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ArticleId: 2043magazineIm one_Interview erklärt REWE Digital-Chef Christoph Eltze, warum das neue teilautomatisierte Lager eine neue Ära einläutet, wie REWE dank Omnichannel dem Kunden ein komplettes Ökosystem anbieten kann – und wie die gesamte REWE Group von der digitalen Pionierarbeit profitiert.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/4/9/csm_FFCScarlet_Eroeffnung_Eltze_mgt_st_e43b3f7dd8.jpg„Wir brauchen den Geist der Innovation“Digital-Chef Christoph Eltze

Christoph Eltze (Foto: Achim Bachhausen)

(v.l.) Jan Kunath, Lionel Souque und Christoph Eltze bei der Eröffnung (Fotos: Achim Bachhausen)

Christoph Eltze, CEO REWE Digital, im Interview

„Wir brauchen den Geist der Innovation“

26.09.2018
von Sebastian Amaral Anders

Im one_Interview erklärt REWE Digital-Chef Christoph Eltze, warum das neue teilautomatisierte Lager eine neue Ära einläutet, wie REWE dank Omnichannel dem Kunden ein komplettes Ökosystem anbieten kann – und wie die gesamte REWE Group von der digitalen Pionierarbeit profitiert.

one: Mit dem neuen teilautomatisierten Food Fulfillment Center geht REWE Digital gerade den nächsten richtungsweisenden Schritt im Online-Lebensmittelhandel. Wie fühlt es sich an, für so ein Projekt als Digital-Chef die Verantwortung zu tragen?
Christoph Eltze: Das ist schon sehr spannend. Ein Projekt dieser Größenordnung ist trotz aller Vorbereitung immer mit einer gewissen Unsicherheit verbunden. Bisher ist das Projekt jedoch super gelaufen. Wir konnten im Juli die ersten Kunden beliefern und der Hochlauf ist im vollem Gange. Wir haben ein großartiges Team von erfahrenen Experten, die das Projekt mit Leidenschaft und Kompetenz vorantreiben, das begeistert mich immer wieder. Wenn das Lager dann in voller Ausbaustufe am Start ist, haben wir etwas geschaffen, das in Deutschland einmalig und europaweit ganz vorne dabei ist. Eine ganz neue Dimension für den Online-Lebensmittelhandel. Es macht großen Spaß, bei so einem Projekt dabei zu sein.

one: Führt an Automatisierung kein Weg vorbei?
Christoph Eltze: Gezielt, in bestimmten Bereichen, ja! Davon bin ich überzeugt. Ich glaube, das ist ein ganz natürlicher Schritt. Angesichts der Geschwindigkeit des Geschäftsmodells, in dem wir im Online-Lebensmittelhandel unterwegs sind, muss man schneller vorangehen. Am Ende geht es darum, dem Kunden den besten Service und das beste Einkaufserlebnis auf allen Kanälen zu bieten. 

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Strategie
REWE Group

one: Sind schon weitere teilautomatisierte Läger geplant?

Christoph Eltze: Das wird natürlich der nächste Schritt sein. Wenn das erste Lager so erfolgreich ist, wie wir das glauben und erwarten, ist es nur logisch, dass man über weitere teilautomatisierte Läger nachdenkt. Aber das braucht Vorlauf. Und auf absehbare Zeit werden auch die aktuell acht manuellen Läger eine starke Säule des Lieferservice-Geschäfts bleiben. 

