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ArticleId: 436newsDie Initiative Tierwohl hat ihre Arbeit aufgenommen. Landwirte, die über gesetzliche Haltungsstandards hinausgehen, sollen belohnt werden. In einem Fonds stehen dafür Millionen bereit.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/8/0/csm_Tierwohl_nl_standard_ef0639ad77.jpgInitiative startet mit MillionenfondsZum Wohl der Tiere
Foto: sorensen - Fotolia
Verantwortung
Verantwortung
Initiative startet mit Millionenfonds
Zum Wohl der Tiere

Nach mehrjähriger Vorbereitungszeit hat die Initiative Tierwohl nun offiziell ihre Arbeit aufgenommen. Landwirte, die über die gesetzlichen Standards für die Schweine- und Geflügelhaltung hinausgehen, sollen belohnt werden. In einem Fonds stehen dafür Millionen bereit.

Die Forderung der Verbraucher nach artgerechter Tierhaltung steigt zunehmend. Immer mehr Kunden wollen mit ihrer Kaufentscheidung bewusst Einfluss auf den Tierschutz nehmen. Um diesen in der Nutztierhaltung maßgeblich weiterzuentwickeln, hat am Dienstag (13.1.) die Initiative Tierwohl offiziell ihre Arbeit aufgenommen. Die Initiative sei ein „klares Bekenntnis zu mehr Nachhaltigkeit und Verantwortung in der Fleischproduktion“, erklärte Geschäftsführer Alexander Hinrichs in Berlin.

Das Bündnis aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel will die Haltungsbedingungen für Schweine und Geflügel in Deutschland verbessern. Dafür stünden in den kommenden drei Jahren rund 255 Millionen Euro bereit, kündigte die Initiative an. Landwirte, die ihren Tieren zum Beispiel mehr Platz bieten als es die Gesetze vorschreiben, sollen künftig aus dem Fonds Gelder beantragen können. Dafür müssen sie Verbesserungen bei der konventionellen Nutztierhaltung nachweisen. Die Teilnahme an der Initiative ist freiwillig.

Großes Interesse bei Landwirten

Der Fonds speist sich aus dem Fleischverkauf. Teilnehmer sind neben der REWE Group bisher die Handelsketten Aldi, Edeka, Kaiser's Tengelmann, Kaufland, Lidl, Netto und Real. Sie zahlen vier Cent pro Kilogramm Verkaufsmenge ein. Es bleibe dem Handel überlassen, ob er die Fleischpreise für diese Abgabe erhöhe, sagte Franz-Martin Rausch, Geschäftsführer beim Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels.

Das Interesse bei den Landwirten sei bisher groß, sagte Hinrichs. Für 2015 stünden 85 Millionen Euro im Fonds bereit. Dafür lasse sich die Haltung für bis zu acht Millionen Schweine, 300 Millionen Hähnchen und 15 Millionen Puten verbessern.Was sich konkret für die Nutztiere verbessert, bleibt nach Angaben der Initiative neben Grundstandards wie der Überwachung von Antibiotika-Gaben dem Landwirt überlassen. Er kann sich bei Schweinen zum Beispiel verpflichten, Auslauf für die Tiere zu schaffen, sie zusätzlich mit Heu zu füttern oder Haltebuchten in Liege-, Spiel- und Fressbereiche aufzuteilen, berichtete Johannes Röring für den Deutschen Bauernverband.

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