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ArticleId: 479magazineStudium, Praktikum, Trainee – und dann gleich für den ersten Job nach Bangkok. Dieser Traum ging für Derya Karabay in Erfüllung. Die 27-Jährige verantwortet in Asien den Einkauf der Textilien, die bei REWE und PENNY verkauft werden. Bald werden die ersten Kleidungsstücke auch das Pro Planet-Label tragen.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/a/c/csm_11_PP_Textil_0515_mgt_standard_f40546272d.jpgDirekt an der QuelleTextil-Managerin Derya Karabay
Verantwortung
REWE Group
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REWE Group
Textileinkäuferin Derya Karabay
Direkt an der Quelle
von Stefan Weber

Studium, Praktikum, Trainee - und dann gleich für den ersten Job in verantwortlicher Position nach Bangkok. Dieser Traum ging für Derya Karabay in Erfüllung. Die 27-Jährige verantwortet in Asien den Einkauf der Textilien, die in den Märkten von REWE und PENNY verkauft werden. Schon bald werden die ersten Kleidungsstücke auch das Pro Planet-Label tragen.

Wenn die Kollegen mal wieder lautstark telefonieren und das Stimmengewirr im Büro gar zu groß wird, setzt Derya Karabay gelegentlich ihren Kopfhörer auf. Und hört Musik. „Dann kann ich mich besser auf die Arbeit konzentrieren.“ In einem Großraum zu arbeiten - das gehörte zu den Dingen, an die sich die 27-Jährige erst gewöhnen musste als sie im März 2014 ihren neuen Job in Bangkok antrat. Als „Senior Merchandise Manager Textile“ sorgt sie seitdem dafür, dass Bekleidung, Heimtextilien und Accessoires, die in REWE- und PENNY-Märkten verkauft werden sollen, in guter Qualität, zu angemessenen Preisen und pünktlich verfügbar sind - eine Aufgabe mit vielen Herausforderungen. Die Geräuschkulisse im Büro gehört da eher zu den kleinen Widrigkeiten.

Wie schafft man es beispielsweise, sich als junge Frau bei asiatischen Textilfabrikanten Akzeptanz zu verschaffen? Das sei nicht immer leicht, räumt Derya Karabay ein. „Aber ich habe gelernt, mich durchzusetzen.“ Die gebürtige Kölnerin war gut vorbereitet auf die Aufgabe in Fernost. Schon während ihres Betriebswirtschaftsstudiums an der Universität Duisburg-Essen hatte sie als studentische Aushilfskraft bei der REWE Group in der Qualitätssicherung gearbeitet. Nach dem Examen 2010 folgten Praktikum und Traineeprogramm, inklusive eines Aufenthalts in

Hongkong. Danach ging es fest nach Asien - um mitzuhelfen, Büros in Hong Kong, Shanghai und Bangkok aufzubauen. „Toll, dass ich so eine Chance bekommen habe“, schwärmt Karabay.

Gerade ist sie wieder einmal für ein paar Tage in Köln. Hat Meetings und Gespräche mit Kollegen in der Zentrale. Die erteilen dem Büro in Fernost in jedem Jahr etwa 350 bis 400 Aufträge. Mal müssen Tausende Kinder-Schlafanzüge beschafft werden, mal T-Shirts oder Socken. Manchmal aber auch Schuhe. Dann machen sich Karabay und ihr Team an die Arbeit. Prüfen, wer von ihren Stammlieferanten die gewünschten Mengen liefern kann. Oder, ob sie neue Bezugsquellen suchen müssen. Textilfabrikanten gibt es viele in Asien. Aber die REWE Group stellt besondere Anforderungen. Zunächst kommen nur solche Lieferanten in Frage, die ein BSCI (Business Social Compliance Initiative) Audit mit einem Ergebnis „good“ oder „improvement needed“ und ein Oekotex 100 Zertifikat aufweisen können. Zusätzlich zu diesen Anforderungen prüft die Textilabteilung in Bangkok, ob Fabriken in Bangladesch in der Accord- Lieferantenliste hinterlegt sind. Das Abkommen „Accord in fire and Building Safety“ hatten verschiedene internationale Bekleidungsunternehmen im Frühjahr 2013 nach einer verheerenden Brandkatastrophe in Bangladesch geschlossen. Es bestimmt Standards für den Brandschutz und die Gebäudesicherheit.

