
Gemeinsam mit unserem LGBTIQ-Mitarbeitenden-Netzwerk DITO engagieren wir uns auch in diesem Jahr auf zahlreichen Christopher Street Days und Pride-Veranstaltungen. Erstmals sind wir mit Trucks in sechs deutschen Städten vertreten und unterstützen darüber hinaus zahlreiche regionale Pride-Veranstaltungen sowie Initiativen unserer Regionen und Kaufleute. Auch an unseren Standorten in Österreich, Italien und der Slowakei setzen wir ein sichtbares Zeichen für Vielfalt.
Queere Menschen erleben wieder verstärkt Anfeindungen, gesellschaftliche Debatten werden rauer. Gemeinsam mit DITO setzen wir uns deshalb dafür ein, dass jede:r bei uns offen und ohne Angst vor Diskriminierung leben und arbeiten kann.
Zum Auftakt unseres CSD-Sommers waren wir Ende Juni erstmals mit einem eigenen Truck beim Christopher Street Day in München vertreten. Gemeinsam mit unserem Mitarbeitenden-Netzwerk DITO gingen Kolleg:innen, Freund:innen und Familien auf die Straße und setzten ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Respekt und Zusammenhalt.
Mehr als 30.000 Teilnehmende und rund 200.000 Zuschauer:innen machten den Münchner CSD zu einem eindrucksvollen Bekenntnis zu einer offenen und vielfältigen Gesellschaft. Mittendrin: unser REWE Group Truck und viele engagierte Kolleg:innen, die Vielfalt sichtbar machten.
Nur eine Woche später folgte mit dem ColognePride Deutschlands größte Pride-Veranstaltung. Am 5. Juli zog die CSD-Demonstration durch die Kölner Innenstadt. Rund 60.000 Menschen beteiligten sich am Demonstrationszug, insgesamt kamen rund 1,5 Millionen Besucher:innen nach Köln – so viele wie nie zuvor. Unter dem Motto „Für Queerrechte – Viele. Gemeinsam. Stark!“ setzten sie ein kraftvolles Zeichen für gleiche Rechte und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Mitten im Demonstrationszug waren auch rund 400 Kolleg:innen gemeinsam mit DITO vertreten – auf dem REWE Group Truck und in einer großen Fußgruppe.
„Wir haben am Sonntag wieder gespürt, dass der CSD eine ganz besondere Energie erzeugt. Die Stimmung auf dem Truck und in der Fußgruppe ist kaum in Worte zu fassen, und viele Teilnehmende empfinden Stolz, Teil eines Arbeitgebers zu sein, der Vielfalt sichtbar unterstützt und feiert“, zieht der Head of Event & Travel Management und DITO-Sprecher Bilanz.
2026 unterstützten wir den ColognePride bereits zum vierten Mal in Folge als Hauptsponsor – ein weiteres Zeichen unseres langfristigen Engagements für Vielfalt, Respekt und ein diskriminierungsfreies Miteinander.
„Wir haben am Sonntag wieder gespürt, dass der CSD eine ganz besondere Energie erzeugt.“

Nach München und Köln stehen in den kommenden Wochen weitere CSDs auf dem Programm: Leipzig, Frankfurt am Main, Berlin und Hamburg. Damit sind wir in diesem Jahr mit eigenen Trucks in sechs deutschen Städten vertreten – so viele wie nie zuvor.
Unsere Regionen und Kaufleute unterstützen zusätzlich zahlreiche weitere CSDs vor Ort – etwa durch Partnerschaften mit lokalen Vereinen, Spendenaktionen oder eigene Initiativen an den Märkten. So wird sichtbar: Der CSD ist nicht nur ein Termin im Sommer, sondern Teil unseres Engagements für Vielfalt im Alltag.
Ein 13-köpfiges Team aus BILLA Mitarbeitenden war freiwillig rund um die CSD-Parade in Graz im Einsatz. | Foto: © BILLA AG
Unser Engagement endet nicht an der deutschen Grenze. Auch unsere internationalen Vertriebslinien sind wieder dabei: BIPA bei der Vienna Pride, PENNY beteiligte sich mit einem eigenen Wagen an der Pride in Rom und BILLA beim Dúhový Pride in Bratislava. Gemeinsam unterstützen sie lokale Veranstaltungen, die sich für die Anliegen der LGBTQIA+-Community einsetzen.
