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ArticleId: 362magazineWo und wie kommt die REWE Group an den heiß umworbenen studierten Nachwuchs? Und was erwarten Hochschulabsolventen eigentlich von ihrem Arbeitgeber in spe? Antworten und Adressen fürs Weiterkommen.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/7/8/csm_03_TT_Hochschul_mgt_standard_647e38d67c.jpgKampf um die TalenteHochschulmarketing
Hochschulmarketing
Kampf um die Talente
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Wo und wie findet ein Handelsunternehmen wie die REWE Group in Zeiten des Demografiewandels studierten Nachwuchs? Das erläutert Nicole Ewald, die den Fachbereich Personalmarketing Konzern mit Schwerpunkt Hochschulmarketing leitet.
Nicole Ewald

one: Frau Ewald, was ist Hochschulmarketing?
Nicole Ewald: Hochschulmarketing umfasst alle Aktitivitäten des Bereichs Personalmarketing Konzern, mit denen sich die REWE Group in der Zielgruppe „Studierende/künftige Hochschulabsolventen“ als potenzieller Arbeitgeber positioniert.

one: Welche Rolle spielt der Bereich Hochschule für das Personalmarketing der REWE Group?
Nicole Ewald: Seit rund fünf Jahren wird dem Hochschulmarketing ein zunehmend hoher Stellenwert beigemessen. Dazu gehören beispielsweise unsere Praxisprojekte mit verschiedenen Hochschulen. Das machen wir sehr gerne, denn die Studierenden erhalten Einblicke in die Praxis von u.a. Vertrieb, Marketing oder HR unseres Unternehmens und erleben unsere vielseitige, spannende Arbeitswelt - und wir bekommen wertvollen Input durch die Hochschüler.

one: Was bringen diese Praxisprojekte der REWE Group?
Nicole Ewald: Für uns ist es eine Chance, die Zielgruppe der Studierenden zu erreichen. Denn nicht alle sehen die REWE Group als Top-Arbeitgeber. Viele denken bei einem Handelsunternehmen an ihre täglichen Einkaufsstätten, und sie haben Vorurteile in Bezug auf Bezahlung oder Arbeitszeiten. Die Welt hinterm Supermarkt kennen viele nicht. Die Vielfalt unseres Unternehmens als Handels- und Touristikkonzern zu zeigen, das ermöglichen uns die Praxisprojekte.

one: Woher wissen Sie, dass sich Ihr Engagement an den Unis lohnt?
Nicole Ewald: Natürlich ist es schwierig zu messen, wieviele Bewerbungen durch unsere gesamten Hochschulaktivitäten tatsächlich zustande kamen. Aber der persönliche Kontakt wird zunehmend wichtiger, wir bleiben bei den Studierenden im Kopf. Von den Praxisprojekt-Studenten der Uni Münster haben wir zum Beispiel ein sehr positives Feedback bekommen was unsere fachliche und persönliche Betreuung betrifft.

one: Die REWE Group trifft die Zielgruppe auch auf Messen?
Nicole Ewald: Die größte Messe für uns ist er Absolventenkongress, der in Köln, also vor der Haustür stattfindet. Für uns eine wichtige Imageveranstaltung, bei der sich alle größeren SGEn national präsentieren. Dann gibt es viele kleinere Campus-Messen. Auch sehr wichtig für uns ist die Jobmesse für Frauen, Women & Work, die jährlich in Bonn stattfindet. Für uns ist die Präsenz dort immer ein großer Erfolg. Die Besucherinnern küren jedes Jahr die drei besten Messeauftritte. Wir haben bereits zweimal den dritten Platz belegt.

one: Mit welchen Anliegen und Fragen kommen die Studenten auf den Messen zu Ihnen?
Nicole Ewald: Sie fragen vermehrt nach Praktika und Trainee-Programmen. Insgesamt wirken sie ein Stück weit orientierungsloser als noch vor ein paar Jahren, einige wissen wegen der Umstellung auf Bachelor und Master noch nicht, wo die Reise hingeht. Es fehlen teilweise praktische Erfahrungen und auch die Spezialisierung auf bestimmte Fachgebiete.

