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ArticleId: 3057magazineWer sich schonmal gefragt hat, wie in einem anderen Fachbereich gearbeitet wird, kann sich diese Frage nun beantworten. Mit Job Swop können jetzt Mitarbeitende der REWE Group „on-the-Job“ für einige Wochen über den Tellerrand hinauszuschauen. Drei Kollegen erzählen von ihren Erfahrungen mit dem Seitenwechsel.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/c/0/csm_jobswop_standard_teaser_febfd2a3c5.jpgEin Praktikum im eigenen UnternehmenSchau über den Tellerrand
Beruf & Leben
REWE Group
Foto: GettyImages/ level17
Schau über den Tellerrand: Job Swop

Ein Praktikum im eigenen Unternehmen

17.02.2021
von Judith Morgenschweis und Bettina Rees

Wie machen die das eigentlich? Wer darüber schonmal mit Blick auf einen anderen Fachbereich nachgedacht hat, kann sich diese Frage nun beantworten. Mit Job Swop gibt es jetzt für Mitarbeitende der REWE Group die Möglichkeit „on-the-Job“ für einige Wochen über den Tellerrand hinauszuschauen.

Carsten Pilot

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Einer der diesen Schritt bereits gegangen ist, ist Carsten Pilot, Projektleiter Vertrieb Innen/Projektmanagement/Strategie bei PENNY International. Mit ihm haben wir im Podcast darüber gesprochen, wie er von dieser Erfahrung profitiert hat. Doch nicht nur für ihn, sondern auch für seinen Vorgesetzen, Oliver Bernsmann, war es eine bereichernde Erfahrung. Ihn haben wir unter anderem gefragt, warum er seinem Mitarbeiter den Praxisaustausch ermöglicht hat.

Jens Riepe, Vertriebsleiter REWE Center national, wiederum leitet einen der Bereiche im Vertrieb national bei REWE, der Carsten Pilot eben diesen Blick über den Tellerrand in die Arbeitsweise einer anderen Geschäftseinheit ermöglicht hat. Für ihn ist ein solcher Praxisaustausch eine große Bereicherung, denn: „Wir wollen ja alle gemeinsam besser werden.“ So stellte er dem PENNY-Kollegen zunächst das Konzept, die Strategie und die Zielsetzung der REWE Center vor, bevor es in einer Markt-Tour in die Praxis ging. „Es war von Anfang an ein guter Austausch. Man hat sofort gemerkt, dass er, im Vergleich zu Kollegen aus der eigenen Geschäftseinheit, einen anderen Blick auf die Märkte und die Konzepte dahinter hat. Für ihn war natürlich die Übertragbarkeit auf den Discount interessant und in diesem Zusammenhang die Skalierbarkeit der Konzepte. Dabei hat er immer die richtigen Fragen zur richtigen Zeit gestellt. Umgekehrt war es für mich spannend, mehr über seine Kenntnisse aus dem internationalen Discount zu erfahren.“

Auch Thomas Bähner, Leiter Gastronomische Konzepte fand den Praxisaustausch spannend: „Mein Bereich war für Carsten Pilot natürlich ein ganz neues Thema, denn Gastro gibt es bei PENNY ja nicht. Da kommen dann auch ganz andere Fragen auf.“ Er stellte Carsten Pilot zunächst seinen Bereich vor, bevor es auch hier auf die Fläche ging: „Ich habe ihm verschiedene Standorte gezeigt, die unser Konzept und die Möglichkeiten von Gastro im Supermarkt besonders gut veranschaulichen“, so Bähner.

Der Blick über den Tellerrand – er geht nicht nur in eine Richtung. Es eröffnet nicht nur neue Einblicke in die Arbeit der Kollegen, sondern auch gute Möglichkeiten, sich enger über die eigene Geschäftseinheit hinaus zu vernetzen.