Foto: ©BIPA

„Sichtbarkeit ist besonders dann wichtig, wenn sie nicht selbstverständlich ist“
Frank Bartels, Head of Event & Travel Management und DITO-Sprecher
Der Christopher Street Day ist für viele ein buntes Fest. Vor allem aber ist er eine Demonstration für gleiche Rechte, Vielfalt und eine offene Gesellschaft. Gerade in Zeiten, in denen queere Menschen wieder verstärkt Anfeindungen erleben und gesellschaftliche Debatten rauer werden, gewinnt diese Botschaft an Bedeutung.
Seit der Gründung unseres LGBTIQ-Mitarbeitenden-Netzwerks DITO engagiert sich Frank Bartels für mehr Sichtbarkeit und Akzeptanz innerhalb und außerhalb der REWE Group. Im Interview spricht der Head of Event- &Travelmanagement und DITO-Sprecher darüber, warum der CSD heute wichtiger denn je ist, weshalb er sich eine stärkere Rückbesinnung auf die Wurzeln der Bewegung wünscht und welche Wirkung die sichtbare Unterstützung durch den Arbeitgeber für viele Kolleg:innen hat.
one: Der gesellschaftliche Ton rund um Vielfalt hat sich verändert. Warum ist es gerade jetzt wichtig, beim CSD sichtbar zu sein?
Frank Bartels: Ich glaube, Sichtbarkeit ist besonders dann wichtig, wenn sie nicht selbstverständlich ist. Während queere Menschen in vielen Teilen der Welt weiterhin um grundlegende Rechte kämpfen müssen und demokratische Werte zunehmend unter Druck geraten, dürfen wir Fortschritte nicht als gegeben ansehen. Der CSD erinnert uns daran, dass Freiheit, Gleichberechtigung und gesellschaftliche Teilhabe immer wieder verteidigt werden müssen. Sichtbar zu sein bedeutet daher für mich, Solidarität zu zeigen und klar für eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft einzustehen. Gerade deshalb sollten wir die Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte nicht als selbstverständlich betrachten. Sie leben davon, dass Menschen sich weiterhin für Freiheit, Gleichberechtigung und demokratische Werte einsetzen. Die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung bereitet mir dabei Sorgen.
one: Was bedeutet der CSD heute für dich persönlich – und hat sich das in den vergangenen Jahren verändert?
Frank Bartels: Ganz klar, und das steht für mich persönlich im Vordergrund, sind das die Begegnungen mit Menschen, die man selten oder vielleicht nur einmal im Jahr zum CSD sieht. Grundsätzlich denke ich, sollte sich der CSD wieder auf seine Wurzeln besinnen. Wenn wir auf die Straße gehen, unterstützt von Straight Allies, und für Vielfalt, Akzeptanz und Demokratie einstehen, dann braucht es dafür vor allem klare Botschaften: Was bedeutet Vielfalt konkret? Wo erleben queere Menschen noch immer Ausgrenzung oder Benachteiligung? Und wofür gehen wir heute gemeinsam auf die Straße? Viele Schlagworte sind mittlerweile so abstrakt geworden oder werden durch Kommerzialisierung verwässert, sodass man manchmal gar nicht mehr weiß, wofür oder wogegen man auf die Straße geht. Ich wünsche mir deshalb, dass der politische Ursprung des CSD wieder stärker in den Mittelpunkt rückt. Mehr Inhalt, weniger Marketing.
one: Was bedeutet es für Kolleg:innen, wenn ihr Arbeitgeber beim CSD sichtbar ist?
Frank Bartels: Für queere Kolleg:innen ist die Sichtbarkeit des Arbeitgebers beim CSD ein starkes Zeichen der Unterstützung. Es zeigt, dass das Unternehmen hinter seinen Werten steht und Vielfalt als Stärke versteht. Gerade für queere Mitarbeitende kann das Gefühl vermittelt werden, gesehen, respektiert und willkommen zu sein. Aber auch für alle anderen Mitarbeitenden wird deutlich, dass ein respektvoller und offener Umgang miteinander aktiv gefördert wird, es den Arbeitsalltag leichter macht und den Erfolg eines Unternehmens ausmacht.
Wir haben am 5. Juli in Köln wieder gespürt, dass der CSD eine ganz besondere Energie erzeugt. Die Stimmung auf dem Truck und in der Fußgruppe ist kaum in Worte zu fassen, und viele Teilnehmende empfinden Stolz, Teil eines Arbeitgebers zu sein, der Vielfalt sichtbar unterstützt und feiert.


