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ArticleId: 1469magazineJeder PENNY-Kunde dürfte sie kennen: die „PENNY to go“-Sandwiches. one wollte wissen, wie sie hergestellt werden – etwa industriell, anonym? Die Recherche-Reise führte ins Münsterland – und zu einer überraschenden Erkenntnis.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/9/9/csm_TT05_06_Convenience-mgt_standard_75deee50cf.jpgWillkommen in Sandwichhausen!Lieferantenbesuch bei PE.WE.
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Willkommen in Sandwichhausen
von Achim Bachhausen
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Jeder PENNY-Kunde dürfte sie schon gesehen oder gar gekauft haben: die „PENNY to go“-Sandwiches aus dem Convenience-Kühlregal. one wollte wissen, wo und vor allem wie die beliebten Snacks hergestellt werden – etwa industriell, anonym? Die Recherchereise führte ins Münsterland und zu einer überraschenden Erkenntnis.

Mit drei Millionen Stück pro Monat ist das Dreieck-Sandwich das stärkste Produkt

Am Anfang war das Bier. Als Mitarbeiter eine der größten deutschen Brauereien unterhielt Peter Wünsche beste Kontakte in die Gastronomieszene. Damals, in den 1970er Jahren, erlebte die Kneipenkultur ihre Blütezeit, nach der Arbeit ging Mann erst mal auf ein Frischgezapftes in die Stammkneipe auf der Ecke. „Vielerorts gab es zum Bier aber nichts Gescheites zu essen“, stellte Wünsche fest.

Marktlücke früh erkannt
Der Vertriebsprofi sah eine Marktlücke und begann, zusammen mit seiner Frau Karin in Heimarbeit Brote zu schmieren und diese den Wirten zu verkaufen. Was man heutzutage als Start-up bezeichnen würde, sollte der Grundstein sein für ein mittelständisches Unternehmen. Heute, mehr als 40 Jahre später, reichen die eigenen vier Wände längst nicht mehr aus, um die Nachfrage nach belegten Broten, besser bekannt unter der Bezeichnung Sandwich, zu befriedigen.

380 Mitarbeiter sorgen für frischen Nachschub
Produziert wird an zwei Standorten in Lüdinghausen, eine Erweiterung ist in Planung. Und auch mit zwei Mitarbeitern kommt die Firma PE.WE., wie sie der Gründer in Anlehnung an seine Initialen nannte, bei weitem nicht mehr aus. 380 Mitarbeiter produzieren an sechs Tagen pro Woche fast rund um die Uhr Sandwiches, Baguettes, Wraps, Bagels und Burgers.

Das Meiste geht längst nicht mehr in die Gastronomie, sondern in den Lebensmittelhandel und in den GV-Bereich. Schuld an der Verschiebung ist nicht allein das seit Jahren anhaltende Kneipensterben. Auch die Ernährungs- und Lebensgewohnheiten haben sich in den letzten Jahrzehnten massiv geändert. Statt wie früher gemeinsam am Tisch wird heute viel mehr unterwegs und außer Haus gegessen. Auch ein verändertes Reiseverhalten mit neuen Zielen hat den Horizont kulinarisch erweitert.

Mit insgesamt 380 Mitarbeitern, darunter viele langjährige, gehört PE.WE. zu den größten Arbeitgebern in Lüdinghausen (Fotos: Achim Bachhausen)
Insgesamt verlassen täglich zwischen 200.000 und 250.000 Produkte die Hallen im Münsterland
Damals wie heute ist Handarbeit beim Belegen und Verpacken gefragt. Hygiene ist oberstes Gebot.
Die Zutaten stellt PE.WE. nicht selbst her. Brote und Beläge werden von renommierten Unternehmen aus der Lebensmittelwirtschaft täglich frisch zugeliefert und umgehend verarbeitet

Ready to eat-Produkte stehen hoch im Kurs
„Das Interesse am Produktsegment ´ready to eat´ steigt“, bestätigt Juniorchefin Annekatrin Wünsche. Gefragt sind fertige, schmackhafte Snacks – und das nicht nur bei jungen Menschen.

PENNY begleitet den Convenience-Trend seit etlichen Jahren sehr erfolgreich mit der Eigenmarke „PENNY to go“. Zu den Bestsellern und Stammartikeln der Range zählen die Sandwiches von PE.WE. „Für und mit PENNY haben wir über 25 Rezepturen entwickelt“, erklärt Annekatrin Wünsche, die im Familienunternehmen neben Marketing und Vertrieb auch die Produktentwicklung verantwortet.

Während einige Produkte ihren Stammplatz im „Penny to go“-Kühlregal haben, etwa das Schinken-Käse- oder das Schinken-Salami-Sandwich, sucht das PENNY-CM-Team ständig nach neuen, trendigen Geschmacksrichtungen, die dann von PE.WE. entwickelt und gemeinsam in der firmeneigenen Verkostungsküche probiert werden. Wird´s für gut befunden, kommt es in die PENNY-Märkte.

Doch setzt sich bekanntlich nicht jede Neuheit beim Verbraucher durch ­– so vielversprechend sie auch sein mag. „Deutschland ist beim Geschmack schon speziell“, weiß Annekatrin Wünsche aus Erfahrung und dem Vergleich mit unseren Nachbarländern. 

Über den Wolken gibt´s Bodenständiges
So setzten Tochter und Vater Wünsche große Hoffnung in ein traditionelles Produkt mit handwerklichem Anspruch. Doch die rustikale „Muttis Stulle“ floppte im Handel. „Aber im Airline-Geschäft ist´s der Renner“, freut sich Annekatrin Wünsche.

Doch einerlei, ob gute alte Stulle von Muttern oder das neudeutsche Sandwich – ohne Menschen geht nichts. Daran hat sich in all den Jahren trotz industrieller Herstellung nichts geändert.


Der Lieferant: PE.WE.

Das Convenience-Sortiment des Unternehmens besteht aus verschiedenen Burgern, Hot Dogs, Sandwiches, Bagels, Baguettes und Wraps. Es ist unterteilt in die drei Produktlinien Basics, Highlights und Ready-to-eat. Zum Kundenstamm gehören Lebensmitteleinzelhändler, Großverbraucher und Cateringfirmen, die Bahn und Fluglinien. Das 1975 von Peter Wünsche – davon abgeleitet der Firmenname PE.WE. – gegründete Unternehmen ist ansässig in Lüdinghausen unweit von Münster. Die 380 Mitarbeiter stellen jährlich rund 60 Millionen Convenience-Produkte her. In der Produktion ist ein hohes Maß an Transparenz wichtig, weshalb es ein Chargenrückverfolgungssystem für jeden angelieferten und verarbeiteten Rohstoff gibt. Inzwischen führt Annekatrin Wünsche, die Tochter des Gründers, das Familienunternehmen gemeinsam mit Geschäftsführer Henric Birrong.


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