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ArticleId: 398magazineJ.K. Simmons beeindruckt als martialischer Musikprofessor in „Whiplash“, Julianne Moore kämpft als Alzheimer-Patientin in „Still Alice“ um ihre Erinnerung und die Hinterbliebenen einer dänischen Künstlerin sind die Protagonisten der Familien-Saga „Die Erbschaft“.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/d/c/csm_23537460_mgt_standard_abd4239a9f.jpgSchleudertrauma, Alzheimer und schleichende ErbenFilme & Co. des Monats
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Unterhaltung
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Filme & Co. des Monats
Schleudertrauma, Alzheimer und schleichende Erben
von Edda Bauer

J.K. Simmons, wer ihn als martialischen Musikprofessor in „Whiplash“ gesehen hat, wird ihn so schnell nicht mehr vergessen. Nicht weniger eindrucksvoll ist auch Julianne Moore, die als Alzheimer-Patientin in „Still Alice - Mein Leben ohne gestern“ um ihre Erinnerungen und ihre Würde kämpft. Ein Würde, die sich die Hinterbliebenen einer exzentrischen dänischen Künstlerin in der Familien-Saga „Die Erbschaft“ nur mit Mühe erhalten können.

© Sony Pictures
Kino 1
Whiplash

„Whiplash“, zu Deutsch Schleudertrauma, hat Jazz-Komponist Hank Levy seinen Klassiker aus dem Jahr 1973 genannt. Jeder Drummer, der sich jemals an dem Stück mit den unzähligen Tempi- und Taktwechseln versucht hat, weiß, wie wörtlich der Titel gemeint ist. Autor und Regisseur Damien Chazelle wartet in seinem Oscar-würdigen Film zudem mit kongenialen Variationen des Themas in Bild und Ton, Dialog und Emotion auf. „Whiplash“ ist buchstäblich cineastischer Jazz vom Feinsten, der sich über die Sinne direkt ins Gemüt trommelt. (eb)

J.K. Simmons
Ein Blick in J(ohnathan) K(imble) Simmons‘ babyblaue Augen ist trügerisch, denn dahinter kann sich sowohl ein cholerischer Chef („Spider – Man“), wie auch ein Nazi im Knast („Oz“), ein ehrgeiziger Polizist („The Closer“), oder manchmal ein liebender Vater („Juno“) verstecken. Es kommt immer darauf an, ob der 1955 in Detroit geborene Simmons seine Augen ganz lieb oder total wahnsinnig blitzen lässt. In „Whiplash“ tut er beides auf das Vortrefflichste und in Großaufnahme. (eb)

Filmgenre: Drama
Filmlänge: 105 Minuten
Regie: Damien Chazelle
Darsteller: Miles Teller, J. K. Simmons, Melissa Benoist, Paul Reiser, Austin Stowell
Altersfreigabe: ab 12
Verleih: Sony Pictures
Kinostart: 19.2.2015

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Kino 2
Still Alice – Mein Leben ohne gestern

Es ist die höchste Kunst des Kinos, Empathie auszulösen. Erst recht, wenn es um Themen geht, die man sonst lieber weit von sich schiebt. Alzheimer ist so ein Thema, aber Alice ist niemand, den man von sich weist. Das liegt vor allem daran, dass Julianne Moore die 50-jährige als eine Frau darstellt, der zwar Stück für Stück ihre Vergangenheit verliert, nicht aber ihre Würde. Bei aller Tragik, die diese Krankheit zwangsläufig mit sich bringt, ist "Still Alice" insofern auch ein Appell an das gesunde Publikum, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft nie zu vergessen. (eb)

Kristen Stewart
Von dem Vampir an ihrer Seite hat sich Kristen Stewart gut erholt. Nach fünf überaus erfolgreichen "Twilight"-Teilen sucht sich die 24-jährige Kalifornierin nun ihre Rollen sehr sorgfältig aus. Ihr Augenmerk legt sie dabei vor allem auf erwachsene Filmdramen mit hochkarätigen Schauspielerinnen. Besetzte sie der französische Regisseur Olivier Assayas als Assistentin der Film-Diva Juliette Binoche in "Die Wolken von Sils Maria", weicht sie in "Still Alice" von der ersten bis zur letzten Minute nur selten von der Seite ihrer Film-Mutter Julianne Moore. (eb)

