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ArticleId: 3702magazineREWE digital und REWE Systems sollen künftig noch enger zusammenarbeiten. Wir sprachen mit dem Bereichsvorstand für Customer, Analytics & Technology, Christoph Eltze, über die Bedeutung einer schlagkräftigen IT für den Wettbewerb, Transformationsprozesse und Arbeiten auf Augenhöhe.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/3/d/csm_ts_standard_eltze_eb94bfb7ac.jpg"Ihr seid Teil einer IT, die hammermäßig gut wird"Christoph Eltze im Interview
© Getty Images | Dean Mitchell
one_Interview mit Christoph Eltze
„Ihr seid Teil einer IT, die hammermäßig gut wird“
von Judith Morgenschweis

REWE digital und REWE Systems sollen künftig noch enger zusammenarbeiten. Wir sprachen mit Bereichsvorstand für Customer, Analytics & Technology, Christoph Eltze, über die Bedeutung einer schlagkräftigen IT für den Wettbewerb, Transformationsprozesse und Arbeiten auf Augenhöhe.

Christoph Eltze, Bereichsvorstand Customer, Digital & Technology

one: Herr Eltze, REWE Digital und REWE Systems werden künftig noch enger zusammenarbeiten. Welchen Herausforderungen begegnen Sie hierbei? Und welche Chancen ergeben sich dadurch?

Christoph Eltze: Wir sehen, dass Technologisierung und Digitalisierung im Handel immer wichtiger werden. Unternehmen brauchen eine erfolgreiche und gut organisierte Technologieeinheit, um im Wettbewerb bestehen zu können. 

Nun haben wir in unserer deutschen Organisation für den Lebensmittelhandel zwei IT-Bereiche, die sich beide zum Ziel gesetzt haben, ein super Einkaufserlebnis für Kund:innen zu schaffen: Die REWE Systems kommt vom klassischen stationären Handel, die REWE digital wurde bewusst gegründet, um den Online-Handel zu forcieren. Beiden gemeinsam ist, dass sie den Kunden in den Mittelpunkt stellen. Mit Blick auf unsere Omni-Channel-Strategie, in der wir stationären und Online-Handel zusammenbringen, ist es nur folgerichtig, dass beide Einheiten künftig enger zusammenarbeiten.

one: Was genau bedeutet das für die Businesspartner innerhalb der REWE Group?

Christoph Eltze: Zunächst ist es ja so, dass REWE digital und REWE Systems schon häufiger in Projekten zusammengearbeitet haben. Gute Beispiele sind der Pick & Go-Markt in Köln oder auch Scan & Go - und das sind nur die bekanntesten Projekte. Daher wissen wir, dass wir mit einer engeren Verzahnung von REWE Systems und REWE digital gemeinsam mit unseren Businesspartnern noch besser zusammenarbeiten und Ideen zielgerichteter umsetzen können.

one: Welches Know-How bringt REWE Systems hier ein und welches REWE digital? Oder anders gefragt: An welchen Stellen ergänzen sich REWE Systems und REWE digital? Wo sehen Sie im ersten Schritt das größte Potenzial für Synergien?

Christoph Eltze: Die REWE Systems ist die IT-Organisation, die das deutsche Geschäft im Lebensmitteleinzelhandel mit aufgebaut und nach vorne gebracht hat. Daher haben wir hier ein fundiertes und wichtiges Know-How, was die Abläufe in diesem Bereich betrifft. Zudem hat sich die Systems in den letzten Jahren in ihren Strukturen und Prozessen modernisiert und für die sich stetig ändernden Anforderungen und Herausforderungen in der IT-Welt neu aufgestellt.

Die REWE digital hat einen völlig anderen Hintergrund: Sie wurde 2014 neu gegründet mit dem Auftrag, eine neue IT-Landschaft für das digitale Omnichannel-Geschäft aufzubauen. Hier wurde von Beginn an produktorientiert gearbeitet. Im IT-Umfeld bedeutet das, die Endkund:innen und die Nutzer:innen-Zentrierung stehen im Fokus. 

Insofern haben beide IT-Einheiten eine unterschiedliche Historie und auch der inhaltliche Fokus ist ein etwas anderer, aber die produktorientierte, agile Organisationsform ist inzwischen gleich. Somit können nun beide Einheiten auf Basis derselben Strukturen gemeinsam an den inhaltlichen Themen arbeiten.

„In dem Projekt wird auf Augenhöhe gearbeitet, um eine noch bessere Leistung für den Businesspartner im Unternehmen und letztlich für den Endkunden zu erreichen“
Christoph Eltze

one: Vor diesem doch unterschiedlichen historischen Hintergrund beider Einheiten: Welche Rolle spielen kulturelle Veränderungen in diesem Transformationsprozess? 