DITO lebt vom Engagement seiner Mitglieder. Kolleg:innen aus unterschiedlichen Bereichen der REWE Group setzen sich dafür ein, dass Vielfalt im Unternehmen sichtbar und erlebbar wird. Zwei von ihnen erzählen, was sie antreibt, warum ihnen dieses Engagement wichtig ist und was DITO für sie persönlich bedeutet.
DITO ermöglicht mir, Beruf und Privatleben zusammenzubringen
Cem Yildiz
arbeitet im Markt-Umbauteam der REWE Ost. Seit Januar 2026 ist er einer der DITO-Sprecher der Region Ost. | Foto: ©privat
„Für mich persönlich hat DITO viel verändert. Die Mitgliedschaft gibt mir Sicherheit zu wissen, in welchem Unternehmen ich arbeite. DITO bedeutet für mich ein Netzwerk, einen Safe Space, ein Austausch mit Menschen, die dieselben oder ähnliche Erfahrungen gemacht haben und mich verstehen. Es ist oft nicht einfach, mit heterosexuellen Kolleg:innen über das eigene Liebesleben oder persönliche Anliegen zu sprechen. Aber die Arbeit ist ein Ort, an dem man die meiste Zeit des Tages verbringt. DITO ermöglicht mir, Beruf und Privatleben zusammenzubringen.
Wir sind mit DITO nicht nur extern aktiv bei CSD-Demos, mit Regenbogenflaggen in den Märkten oder durch Spenden. Wir stehen allen Mitarbeitenden als Ansprechpartner:innen zur Verfügung. Ich denke mir oft: Wenn ich früher gewusst hätte, dass es diese Ansprechpartner:innen gibt, hätte mir das während meiner Ausbildungszeit sehr geholfen.
Mit meinem Engagement bei DITO möchte ich etwas zurückgeben. Es wurde schon so viel erkämpft, wovon auch ich profitiert habe. Es ist mein Dankeschön an die Community, daran weiterzuarbeiten. Damit das, was wir bisher erreicht haben, zumindest bleibt. Und im besten Fall noch besser wird.“
Julia Abshoff ist Vertriebsleiterin Vollsortiment REWE West und DITO-Sprecherin der Region West. | Foto: ©privat
one: Julia, warum engagierst du dich bei DITO für Vielfalt und Sichtbarkeit?
Julia: Es gibt für mich keine Alternative zu Vielfalt und Sichtbarkeit. Warum sollte ich verstecken, wer ich bin? Wem würde das helfen? Mir jedenfalls nicht. Wenn man einfach man selbst ist und sich zeigt, nimmt man ja niemandem etwas weg. Im Gegenteil: Man macht anderen Mut, so zu sein, wie sie sind.
one: Wie setzt ihr von DITO euch konkret dafür und für Eure Kolleg:innen ein?
Julia: Für uns gehören die Themen Diversity und LGBTIQ ganz selbstverständlich zu unserer Unternehmenskultur. Uns ist wichtig, dass sich alle zeigen können, ohne sich verstecken zu müssen. Deshalb haben wir alle unsere Abteilungen und Gesellschaften für diese Themen sensibilisiert.
Auch unsere Auszubildenden bekommen von Anfang an die Informationen und das Wissen, das sie dazu brauchen. Außerdem unterstützen wir regelmäßig Mitarbeitende und externe Vereine – zum Beispiel CSD-Organisationen – bei ihren Veranstaltungen, etwa durch Spenden.
one: Was kann DITO bewirken, sowohl innerhalb der REWE Group als auch nach außen?
Julia: Wie groß unsere Außenwirkung ist, sollte man nicht unterschätzen. Jede Regenbogenfahne, jeder Aufkleber und jedes Logo schafft Aufmerksamkeit. Die Menschen nehmen wahr, dass die REWE Group kein Marketing oder „Pinkwashing“ betreibt, und unsere klare Positionierung wird wertgeschätzt – von Kund:innen, Mitarbeitenden und potenziellen Bewerber:innen.
Gerade jetzt, angesichts des veränderten politischen Klimas, geben wir diese Haltung nicht auf. Wir bleiben unseren Werten treu, denn Vielfalt ist für uns eine echte Stärke und Kraftquelle.

- Seit 2015: Engagement beim CSD Köln
- 6 Städte: Köln, Hamburg, Berlin, Frankfurt am Main, Leipzig und erstmals München
- Rund 400 Kolleg:innen: Teilnahme am CSD Köln 2026 (Truck & Fußgruppe)
- Über 900 Mitarbeitende: im DITO-Netzwerk aktiv (LGBTIQ-Community & Straight Allies)









