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ArticleId: 356newsEinmal der Chef im Markt sein: Für 33 PENNY-Azubis aus der Region Großbeeren ist das kein Wunschdenken mehr. Im Juli übernahmen sie gemeinsam und in Eigenregie das Ruder des PENNY-Marktes in Berlin-Wedding. Ein Projekt, das Zukunftscharakter hat.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/e/3/csm_1_4_PENNY_Azubu_nlt_standard_460371a035.jpg„Jetzt sind wir die Chefs“Auszubildende bei PENNY
Selbstständig einn Markt leiten: Andreas Lenk (2. v. l.), Personalentwickler für den Bereich Ausbildung in der Region Großbeeren, stand den Azubi während des Projekts zur seite
Kassieren, Ware bestellen, Verräumen - die Azubis übernehmen verschiedene Aufgaben im Wechsel
„Hier schmeißen wir den Laden“ - ein Schild im Eingangsbereich informierte Kunden über das Projekt
Als Marktleitung behielt Josefine Voth, Teilnehmerin des PENNY Abiturientenprogramms, den Überblick (vorne)
Alles im Grill: Auch während der Projektphase soll der Markt wirtschaftlich erfolgreich sein
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Auszubildende bei PENNY
„Jetzt sind wir die Chefs“

Einmal der Chef im Markt sein: Für 33 PENNY-Azubis aus der Region Großbeeren ist das kein Wunschdenken mehr. Im Juli übernahmen sie gemeinsam und in Eigenregie das Ruder des PENNY-Marktes in Berlin-Wedding. Ein Projekt, das Zukunftscharakter hat.

„Hier schmeißen wir für Sie den Laden“:  Die PENNY-Kunden kamen im Juli in ihrem Stammmarkt in Berlin-Wedding nicht um ein großes Plakat im Eingangsbereich herum. Darauf die Ankündigung: Vom 1. bis zum 31. Juli wird der Markt ausschließlich von Azubis geführt – von der Marktleitung bis zur Kassenkraft. Ein Projekt der PENNY Personalentwicklung Großbeeren, das Zukunftscharakter hat.

Andreas Lenk, Personalentwickler für den Bereich Ausbildung in der Region Großbeeren, ist sichtlich stolz. Denn aus einer bloßen Idee ist mittlerweile ein Bestandteil der Ausbildung in der Region geworden. National wird es bald in jeder Region einen Markt geben, der von Azubis geführt wird, dies wurde im neuen Ausbildungskonzept 2.0 festgelegt.

2013 gab es in Berlin zum ersten Mal einen Markt, der für einen begrenzten Zeitraum ausschließlich von Auszubildenden geführt werden sollte. Damals noch mit einer kleinen Gruppe in einem ebenso kleinen Markt im Prenzlauer Berg – es wurden ausschließlich Azubis der Hauptstadt hierfür rekrutiert. Die Pilotphase lief gut. So gut, dass der Vertrieb sich bereit erklärte, auch im nächsten Jahr einen Markt für vier Wochen bereit zu stellen. Und so gut, dass alle Azubis der Region Großbeeren nun gemeinsam teilnehmen konnten.

Lerneffekt steht im Fordergrund
Im Sommer 2014 waren sie nun da: im PENNY Markt Berlin-Wedding. Insgesamt 33 Auszubildende, zwischen 17 und 28 Jahren jung, aus der gesamten Region Großbeeren angereist und in Unterkünften in Berlin untergebracht. Jeder mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen und anderem Kenntnisstand. Und genau diese Heterogenität macht das Projekt so spannend.

Andreas Lenk überlegte sich zu Beginn genau, welche Azubis für Marktleitung und Stellvertretung in Frage kommen – die einzigen Positionen, die über den Projektzeitraum von vier Wochen nicht gewechselt werden. Ansonsten galt: Alle machen alles - Kassieren, Ware bestellen, Verräumen. Denn der Lerneffekt steht klar im Vordergrund. Jede Schicht ist bewusst großzügig mit mindestens fünf Auszubildenden besetzt. So kann sich gegenseitig geholfen werden. „Wir nehmen uns hier den Luxus heraus, die Aufgaben und Prozesse so durchzu-führen, wie sie eigentlich sein sollen. Auch wenn das mehr Zeit kostet. Wir legen Wert auf Genauigkeit und präzise Abläufe“, erklärt Lenk das Prinzip.

„Es ist gut, vor neue Herausforderungen gestellt zu werden“
Als Marktleitung behält Josefine Voth, Teilnehmerin des PENNY Abiturientenprogramms, den Überblick. „Ich bin so eine Art Azubi-Mama“, lacht die Rostockerin. Die quirlige Azubine erlebte Anfangs einen echten „Kulturschock“, als sie nach Berlin kam. „In meinem Markt in Rostock kennt jeder jeden, da finde ich mich blind zurecht. Hier ist das natürlich etwas ganz anderes. Ich arbeite intensiv mit den Marktzahlen, um planen zu können. Es tut aber durchaus auch gut, mal aus der gewohnten Routine auszubrechen und vor ganz neue Herausforderungen gestellt zu werden“, erzählt Voth. So kann sie nicht nur ihre Erfahrungen an die jüngeren Azubis weiter geben – sie nimmt auch selbst viel für sich mit.

Zu den alltäglichen Herausforderungen im Markt kommen diverse Aktionen, bei denen die Azubis Gelerntes auf die Probe stellen können. „penny to go“- und Weinverkostungen, Non-food Sondervermarktungen, ein DAK Gesundheitstag: Hier müssen Stände betreut, Themenwelten erstellt und Ware ansprechend platziert werden. „Da geht es vor allem auch um die aktive Kundenansprache. Unsere Auszubildenden sollen die Scheu vorm Kunden verlieren“, so Andreas Lenk.

„Der Markt soll weiterhin wirtschaftlich erfolgreich laufen“
Neben Andreas Lenk, der fast jeden Tag im Markt vor Ort ist, stehen natürlich auch die Vertriebskollegen den Auszubildenden mit Rat und Tat zur Seite: Daniel Perpeet (Vertriebsleiter), Werner Ewering (Verkaufsleiter), Manuela Klemme (Bezirksleitung) freuen sich über das Nachwuchs-Projekt, achten aber auch auf die fortlaufenden Zahlen.

Andreas Lenk betont: „Unser Regionsleiter Steffen Graupner stärkt uns den Rücken, aber natürlich soll der Markt auch während der Azubi-Phase wirtschaftlich erfolgreich weiter laufen. Den Abschluss der praktischen Projektphase bildet darum die gemeinsame Monatsinventur mit der stellvertretenden Bezirksleitung Sabine Wilkens. Es folgen Einzelgespräche mit jedem Auszubildenden – hier gebe ich Feedback zum Erreichten. Außerdem schauen wir alle gemeinsam auch noch mal auf die Marktkennzahlen für den von den Azubis verantworteten Zeitraum und werten diese genau aus, um das Verantwortungsbewusstsein zu schärfen.“ 

Schließlich wird der Markt wieder dem Stammpersonal, das während der Azubi-Phase entweder in anderen Märkten im Einsatz oder im Urlaub ist, übergeben. Zeit zum Durchatmen bleibt der Personalentwicklung kaum – die Kollegen haben weiterhin Großes vor: „Mein Traum ist es, das ganze Jahr über einen Markt zu haben, in dem nur Azubis arbeiten“, so Andreas Lenk. Vielleicht geht dieser ja einmal in Erfüllung.

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