Christoph Eltze: Kulturelle Unterschiede gibt es innerhalb eines jeden Unternehmens – auch innerhalb der Holding oder Handel Deutschland und innerhalb und zwischen den beiden IT-Einheiten. Das ist ganz normal. Aber: Je mehr und je intensiver die Einheiten zusammenarbeiten, umso wichtiger ist es, dass man ein gemeinsames Verständnis von Arbeitsweisen hat. Insbesondere beim agilen Arbeiten müssen wir darauf achten, dass wir eine gemeinsame Definition der Grundwerte erzielen. Das hat aus meiner Sicht viel mit gegenseitigem Kennenlernen und Offenheit zu tun. 

one: Was bedeutet diese kulturelle Transformation auch mit Blick auf die Schlagkraft der IT-Einheiten?

Christoph Eltze: Wie gesagt: Wer zusammenarbeitet, muss in den Dialog miteinander gehen, sich gegenseitig kennenlernen und definieren, wie man miteinander umgehen möchte. Das ist kein Selbstzweck, sondern findet immer mit dem Ziel vor Augen statt, besser zu werden und vertrauensvoll miteinander zu arbeiten. Denn letztlich werden wir alle - aus Systems und Digital - Teil einer gemeinsamen IT sein, die hammermäßig gut wird.

Das Projekt, mit dem beide Einheiten enger zusammengeführt werden, ist paritätisch besetzt, das heißt: auch hier wird gemeinsam und auf Augenhöhe gearbeitet, um ein noch besseres Outcome für die IT-Einheiten an sich, unseren Businesspartnern im Unternehmen und letztlich natürlich auch für unsere Endkund:innen zu erreichen. 

“Wir sind davon überzeugt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, beide IT-Organisationen enger zusammenzuführen”
Christoph Eltze

one: Die REWE Systems hat vor noch nicht allzu langer Zeit im Rahmen des Projekts Symphony einen Transformationsprozess hin zur produktorientierten und agilen Organisation vollzogen. Auch REWE digital war in den letzten Jahren Teil verschiedener Transformationsprozesse. Nun folgt das nächste Projekt. Kommen die Mitarbeitenden da noch mit?

Christoph Eltze: Symphony ist zwar formell abgeschlossen, aber uns ist klar, dass sich die neuen Strukturen und Prozesse bei den Mitarbeitenden noch ein Stück weit einspielen müssen. Eine solche Transformation bewältigt ein Unternehmen nicht von heute auf morgen. Ähnliches gilt für die REWE digital, die ebenfalls aus einem Transformationsprozess kommt, wenn auch aus einer kontinuierlichen Veränderung in schnelleren Zyklen.

Dennoch sind wir überzeugt davon, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, beide Organisationen enger zusammenzuführen. Warum sollen wir warten, unsere IT perfekt für die Zukunft aufzustellen, wenn wir das Zielbild bereits - wenn auch zunächst grob - beschreiben können?

Gleichzeitig negieren wir nicht, dass diese Veränderungsprozesse den Mitarbeitenden einiges abverlangen und wertschätzen das auch. Aber wer in der IT und im Handel arbeitet weiß auch, dass Veränderungen hier zum Tagesgeschäft gehören. Bedingt durch die Digitalisierung und stetigen technologischen Neuerungen  entwickeln sich die Kund:innenbedürfnisse immer schneller weiter. Die Zyklen der Veränderungen werden dabei immer kürzer. Dem müssen wir in der Organisation unserer IT Rechnung tragen.


one: Wie wird die REWE Group von dieser Transformation profitieren? Welches Potenzial birgt die enge Zusammenarbeit der beiden IT-Einheiten mit Blick auf die gesamte REWE Group und ihre SGEn?

Christoph Eltze: Wir werden unsere Kräfte bündeln und unsere Leistungsfähigkeit erhöhen. Denn wir glauben, dass Technologie ein wichtiger Erfolgsfaktor für das gesamte Unternehmen ist. Damit sichern wir die Wettbewerbsfähigkeit unseres Kerngeschäfts. Pick & Go ist nur ein prominentes Beispiel dafür, zu welchen Ergebnissen die konstruktive Zusammenarbeit von REWE Systems und REWE digital führen kann. Am Ende sind es sehr viele Stellschrauben, an denen wir drehen können, um beispielsweise bessere Warenverfügbarkeit, Prognose- oder Logistiktools zu bekommen. 

Klar ist auch: Wenn wir in Summe stärker werden und als leistungsstärkere Einheit auftreten, können wir auch unsere Attraktivität als Arbeitgeber erhöhen. 

Vor allem aber steht das Erlebnis der Kundinnen und Kunden im Mittelpunkt. Wir müssen unser Wissen über deren Wünsche mit der passenden Technologie so intelligent verbinden, dass wir das Einkaufserlebnis kontinuierlich verbessern.

Zur Person

Christoph Eltze ist seit 1. März 2020 Bereichsvorstand Handel Deutschland für Customer, Analytics & Technology – zusätzlich zu seiner Funktioin als Mitglied der Geschäftsführung der REWE Digital GmbH.

Ab 1. Juli 2022 wird er REWE Group-Vorstand für IT und Customer Analytics & Technology.


ENGLISH VERSION


one_interview with Christoph Eltze
“You are part of an IT team that's shaping up to be awesome”

In the future, the close collaboration between REWE digital and REWE Systems is set to be even closer. We spoke to the REWE Group’s future board member for IT and Digital, Customer & Analytics, Christoph Eltze, about the impact of a dynamic IT organisation on competition, transformation processes and collaborative working.

one: Mr Eltze, REWE digital and REWE Systems will be collaborating even more closely in the future. What challenges does this pose for you? And what opportunities does it create?