Filmgenre: Drama
Filmlänge: 101 Minuten
Regie: Richard Glatzer, Wash Westmoreland
Darsteller: Julianne Moore, Kristen Stewart, Alec Baldwin, Kate Bosworth, Shane McRae
Altersfreigabe: ab 12
Verleih: Polyband (24 Bilder)
Kinostart: 5.3.2015

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DVD
Die Erbschaft

„Mit Veronika Grönnegaard hat Dänemark seine bekannteste Künstlerin verloren. Sie hinterlässt zahlreiche Kunstwerke und ein millionenschweres Anwesen ihren drei erwachsenen Kindern.“ So die offizielle Verlautbarung. Doch Veronika - bekannt für ihre Exzentrik und Unberechenbarkeit - hat in den letzten Minuten ihres Lebens ihr viertes, einst zur Adoption freigegebenes Kind als Alleinerbin eingesetzt. Damit hat „Die Erbschaft“ alles, was man von einer skandinavischen Familien-Saga erwartet, und mehr: strindberg'sche Dialoge, intensive Lars-Von-Trier-Momente, eine Ausstattung wie von der Ikea-Meisterklasse und Schauspieler mit sichtbarer Lust an der Sache. (eb)

Filmgenre: Familiendrama
Filmlänge: 560 Minuten
Regie: Pernilla August, Louise Friedberg, Jesper Christensen, Heidi Maria Faisst
Darsteller: Trine Dyrholm, Jesper Christensen, Marie Bach Hansen, Carsten Björnlund, Mikkel Boe Fölsgaard
Altersfreigabe: ab 12
Vertrieb: Paramount Home Entertainment
Im Handel ab: 8.2.2015

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Musik
Meghan Trainor – Title

Viele Frauen eifern dem Bild der „klapperdürren Silikon-Barbiepuppe“ nach. Nicht so Meghan Trainor. Die 21-Jährige setzt mit ihrem Hit „All about that Bass“ einen Gegenpunkt und zeigt, dass man sich auch mit ein paar Kilos mehr auf den Rippen durchaus wohlfühlen darf.

Eine Mischung aus Hip Hop, 50er-Jahre Pop, einem durchgängigen Bass und einer einprägsamen Melodie machen den Song zu einem Ohrwurm. Diesem Stil bleibt sie auch in ihrem Debütalbum treu und setzt sich wohltuend von den üblichen Charts ab, die oft mit eintönigen Beats und einfachen Lyrics langweilen.

Dass die US-amerikanische Sängerin sich in ihrer Haut wohlfühlt und genau weiß, was sie will, spürt und hört man in Songs wie „Dear Future Husband“, „Title“ und „Lips are moving“. Darin singt sie davon, welche Ansprüche sie an ihren zukünftigen Ehemann stellt (er soll sich Zeit für sie nehmen, sie wie eine Dame behandeln und sich nach jedem Streit entschuldigen), dass sie Lügen sofort bemerkt („immer wenn deine Lippen sich bewegen, lügst du, Baby“) und welchen Stempel sie sich von ihrem Partner nicht aufdrücken lassen will (nur „eine Freundin“ sein).

Charme und Individualität – das sind die Zutaten, mit denen Meghan Trainor zu überzeugen vermag – und „Title“ zu einem spannenden Album machen. (Ina Künnemann)

Meghan Trainor: Title
Genre: Pop/blue-eyed Soul
Label: Epic
Dauer: ca. 32 Minuten
Preis: ab ca. 10 Euro

© Squad
PC
Kerbal Space Program

Im November 2014 landete eine Sonde auf einem Kometen. Das war eine international gefeierte Sensation. Warum eigentlich? Was macht das Landen auf einem Objekt im Weltraum so schwierig? Wer glaubt, dass es sich dabei nur um ein bisschen Mathematik und Astrophysik handelt, sollte sich im „Kerbal Space Program“ umsehen. Dort kann sich der angehende Ingenieur nach dem Sandbox/Baukasten-Prinzip seine ganz persönliche Rakete zusammenbauen und in den Kosmos katapultieren, um dort einige von der NASA höchstpersönlich eingespeiste Asteroiden zu erforschen. (eb)

Spielgenre: Sandbox-Spiel
Erhältlich für: Windows, OS X, Linux
Download:https://kerbalspaceprogram.com/

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