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ArticleId: 123newsWie platziert man ein Anliegen bei Politikern? Und was macht gute Kommunikation aus? Mit diesen Themen beschäftigen sich ab sofort nicht nur die Public Affairs, sondern auch zahlreiche REWE-Kaufleute, die für die regionale Lobbyarbeit fit gemacht werden.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/9/8/csm_22300184_nlt_standard_d2ae56c1a9.jpgKaufleute als Politik-BotschafterPublic Affairs
Auftaktveranstaltung Kapillarsystem Public Affairs 02 2014
Strategie
REWE Group
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Public Affairs in den Regionen
Kaufleute als Politik-Botschafter

Wie platziert man ein Anliegen bei Politikern? Und was macht gute Kommunikation aus? Mit diesen Themen beschäftigen sich ab sofort nicht nur die Public Affairs-Mitarbeiter in Berlin und Brüssel. Auch zahlreiche REWE-Kaufleute sollen fit für die regionale Lobbyarbeit gemacht werden. Den Auftakt bildete ein erster Crashkurs zu Politikbetrieb und Kommunikation in Köln, zu dem der Zentralbereich Public Affairs eingeladen hatte.

 „Sie sind unsere Botschafter!“ rief Alain Caparros den rund 100 REWE-Kaufleuten zu, die Ende Februar zur Auftaktveranstaltung für das sogenannte „Kapillarsystem“ in die Kölner Domstraße gekommen waren. Der Vorstandsvorsitzende der REWE Group ist überzeugt: „Wenn ein Kaufmann, ein Mittelständler, seine Einschätzung zu politischen Themen abgibt, findet er mehr Gehör – denn er kann seine unmittelbare Praxiserfahrung einbringen.“ Daher sollen REWE-Kaufleute künftig stärker in die Public Affairs-Arbeit eingebunden werden.

Ziel ist es, das Image und die Bedeutung der REWE Group und speziell des selbstständigen Einzelhandels bei Multiplikatoren wie Bürgermeistern oder Landräten zu stärken. „Mit unseren 1.000 Kaufleuten verfügen wir über ein riesiges Potenzial. Stellen Sie sich einmal vor, jeder Kaufmann verfüge über fünf belastbare Kontakte in seinem Einzugsgebiet. So würde unser Netzwerk sehr schnell fast zehn Mal mehr politische Kontakte umfassen als Abgeordnete im Bundestag sitzen“, gab Emilie Bourgoin, Leiterin Public Affairs Büro Deutschland, die Marschrichtung für die nächsten Monate vor.

Große Bedeutung des Mittelstandes

Die Bedeutung des Mittelstandes als wesentlicher Bestandteil der Wirtschaftspolitik unterstrich auch Günther Horzetzky, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen. In seiner Keynote zur Wirtschaftspolitik in NRW stellte er als Vorteil mittelständischer Unternehmen heraus, dass diese oft „anpassungsfähiger und flexibler“ auf Veränderungen am Markt reagieren.

Um die anwesenden Kaufleute mit dem nötigen Rüstzeug für die Public Affairs-Arbeit auszustatten, vermittelten Experten erste Tipps zum Umgang mit Politikern und für eine gelungene Kommunikation. Die wichtigsten Erkenntnisse: Politik funktioniert über Inhalte – und es braucht Kontakte, die in guten und schlechten Zeiten gepflegt werden müssen.

Anliegen richtig platzieren

Nicht zu vergessen sei aber auch die persönliche Komponente: Berichtet ein Kaufmann einem Bundestagsabgeordneten von den Auswirkungen der EEG-Umlage auf seinen Markt, so sei die Zahl für den Politiker gleich viel greifbarer als die Millionenbeträge, die für das ganze Unternehmen gelten.

Wie man die eigenen Anliegen zum richtigen Zeitpunkt bei seinem Ansprechpartner platziert, werden die Kaufleute künftig in Intensivtrainings mit Kommunikationsexperten erarbeiten. Dies sei aber nur eine Maßnahme der Public Affairs-Offensive. „Storevisits, Parlamentarische Frühstücke oder bilaterale Gespräche – mit diesem Grundrauschen wollen wir im politischen Geschehen noch sichtbarer werden“, rief Emilie Bourgoin aus.

Kontaktpflege unverzichtbar

Doch Kontaktpflege ist nicht nur auf regionaler, sondern auch auf nationaler Ebene unverzichtbar. Die REWE Group wird daher ab Herbst 2014 mit einem Public Affairs-Büro auch in Berlin vertreten sein. „Wir wollen unsere Kontakte zu Politikern, politischen Institutionen, Nichtregierungsorganisationen und Verbänden in der Bundeshauptstadt gezielt ausweiten und vertiefen“, erklärt Daniela Büchel, Leiterin Corporate Responsibility, Corporate Marketing und Public Affairs der REWE Group. „Deshalb ist es sinnvoll, selbst direkt in Berlin vertreten zu sein, um aktuelle politische Entwicklungen unmittelbar zu verfolgen und als Ansprechpartner für die vielfältigen Anspruchsgruppen unseres Unternehmens schnell und unkompliziert erreichbar zu sein.“

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