Konkretere Fragen drehen sich um berufliche Entwicklungsmaßnahmen und um das Thema Vereinbarkeit von Leben und Arbeiten. Auch die Nachhaltigkeitsprojekte sind von Interesse. Dass wir hier so engagiert sind, kommt bei den Studierenden extrem gut an.

one: Wenn Sie für Ihren Bereich Hochschulmarketing einen Wunsch freihätten....
Nicole Ewald: .... dann würde ich mir von den Hochschulen wünschen, den Studierenden mehr Zeit für Praktika einzuräumen! Ab Januar 2015 wird ja der Mindestlohn für Praktikanten eingeführt. Ich habe Sorge, dass dann in den Unternehmen die Praktikumsstellen zurückgehen und nur noch Plätze für Pflichtpraktika angeboten werden. Studenten, die sich freiwillig für ein Praktikum bewerben, hätten dann geringere Chancen als bislang. Praktika sind aber für Unternehmen und Studenten gleichermaßen von Nutzen. Von daher wäre es gut, wenn die Hochschulen sich mehr und mehr auf die geänderten Rahmenbedingungen einstellen würden.

one: Wie lange sollte ein Praktikum dauern?
Nicole Ewald: Optimal für alle Seiten wäre ein Zeitraum von vier bis sechs Monaten. Das ist kaum noch realistisch. Aldi hat sich auf die Hochschulen eingestellt und bietet kompakte Schnupperpraktika à vier Wochen an. Für das Unternehmen sicher ein großer Aufwand. Aber es geht ja auch um eine viel umworbene Zielgruppe.

Mehr Infos: www.facebook.com/REWEGroupKarriere

Umfrage
Was Studis wollen ...
... von ihrem künftigen Arbeitgeber: Ergebnisse einer Umfrage.

Vorweg: Seit Jahren befragt die Kölner Unternehmensberatung Universum Communications Studierende deutscher Hochschulen danach, welche Faktoren einen Arbeitgeber für sie attraktiv machen, was ihnen für den Berufseinstieg sowie ihren Karriereverlauf wichtig ist.

Die Studie wird nach Fakultäten aufgeschlüsselt. Im folgenden stellen wir drei Ergebnisse aus der Umfrage unter Wirtschaftswissenschaftlern in spe vor, einem für unser Unternehmen relevanten Studiengang.  

Insgesamt gaben 10.581 Studierende der Wirtschaftswissenschaften aus 202 Hochschulen Antwort, 55 Prozent Frauen und 45 Prozent Männer.

1. Was einen Arbeitgeber für Studierende attraktiv macht: Die Top 10 – klicken Sie sich durch bis auf Platz 1
2. Von welchen Karrierezielen*) Studierende träumen:
  1. Eine ausgewogene Work-Life-Balance (61 %) **)
  2. Ein sicherer und beständiger Job (47 %)
  3. Führungskraft mit leitender Funktion (42 %)
  4. Intellektuell herausgefordert sein (41 %)
  5. Internationale Laufbahn (33 %)
  6. Unternehmerisch oder kreativ / innovativ sein (32 %)
  7. Selbständig oder unabhängig sein (22 %)
  8. Sich dem Gemeinwohl widmen / das Gefühl, dem öffentlichen Wohl zu dienen (12 %)
  9. Technischer / Fachexperte sein (9 %) 

*) Die Karriereziele beziehen sich auf die langfristigen Erwartungen, die Studierende an ihre Beschäftigung haben. Die Befragten wählten aus den ihnen vorliegenden Antwortmöglichkeiten drei aus und priorisierten sie (1. Wahl, 2. Wahl, 3. Wahl). Jeweils zusammengerechnet ergaben sich die o.a. Prozentzahlen.

**) Damals und heute: Eine kurze Zeitreise durch die Umfragen 2009 bis 2014 ergibt: Work-Life-Balance war immer schon das wichtigste Ziel der Befragten. Dahingegen lag der „sichere und beständige Job“ im Jahr 2009 „nur“ auf Platz 6. Die „intellektuelle Herausforderung“ war 2009 die Nummer zwei.

3. Was verstehen Studierende konkret unter „Karriereziel Work-Life-Balance“?

Diese Fragen ging an diejenigen, die „Work-Life-Balance“ als ihr Karriereziel angegeben hatten.

Die vier meist genannten Antworten
Ein positives Arbeitsklima (32 %)
Familien- und Karriereplanung stören sich nicht (30%)
Ausreichende Freizeit (27%)
Flexible Arbeitszeiten (25%)

Die vier am wenigsten genannten Antworten
Geografischer Standort (5%)
Möglichkeit zur Teilzeit (4%)
Breites Angebot an außerbetrieblichen Aktivitäten (3 %)
Freizeitaktivitäten mit den Kollegen (1%)

Der kleine Unterschied: Während die Studentinnen unter „Work-Life-Balance“ an erster Stelle „Familien- und Karriereplanung stören sich nicht“ verstanden, stand für ihre männlichen Kommilitonen an erster Stelle der Punkt „Ausreichende Freizeit“....

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