringt Berufserfahrung mit, denn vor der Ausbildung zum Higher Technician hat er bereits bei einem Unternehmen für mobile Anwendungen gearbeitet.

Antonio Javier Mota García

Antonio Javier Mota García hat es geschafft. Vor zwei Jahren kam er im Rahmen des Austauschs zur REWE Systems – und blieb. Er entwickelte damals einige Software-Komponenten im Umfeld des System-Managements, die bis heute erfolgreich im Einsatz sind. „Die spanischen Praktikanten sind in der Regel sehr gut ausgebildet und erzielen bereits nach kurzer Einarbeitungszeit beachtliche Resultate“, betont Michael Wulff, der seit neun Jahren am Austauschprogramm beteiligt ist. Inzwischen hat Antonio Javier Mota García eine Festanstellung im Entwicklungsbereich der REWE Systems und dank eines Sprachkurses spricht er sehr gut Deutsch. Zuvor lief die Verständigung in Englisch. „Junge Leute gehen immer häufiger von Spanien ins Ausland“, erzählt er. Für ihn jedenfalls sei es kein Problem gewesen, das Umfeld zu wechseln.

Und das, obwohl das Bild der Spanier von Deutschland nicht nur positiv ist: „Viele glauben, dass es in Deutschland sehr stressig ist“, meint Robin Cornelio Thomas.

Dietrich Tim

Und die Deutschen? Haben sie ein Bild von Spaniern, die vor allem Siesta machen? Dietrich Tim hat vor drei Jahren an dem vierwöchigen Austausch mit Málaga teilgenommen. Ja, es stimme schon, dass mittags eine lange Siesta eingelegt werde, aber: „Dafür arbeiten die Menschen dort abends auch länger.“ Und in manchen Unternehmen ist die Siesta inzwischen auch passé, wie Robin Cornelio Thomas weiß.

Dietrich Tim will die Zeit in Málaga auf keinen Fall missen: „Man bekommt nicht nur einen Einblick in die Arbeitsweise dort, man lernt auch das Land von einer ganz anderen Seite kennen. Die Leute sind entspannter, offener, sehr freundlich und herzlich.“

Dagegen schätzt Antonio Javier Mota García an seinem deutschen Arbeitsumfeld die Ruhe und den Umgang miteinander: „Hier ist es viel leiser in den Büros, weil die Deutschen während der Arbeitszeit nicht so viel reden. Auch der Umgang ist sehr respektvoll.“

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