Das allein ist der REWE Far East nicht genug. „Wir möchten genau wissen, wo und unter welchen Bedingungen produziert wird“, betont Karabay. Ihr Team und Sie selbst sind viel vor Ort, schauen sich um, fragen nach, kontrollieren. Obendrein prüft ein von der REWE Group beauftragter Auditor regelmäßig die Arbeitsbedingungen in den Fabriken in Bangladesch. Neben den Anforderungen an die Fabriken stellt die REWE Far East auch sicher, dass die Qualitätsanforderungen der REWE Group eingehalten werden und  prüft jeden Auftrag vor der Verschiffung.

Zum Jahresende sollen die ersten Textilien aus ökologisch und sozial verträglich produzierter Baumwolle auch das Pro Planet-Label tragen. Dann werden die Produkte auch auf der Pro Planet-Website zu finden sein.

Wie steht es um die Termintreue der Lieferanten? Bei dieser Frage schmunzelt Karabay vielsagend. Die Produzenten, so sagt sie, arbeiteten oft ohne großen zeitlichen Puffer. Sie kalkulierten so, dass die Ware direkt nach der Produktion zum Transport aufs Schiff gebracht werde könne. „Ohne Qualitätsprüfung geben wir jedoch kein grünes Licht für die Verladung. Muss nachgearbeitet werden, kann die Zeit schon mal knapp werden“, betont Karabay.

Die Jahre in Asien haben der Kölnerin einen bunten internationalen Bekanntenkreis beschert. „Es ist toll, wie viele Kontakte ich geknüpft und wie viele Kulturen ich kennengelernt habe.“ Urlaube nutzt die Yoga-Liebhaberin  entweder, um den Kontakt zu Familie und Freunden daheim im Rheinland aufzufrischen. Oder sie reist durch Asien. Dabei versucht sie, möglichst viele Eindrücke mit dem Fotoapparat festzuhalten. Ihre Bildersammlung ist beträchtlich. Kürzlich hat sie sich eine externe Festplatte angeschafft, um die Aufnahmen zu archivieren, Kapazität: ein Terabyte. Sollte Krabay noch ein paar Jahren in Fernost bleiben, könnte auch dieser Speicherplatz eines Tages nicht ausreichen.

Das tut die REWE Group

Baumwolle ist eine Naturfaser mit vielen positiven Eigenschaften: Sie ist hautfreundlich, weich, strapazierfähig und waschbar. Im Anbau von Baumwolle werden große Mengen an Pflanzenschutzmitteln eingesetzt sowie insgesamt viele Ressourcen, etwa Wasser, verbraucht. In den weiteren Verarbeitungsprozessen, die die Baumwollfasern auf ihrem Weg zum fertigen Produkt durchlaufen, kommen immer wieder gesundheitlich bedenkliche Stoffe zum Einsatz. Zudem werden in den verschiedenen Verarbeitungsstufen oftmals Menschenrechte und Sozialstandards missachtet.

Für die Vergabe des Pro Planet-Label zieht die REWE Group nur Lieferanten in Betracht, die neben den Mindestanforderungen wie BSCI (Business Social Compliance Initiative) und Oekotex 100, CmiA zertifizierte Baumwolle einsetzen. Der CmiA (Cotton made in Africa) Standard basiert auf den Prinzipien eines „social business“ und leistet Hilfe zur Selbsthilfe durch Handel. Die Baumwollbauern erhalten dabei Trainings & Schulungen zum umweltschonenden und produktiven Anbau - unter anderem ist auch der Einsatz gentechnisch veränderter Baumwolle verboten. Im weiteren Zeitablauf werden die Lieferanten für einen höheren Sozialstandard SA8000 weiterentwickelt und müssen ihre gesamte Wertschöpfungskette BSCI auditieren. „Die entsprechenden Lieferanten sind bereits definiert“, erklärt REWE-Managerin Derya Karabay.

Unabhängig davon, hat die REWE Group im Dezember 2014 ein von Greenpeace initiiertes Detox-Commitment abgegeben. Das hat zum Ziel, gefährliche Chemikalien stufenweise bis zum Jahr 2020 aus der Textilproduktion zu entfernen.

Zum Jahresende sollen die ersten Textilien aus ökologisch und sozial verträglich produzierter Baumwolle auch das Pro Planet-Label tragen. Dann werden die Produkte auch auf der Pro Planet-Website zu finden sein.

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