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ArticleId: 89newsAldi und Co. auf dem Vormarsch: Nach einer Schwächephase gewinnen die Discounter in Deutschland wieder an Boden. Moderne Märkte und Sortimente treiben den Umsatz an.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/8/d/csm_22157435_nl_standard_dd3c06f8ed.jpgComeback der DiscounterGfk-Studie
Foto: Minerva Studio - Fotolia
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GfK-Studie zu Marktanteilen
Comeback der Discounter

Aldi und Co. auf dem Vormarsch: Nach einer Schwächephase gewinnen die Discounter in Deutschland wieder an Boden. Im vergangenen Jahr steigerten sie ihren Marktanteil auf fast 44 Prozent. Moderne Märkte und Sortimente treiben den Umsatz an.

Zuletzt sah alles danach aus, als hätten REWE, Edeka und die anderen Supermärkte den Siegeszug von Lidl und Aldi gestoppt. Doch jetzt melden sich die Discount-Riesen nach einer Schwächephase zurück: Im vergangenen Jahr steigerten sie nach Berechnungen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ihren Marktanteil auf fast 44 Prozent.

Von 2009 an hatten sie noch stark an Marktanteilen verloren. Doch das ist Vergangenheit. "Was wir in den zurückliegenden Jahren erlebt haben, war eine kleine Wachstumsdelle, nicht das Ende des Wachstums der Discounter. Aldi und Co. stoßen immer noch auf ein empfängliches Umfeld in Deutschland", erklärt Handelsexperte Thomas Roeb von der Hochschule Rhein-Sieg.

Modernere Märkte und Sortimente

Das Wiedererstarken der Discounter ist kein Zufall, denn sie haben zuletzt Millionen in die Modernisierung von Filialen und Sortiment gesteckt. So wurden Tausende von Geschäften mit Backstationen ausgerüstet. Auch ihr Frischeangebot – egal ob Obst und Gemüse, Fleisch oder Fisch – haben die Discounter Schritt für Schritt ausgeweitet.

Mit Erfolg. "Es gibt eine starke Wanderungsbewegung vom Fachhandel zum Discounter – auf Kosten von Bäckereien, aber auch von Metzgern oder Gemüsehändlern", sagt GfK-Handelsexperte Wolfgang Adlwarth. Doch geht das Comeback der Billigheimer nach den Zahlen der GfK nicht auf Kosten der "klassischen" Supermärkte. Vor allem Edeka und REWE lieferten sich weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Discountern, meint Adlwarth.

Billig reicht nicht

Denn billig sein, ist längst nicht mehr das alleinige Erfolgsrezept der Discounter. Im Gegenteil: Sie bemühen sich recht erfolgreich darum, ihren Kunden etwas teuerere Produkte zu verkaufen. Nur noch gut vier von zehn Euro verdienen die Discounter laut GfK im Preiseinstiegsbereich. Eine immer größere Rolle spielen Angebote mit "Mehrwert" – etwa Bioprodukte oder Waren aus regionalem Anbau, für die der Käufer etwas tiefer in die Tasche greifen muss.
 

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