„Wir haben als Bereich profitiert“

Oliver Bernsmann, Funktionsbereichsleiter Vertrieb Innen / Projektmanagement / Strategie bei PENNY International im Interview

Oliver Bernsmann, Funktionsbereichsleiter Vertrieb Innen | Projektmanagement | Strategie bei PENNY International

one: Herr Bernsmann, was war Ihr erster Gedanke oder ihre erste Reaktion, als Sie mit dem Wunsch des „Jobswoppens“ konfrontiert wurden?
Oliver Bernsmann: Im Sommer 2018 habe ich von unseren HR-Kollegen bei PENNY International Informationen zum Programm #nextyou erhalten, das Potentialträger der Leitungsebene 5 unterstützt. Als optionaler Bestandteil dieses Programms war ein ein- bis dreimonatiger Praxiseinsatz in einem Fachbereich einer anderen Geschäftseinheit aufgeführt. Der Begriff „jobswoppen“ wurde in diesem Zusammenhang zwar noch nicht verwendet, aber der dahinterstehende Gedanke war identisch. Ich habe dann Kandidaten in meinem Team angesprochen und gemeinsam mit den HR-Kollegen wurde die Teilnahme an dem Programm und auch ein siebenwöchiger Einsatz meines Mitarbeiters, Carsten Pilot, bei den Kollegen der Rewe Markt GmbH organisiert.

one: Wie haben Sie die Abwesenheit von Herrn Pilot überbrückt?
Oliver Bernsmann: Ich führe ein mittelgroßes Team von zwölf Personen, in dem für Urlaubs- oder andere Ausfallzeiten natürlich eine Vertretungsregelung vereinbart ist. Eineinhalb Monate sind ein Zeitraum, der noch ganz gut zu überbrücken ist und zudem ausreichend Zeit gibt, um einen etwas tieferen Einblick in den anderen Bereich zu erhalten. Mit ausreichendem Vorlauf haben wir besprochen, welche Aufgaben Carsten Pilot vorab erledigt und was das Team dann während seiner Abwesenheit übernimmt. Außerdem war er ja nicht aus der Welt. Wir konnte ja jederzeit miteinander sprechen.

„Der Einblick in einen anderen Bereich kann eine sinnvolle Ergänzung im Gesamtkonzept der Weiterentwicklung von Mitarbeitern sein.“

Oliver Bernsmann

one: Inwiefern haben Sie und Ihr Bereich von seinem JobSwop profitiert, bspw. weil er mit neuen Anregungen, Sicht- und Arbeitsweisen in die Abteilung zurückkam?
Oliver Bernsmann: Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man sehr davon profitiert, wenn man Einblicke in andere Bereiche bekommt und Kontakte und Netzwerke aufbauen kann. Das ist im Projektmanagement besonders hilfreich, denn die Herausforderungen sind in Projektteams oft ähnlich. Die Herangehensweise jedoch kann völlig unterschiedlich sein. Sich darüber auszutauschen und dann mal einen neuen Ansatz auszuprobieren, ist extrem spannend und erweitert den Horizont ungemein. Carsten Pilot teilt seine Erfahrungen aber auch mit seinen Teamkollegen. Zu einigen spannenden Themen gab es – sozusagen als Quick Win - bereits intensiveren Austausch.

one: Welche Tipps haben Sie für andere Führungskräfte, deren Mitarbeiter jobswoppen möchten?
Oliver Bernsmann: Der Einblick in einen anderen Bereich kann eine sinnvolle Ergänzung im Gesamtkonzept der Weiterentwicklung von Mitarbeitern sein. Mit einem zeitlichen Vorlauf von mindestens zwei Monaten kann man sich als Team gut auf eine mehrwöchige Abwesenheit eines Teammitglieds einstellen und die notwendigen organisatorischen Voraussetzungen schaffen. Aus meiner Sicht sollte so ein Einsatz in einem anderen Bereich mindestens vier Wochen dauern, damit ausreichend Zeit nicht nur für das gegenseitige Kennenlernen, sondern auch für tiefergehende Eindrücke vorhanden ist. Im besten Fall entstehen so neue Arbeitskontakte, die über den Einsatzzeitraum hinaus bestehen bleiben und somit beiden Bereichen zu Gute kommen. Im Fall von Herrn Pilot haben wir als Bereich auf jeden Fall davon profitiert.

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