
Als Handels- und Touristikunternehmen beziehen wir Produkte und Dienstleistungen über eine Vielzahl von Lieferanten und aus unterschiedlichen globalen Lieferketten. Die ökologischen und sozialen Auswirkungen unseres Handelns wollen wir, wo immer möglich, reduzieren. Nun haben wir als REWE Group einen Meilenstein erreicht: Es ist gelungen, die in den Eigenmarken eingesetzte Cotton made in Africa Baumwolle zu 100 Prozent physisch bis zu ihrem Ursprung zurückzuverfolgen.
Wir setzen uns für die Achtung der Menschenrechte, für verbesserte Arbeitsbedingungen und fairen Handel ein. Wir wollen natürliche Ressourcen schützen und Biodiversität entlang der Lieferketten erhalten. Für unsere Kund:innen ist es wichtig, dass wir Transparenz in der Lieferkette schaffen und die Rückverfolgbarkeit unserer Produkte von der Erzeugung bis ins Regal garantieren.
Nun haben wir als REWE Group einen bedeutenden Meilenstein erreicht. Ende 2025 ist es gelungen, die in den Eigenmarken eingesetzte Cotton made in Africa Baumwolle zu 100 Prozent physisch bis zu ihrem Ursprung zurückzuverfolgen. Seit 2008 unterstützt die REWE Group die Initiative Cotton made in Africa der Aid by Trade Foundation – und setzt damit konsequent auf das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“. Ziel der Initiative ist es, den Lebensstandard afrikanischer Kleinbäuerinnen und Kleinbauern langfristig zu verbessern und gleichzeitig natürliche Ressourcen zu schützen.
Foto: ©Aid by Trade Foundation
Der Meilenstein ist Ergebnis einer konsequenten Weiterentwicklung. Bereits 2019 lag der Anteil der nachhaltig zertifizierten Baumwolle bei Eigenmarken bei 85 Prozent. Seit 2022 stammen 100 Prozent der eingesetzten Eigenmarken Textilien aus nachhaltig zertifizierten Quellen.
Mit dem nun erreichten Ziel geht die REWE Group mit CmiA einen entscheidenden Schritt weiter: 100 Prozent physische Rückverfolgbarkeit über das Hard Identity Preserved (HIP) System – vom Baumwollballen bis zum fertigen Textil.
„Der Übergang von reiner Zertifizierung hin zu einer vollständigen physischen Rückverfolgbarkeit ist für uns ein konsequenter nächster Schritt auf dem Weg zu nachhaltigeren Lieferketten im Textilbereich. Damit übernehmen wir Verantwortung über einzelne Standards hinaus und schaffen Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette“, sagt Torsten Stau, Geschäftsleiter Non Food / Indirect Spend.
Ermöglicht wurde dieser Fortschritt durch die Umstellung von Mass‑Balance‑Modellen* auf physisch getrennte Warenströme, langjährige Partnerschaften mit der Aid by Trade Foundation und Lieferanten, sowie den gezielten Ausbau von Daten‑ und Nachweissystemen entlang der Lieferkette.

Die Cotton made in Africa Initiative (CmiA) wurde 2005 unter dem Dach der Hamburger Aid by Trade Foundation (AbTF) gegründet und zählt heute zu den international anerkannten Standards für nachhaltig verifizierte Baumwolle aus Afrika.
Foto: ©Aid by Trade Foundation
Die Organisation verfolgt einen klaren Ansatz: Handel statt Spenden. Durch faire Marktmechanismen und Trainings vor Ort werden landwirtschaftliche Methoden verbessert, Erträge gesteigert und der Umweltfußabdruck reduziert – ohne die Kleinbauern in Abhängigkeiten zu bringen.
„Die physische Rückverfolgbarkeit der Baumwolle – vom Ballen über das Garn bis hin zum fertigen Textil – ist ein entscheidendes Instrument für glaubwürdige Nachhaltigkeit in globalen Lieferketten“, erklärt Tina Stridde, Geschäftsführerin der Aid by Trade Foundation.
Klare Botschaft
Mit dem Erreichen von 100 Prozent HIP Rückverfolgbarkeit unterstreicht die REWE Group ihren Anspruch, Transparenz und Verantwortung dauerhaft in ihren textilen Lieferketten zu verankern.
*Bei Mass-Balance-Modellen darf nachhaltig zertifizierte Baumwolle mit nicht‑zertifizierter Baumwolle gemischt werden. Mit dem Hard Identity Preserved System (HIP) passiert also genau das Gegenteil. Die Baumwolle wird entlang der kompletten Lieferkette getrennt gehalten. Jeder Schritt ist damit physisch und dokumentiert rückverfolgbar.











