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„Wir haben eine gestalterische Rolle in der Gesellschaft“
ArticleId: 3341magazineCDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet erklärt im one_Interview, wie er regionale Produkte fördern möchte, warum der Handel nicht nur die Wirtschaft, sondern auch den Zusammenhalt im Land wachsen lässt und warum er kürzlich einen Sack Kartoffeln aus dem Wahlkampfbus retten musste.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/c/6/csm_standard_teaser_d603028bb0.jpg„Der Lebensmittelhandel trägt zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei“Armin Laschet
08.09.2021
3 Fragen an: Armin Laschet, CDU-Kanzlerkandidat
„Der Lebensmittelhandel trägt zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei“

CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet verrät im one_Interview, wie er regionale Produkte fördern möchte, warum der Handel nicht nur die Wirtschaft, sondern auch den Zusammenhalt im Land wachsen lässt und warum er kürzlich einen Sack Kartoffeln aus dem Wahlkampfbus retten musste.

one: Als Händler in Stadtzentren wie in ländlichen Regionen begrüßen wir jede Woche Millionen Kund:innen in unseren Märkten. Wir kennen ihr Kaufverhalten und wissen, welche Themen ihnen beim Einkauf wichtig sind. Welches sind Ihre wichtigsten Vorhaben zu den Themen Ernährung und Verbraucherbildung?

Armin Laschet: Nicht erst seit der Pandemie ist Gesundheit ein Kernanliegen der Union – und der Warenkorb ist dafür zentral. Unser Programm setzt auf Ernährungskompetenz. Wer sich mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln ernährt, tut nicht nur etwas für die Umwelt, sondern fördert auch unsere Landwirtschaft. Ich gehe an Wochenenden selber einkaufen und freue mich immer über das wachsende regionale Angebot.

Diese heimische Herkunft wollen wir noch sichtbarer machen und werden das sogenannte Regionalfenster als Kennzeichnung weiterentwickeln. Mehr Klarheit ist den Konsumenten auch beim Tierwohl wichtig. Unser Ziel sind deshalb verbindliche europäische Kennzeichnungsregeln. Zusätzlich wollen wir – ergänzend zum Ökosiegel – ein Nachhaltigkeitssiegel für konventionelle Agrarprodukte entwickeln. Jede Kundin und jeder Kunde soll beim Einkauf eine gesunde und nachhaltige Wahl treffen können.

Und auf eines müssen wir mit Blick auf unsere Kinder besonders achten: Ernährungsmuster prägen sich sehr früh. Bei verarbeiteten Lebensmitteln sind wir deshalb mit der Reduktionsstrategie für Zucker, Fett und Salz zusammen mit der Industrie auf einem guten Weg. Beispiel Tiefkühlpizza: Der Nutri-Score mit seiner Farbskala macht den Ernährungswert von Lebensmitteln mit mehreren Zutaten auf den ersten Blick vergleichbar und unterstützt Verbraucher und Verbraucherinnen bei ihrer Wahl.

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one: Aufgrund der Corona-Pandemie waren für unsere Kolleg:innen in den Märkten wie in der Logistik die vergangenen Monate extrem fordernd.  Der Lebensmitteleinzelhandel erfuhr aber ebenso auch steigende Wertschätzung seitens der Öffentlichkeit wie auch der Politik. Haben Sie eine Botschaft an die Teams?
 
Armin Laschet:
Ja. Mich hat tief beeindruckt, mit welchem Einsatz Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – auf allen Ebenen – die Versorgung der Menschen im Land aufrechterhalten haben, während viele andere sicher von zu Hause im Home Office arbeiten konnten. Sie sind mehr als „systemrelevant“, das hat die Pandemie gezeigt, Sie haben eine lebenswichtige Aufgabe. Und mir imponiert weiterhin, wie professionell, schnell und flexibel Sie sie erfüllen – von wirkungsvollen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen bis zur veränderten Produktpalette.

Ganz grundsätzlich schätze ich den Handel in Deutschland als Treiber für Wachstum und Wohlstand. Dieses Wachstum brauchen wir, um kleine und mittlere Einkommen zu entlasten. Je besser es der Wirtschaft geht, desto sicherer sind Arbeits- und Ausbildungsplätze und desto mehr leisten sich die Menschen auch. Und eines ist mir besonders wichtig: Lebensmitteleinzelhandel ist nicht nur Konsum, er trägt auch zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei. Man kauft ja nicht nur ein, man spricht auch miteinander.
 
one: Was darf in Ihrem Einkaufswagen nicht fehlen, worauf achten Sie beim Einkauf?

Armin Laschet:
Auf Vielfalt. Ich war vor ein paar Tagen in Wiesbaden und kam an einem Marktstand vorbei – mit norddeutschen Moorkartoffeln. Davon hatte ich noch nie gehört. Also habe ich einen Sack gekauft. Mit dem konnte ich schlecht ans Mikro bei der Wahlkampf-Kundgebung treten, also nahm ein Mitarbeiter ihn mir ab. Beim Folgetermin in Olpe fragte ich dann, wo sie seien. Und erfuhr, dass der Tourbus sie nach Berlin bringen sollte – weil irgendjemand wohl dachte, ich hätte den Kartoffelsack nur für die Pressefotos gekauft. Ich wollte sie aber wirklich probieren! Wir haben sie aus dem Bus gerettet, nach Aachen gebracht und meine Frau – die fantastisch kocht – hat daraus eine Kartoffelsuppe mit Würstchen und ein Kartoffelgratin zubereitet. Das liebe ich beim Einkaufen: bewährte Lebensmittel mit etwas Neuem kombinieren. Und in meinem Supermarkt in Aachen schätze ich es, wenn mir die Fachverkäufer an der Fleisch- oder Käsetheke gute Tipps geben. Einfach ausprobieren. Was ich aber am meisten mag, sind die Bekannten, die ich dort treffe.

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Mein Kommentar
Kommentare
Ronny
vor 8 Monaten und 10 Tagen
nach nun drei Interview mit den Spitzenkandidaten von Parteien, welche einen sogenannten `Kanzlerkandidaten´ stellen (obwohl der BundeskanzlerIn aus dem BT heraus gewählt wird) vermiese ich durchaus Interviews mit den Spitzenkandidaten der zumindest im Bundestag anderen vertretenen Parteien.



Antworten
Sebastian
vor 8 Monaten und 10 Tagen
Danke für Ihren Kommentar. Wie Sie richtig feststellen, haben wir uns bei den Interviews auf die Parteien konzentriert, die eine Kanzlerkandidatin bzw. einen Kanzlerkandidaten stellen, da eine dieser Parteien aller Wahrscheinlichkeit nach die neue Bundesregierung anführen und damit den größten Einfluss auf künftige politische Entscheidungen haben wird. Angefragt waren die jeweiligen Kanzlerkandidat:innen. Bündnis 90/Die Grünen haben sich entschieden, dass die Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt die Fragen beantwortet, da sie sich schwerpunktmäßig mit Handelsthemen beschäftigt.
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