Christoph Eltze: It is clear that digitalisation and the proliferation of technology are becoming increasingly important in the retail sector. In order to compete, businesses need a successful, well-organised technology unit.

Within our German organisation’s food retail business, we currently have two IT departments. Both have set themselves the goal of creating an outstanding shopping experience for customers. REWE Systems has its background in conventional store-based retail, while REWE digital was set up with the specific aim of accelerating our online business. Customer centricity is the common strand that unites the two. In view of our omnichannel strategy, which sees us combining our store-based and online retail, it is only logical that the two units will work together more closely in the future.

one: What exactly does this mean for the business partners within the REWE Group?

Christoph Eltze: First of all, REWE digital and REWE Systems have already been collaborating on projects more frequently. The Pick & Go store in Cologne and Scan & Go are the best-known examples, but there are many others. This experience has shown us that we can collaborate even more effectively with our business partners and implement ideas in a more targeted manner by integrating REWE Systems and REWE digital more closely.

one: What specific expertise do REWE Systems and REWE digital offer respectively? In other words, how do REWE Systems and REWE digital complement each other? Where do you see the greatest potential for synergies at this initial stage?



Christoph Eltze:
REWE Systems is the IT organisation which helped to build and advance the German food retail business. We therefore have significant in-depth knowledge of the processes in this area. Furthermore, Systems has modernised its structures and processes in recent years (through Project Symphony) and has undergone restructuring in order to take on the ever-changing challenges of the IT sector.

REWE digital’s background is completely different. It was set up in 2014 with the aim of creating a new IT landscape for the digital omnichannel business. Its work has been product-oriented from the outset. In the IT environment, this means that customers and user-centricity are the focus.

To this extent, the two IT units both have different backgrounds and a different technical focus, but their product-oriented, agile organisational structure is now the same, which ensures that they can use this common structure to work together on technical issues.

“The units collaborate as equals on the project to deliver even better outcomes for the business partner in the company and, ultimately, for the customer.”
Christoph Eltze:

one: In light of the clear differences in the historical background of these units, what is the role of cultural change in this transformation process?

Christoph Eltze: There are cultural differences within every company – including the German holding or retail business, and both within and between the two IT units. It's completely normal. But as the units begin to collaborate more often and more intensively, it will be increasingly important for the individuals to share a common understanding of working methods. Particularly in the case of agile working methods, we must ensure that we achieve a common definition of core values. As I see it, a lot of that is down to getting to know each other and being open.

one: What are the implications of this cultural transformation in terms of the effectiveness of the IT units?

Christoph Eltze: As I said, people who work together have to communicate with each other, get to know each other, and define how they want to deal with each other. This is not an end in itself. Instead, the goal in mind is always to improve and work together in a spirit of mutual trust. Ultimately, all of us - from Systems and from Digital - are becoming part of a collaborative IT team that's shaping up to be awesome!

The two units are equally represented in the project through which they are becoming more closely aligned. Once again, this illustrates that we are working together and collaborating to achieve an even better outcome for the IT units themselves, for our business partners in the company and, ultimately of course, for our customers.

“We believe that now is the right time for the two IT organisations to become more closely aligned.”
Christoph Eltze

one: Not too long ago, as part of Project Symphony, REWE Systems underwent a process of transformation that turned it into a product-oriented, agile organisation. REWE digital has also been involved in various transformation processes in recent years. This latest project is now upon them - are the employees still on board?

Christoph Eltze: While Symphony has officially concluded, it's clear to us that our employees still need to be further embedded into the new structures and processes. Companies cannot implement this type of transformation overnight. The same is true of REWE digital, which has also just undergone a transformation process, albeit a process of continuous change in faster cycles.

Nonetheless, we believe that now is the right time for the two IT organisations to become more closely aligned. What is the point of waiting to create our ideal future IT set-up, when we already know what we want to achieve, even if the details still have to be fleshed out?

At the same time, we do not deny that these change processes demand a lot from employees, and we appreciate that they may have concerns. But anyone who works in IT and in retail knows that change is part and parcel of day-to-day business. Digitalisation and constant technological innovations mean that customer needs are evolving ever faster and change cycles are becoming ever shorter. We have to account for this when organising our IT.

one: How will the REWE Group benefit from this transformation? What potential does the close collaboration between the two IT units bring to the REWE Group as a whole and its SGEs?

Christoph Eltze: We are joining forces and increasing our efficiency. We believe that technology is a crucial factor in the success of the entire company. It ensures that our core business remains competitive. Pick & Go is just one oft-stated example of what can be achieved when REWE Systems and REWE digital collaborate constructively. In the end, there are a great many parameters that we can tweak in order to improve product availability and our forecasting and logistics tools.

It is also clear that if we are stronger overall and act together as a more efficient unit, this will make us a more attractive employer.

Above all, however, our focus is on the customer experience. We must adopt a smart approach to combining our understanding of what customers want with the right technology so that we continually improve the shopping experience.

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