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Toom will mehr Transparenz

Die meisten Natursteine kommen aus China – auch bei Toom. Doch dort sind die Arbeitsbedingungen häufig schlecht. Gemeinsam mit Partner XertifiX e.V. will Toom das jetzt ändern. Wie? Das erfahren Sie hier.

Die meisten Natursteine kommen aus China – auch bei Toom. Doch dort sind die Arbeitsbedingungen häufig schlecht. Ein Dilemma - ganz aktuell übrigens am 14. März Thema im ZDF-Magazin „Frontal 21“. Wie der Beitrag zeigt, ist es aber ein Dilemma, das zumindest Toom jetzt gemeinsam mit XertifiX e.V. angeht: Beide Unternehmen haben gemeinsam einen Prozess entwickelt, der die gesamte Lieferkette von Natursteinen überprüft. Nur so können Missstände aufgedeckt – und somit auch beseitigt – werden. Hier erfahren Sie mehr über das Projekt.

Vorreiter: Als erste Baumarktkette in Deutschland hat Toom gemeinsam mit dem unabhängigen Zertifizierer XertifiX e.V. einen Prozess entwickelt, um die Lieferkette von Natursteinen bis in den Steinbruch lückenlos zu verfolgen. Durch regelmäßige Überprüfungen der Produktionsstätten trägt Toom aktiv zur Lösung sozialer und ökologischer Probleme bei der Herstellung und Verarbeitung von Natursteinprodukten bei. Zudem sind diese Natursteine mit dem Pro Planet-Label gekennzeichnet. Damit führt Toom konsequent seine Nachhaltigkeitsstrategie fort.

Dominique Rotondi

Der Hintergrund: Ein Großteil der weltweit gewonnenen Natursteine wird in Indien und China produziert. Auch Toom bezieht rund 89 Prozent seiner Natursteine aus China. Die Arbeitsbedingungen in vielen Steinbrüchen und Verarbeitungsbetrieben sind in diesen Ländern allerdings weitaus schlechter, als internationale Standards und teilweise auch die lokale Gesetzgebung verlangen. „In der Natursteinproduktion fehlt häufig die nötige Transparenz in der Lieferkette, um Problemstellungen, wie mangelnde soziale Absicherung, unzureichenden Arbeitsschutz oder Kinderarbeit auszuschließen. Als verantwortungsvoll handelndes Unternehmen ist es uns besonders wichtig, die Herkunft der Natursteine, den ausreichenden Schutz der Arbeiter in den Steinbrüchen und die Einhaltung der Menschenrechte bei der Produktion von Natursteinerzeugnissen sicherzustellen“, erläutert Dominique Rotondi, Geschäftsführer Einkauf bei Toom.

Partnerschaft mit den Natursteinexperten von XertifiX e.V.

Die REWE Group setzte unter Federführung von Toom bereits in 2014 eine Leitlinie für Natursteinerzeugnisse auf, welche die Anforderungen an die gesamte Lieferkette – vom Großhandel über die Steinverarbeitung bis zu den Steinbrüchen – genau definiert.

Darauf aufbauend hat Toom als erste Baumarktkette in Deutschland gemeinsam mit den Natursteinexperten von XertifiX e.V. einen Überprüfungsprozess entwickelt, der weit über die bisherigen Standardanforderungen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO hinausgeht. Er basiert auf einem engmaschigen Kriterienkatalog, der die wichtigsten Kernanforderungen an die Produzenten und Verarbeiter von Natursteinen in mehreren Bereichen definiert – beispielsweise „Soziales und Fairness“, „Arbeitsschutz“ oder „Transparenz“.

„Durch regelmäßige Kontrollen in den Produktionsstätten möchten wir neben dem Ausschluss von Kinderarbeit und dem Schutz der Arbeiter auch weitere Maßnahmen, wie die Zahlung eines Mindestlohns, faire Arbeitszeiten, Sozialleistungen und Umweltschutz gewährleisten“, fährt Rotondi fort. „Wichtig ist auch zu erwähnen“, ergänzt Rotondi, „dass wir mit den Lieferanten – sofern die Anforderungen erfüllt werden – auch langfristig zusammenarbeiten.“

XertifiX e.V. und Toom haben in den vergangenen zwei Jahren bereits einen Großteil der Steinbrüche und Verarbeiter in China besucht und auditiert, aus denen Toom mehrheitlich seine Produkte bezieht. Durch wiederholte und teilweise unangekündigte Besuche wird in den Produktionsstätten die Einhaltung der definierten Vorgaben überprüft. Nur bei einem positiven Testergebnis erhalten die Natursteine derzeit exklusiv das sogenannte XertifiX Plus-Label.

Steinbrüche werden unangekündigt überprüft

„Die zweimal jährlich durchgeführten Auditierungen sind ein laufender Prozess zur Sicherung der sozialen und ökologischen Anforderungen bei der Produktion unserer Natursteinprodukte. Basierend auf den Ergebnissen erarbeiten wir individuelle Maßnahmenkataloge. Wir entscheiden, mit wem wir die Zusammenarbeit fortführen, welche Steinbrüche und Verarbeiter weiter geschult werden müssen oder wo es wegen offenkundiger Mängel keine Perspektive für eine Zusammenarbeit mit Toom geben kann“, erklärt Rotondi weiter.

Außerdem tragen Natursteinerzeugnisse aus überprüfter Produktion neben dem XertifiX Plus-Label ab sofort auch das Pro Planet-Label, das nachhaltigere Produkte bei Toom kennzeichnet.

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