Christoph Eltze

one: Die REWE Group plant aktuell sieben Logistikzentren, die auch zumindest teilweise automatisiert betrieben werden sollen. Gibt es hier eine Zusammenarbeit zwischen Group und REWE Digital?
Christoph Eltze: REWE hat ja mit dem Lager in Neu-Isenburg das erste teilautomatisierte Lager für die REWE Group gebaut. Da gibt es jede Menge Lern-Erfahrung, von der wir alle profitieren. Wir sind mit den Logistik-Teams des Vollsortiments und der REWE Group im regelmäßigen Austausch. In einem Soundingboard für automatisierte Läger teilen wir Erfahrungen und lernen voneinander. Wir nutzen und teilen das Wissen innerhalb der Gruppe. Vieles müssen wir als REWE Group so nur einmal lernen.

one: Können Sie ein Beispiel nennen?
Christoph Eltze: Nehmen wir die Software, mit der wir die Technikabläufe in den Lägern simulieren können. Die Kollegen, die so etwas bedienen, sind extrem spezialisiert. Da macht es natürlich Sinn, dieses Expertenwissen in der gesamten Gruppe zu nutzen. Das ist mir am wichtigsten: dass sich die Mitarbeiter untereinander kennenlernen und vernetzen und dabei Synergie-Effekte für alle Bereiche der REWE Group entstehen.


Die REWE Digital von den Anfängen bis heute

Christoph Eltze über...


one: Stichwort Ökosystem: Im Idealfall macht es für den Kunden also keinen Unterschied, ob er es nun mit einer Dienstleistung von REWE Digital oder einer aus dem stationären Geschäft zu tun hat?
Christoph Eltze: Genau. Aber das kein Idealfall sondern seit Beginn an Realität. Die Kunden kaufen einfach bei REWE ein - beim REWE Lieferservice, REWE Abholservice, REWE Paketservice. Als integriertes Unternehmen bieten wir einfach ein breites Set an Angeboten, wie Kunden bei uns einkaufen können. Egal, wer im Hintergrund welche Aufgabe erledigt und ob die Technologie im Hintergrund nun von REWE Digital entwickelt wurde oder die Prozesse von der REWE Markt GmbH.

one: REWE hat mit dem Online-Lebensmittelhandel in Deutschland Pionierarbeit geleistet. Jetzt ziehen immer mehr Wettbewerber nach. Schrumpft der Vorsprung? 
Christoph Eltze: Wir als gesamte REWE Group profitieren noch immer ganz klar von unserer Vorreiter-Rolle. Auch wenn jetzt immer mehr Wettbewerber in den Markt eintreten: Wir haben durch die vielen Erfahrungen, die wir gesammelt haben, einen Vorsprung, den andere erst einmal aufholen müssen. Es ist nämlich nicht so trivial, ein manuelles Lager ans Laufen zu bringen, ein teilautomatisiertes Lager zu bauen oder einen persönlichen Sprach-Assistenten “REWE Assistant” zu bauen. Dazu braucht es Know-how, Technologie, Infrastruktur sowie Willen, einen digitalen “Spirit” und Zeit. Die REWE Group hat hier bewusst und zielgerichtet investiert und wir haben uns dadurch im Wettbewerb einen echten Vorteil erarbeitet.

one: Was heißt das konkret?
Christoph Eltze: Ein punktuelles Online-Angebot für den Kunden kann ein Wettbewerber noch recht leicht kopieren. Im E-Commerce mit frischen Lebensmitteln und bei der Entwicklung von Omnichannel-Angeboten ist die Komplexität gigantisch. Was hier für den Erfolg notwendig ist, muss man sich hart erarbeiten. Da müssen Prozesse und IT-Strukturen gebaut und entwickelt werden, die auf allen Kanälen zielgerichtet laufen. Wenn diese Basis fehlt, funktioniert auch das Angebot gegenüber dem Kunden nicht reibungslos, wie das manche Mitbewerber nun zu spüren bekommen. So mancher konnte sich den Stand der Dinge anschauen, ist dann mit viel Euphorie gestartet - und hat inzwischen kapituliert. Die Strukturen müssen von vornherein mitwachsen, sonst fällt einem das eben auf die Füße, wenn die Nachfrage am Markt zunimmt. Man muss dazu auch im Maschinenraum - das betrifft Technologie und Team - sauber und diszipliniert arbeiten und sich weiterentwickeln. Das macht nicht immer Spaß und der Erfolg ist auch nicht so schnell sichtbar und leicht erklärbar. Aber am Ende zahlt es sich aus.

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