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ArticleId: 805newsMit Pilotprojekten zum Verzicht auf Schnabelkürzen von Legehennen hat sich die REWE Group als Vorreiter präsentiert. Das Engagement zahlt sich nun aus: Das Verbot wird Teil eines entscheidenden Leitfadens.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/1/b/csm_Schnabelkuerzen_nlt_standard_60603eade5.jpgVorreiterrolle zahlt sich ausVerzicht auf Schnabelkürzen
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Verantwortung
REWE Group
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REWE Group
Verzicht auf Schnabelkürzen
Vorreiterrolle zahlt sich aus

Mit Pilotprojekten zum Verzicht auf Schnabelkürzen von Legehennen hat sich die REWE Group als Vorreiter präsentiert. Das Engagement zahlt sich nun aus: Das Verbot wird nun Teil eines entscheidenden Leitfadens.

Der Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen (KAT) wird ab kommendem Jahr das Verbot des Schnabelkürzens bei Legehennen auf freiwilliger Basis in die KAT-Leitfäden aufnehmen. Das hatte die REWE Group bereits Ende Oktober gefordert und mit eigenen Pilotprojekten vorangetrieben. So verpflichtet die REWE Group ihre Eigenmarken-Lieferanten im Rahmen von Pro Planet dazu, mindestens eine Herde mit unkupierten Schnäbeln zu halten - eine Vorgabe, die die Lieferanten inzwischen übertreffen und jeweils mehr als eine Herde aufgestallt haben. Auch einige KAT-Betriebe haben bereits versuchsweise Legehennen mit ungekürzten Schnäbeln eingestallt.

Das verlief nicht immer reibungslos, in einigen Fällen hat etwa zunehmender Kannibalismus zu mehr Tierleid geführt. Deshalb soll die Neuerung so schonend wie möglich umgesetzt werden. „Wir haben diese Schwierigkeiten in der Umstellung zum Anlass genommen, das Verbot des Schnabelkürzens zunächst auf freiwilliger Basis, aber dafür auch bereits Anfang 2016 in unsere Leitfäden aufzunehmen, damit wir alle unsere Tierhalter nach ihren betriebsspezifischen Möglichkeiten ebenso frühzeitig wie nachhaltig mitnehmen können“, sagt Friedrich-Otto Ripke, Vorstandsvorsitzender von KAT. „Die 75 Millionen KAT-Legehennen in ganz Europa dürfen keinesfalls zum Opfer von vorschnell erzwungenen Stichtagen werden.“

Dieses Anliegen ist auch der REWE Group wichtig: „Unsere Pilotprojekte zeigen, dass mit dem Ausstieg aus dem Schnabelkürzen verbindliche begleitende Maßnahmen sowohl in den Haltungs- als auch in den Managementsystemen umgesetzt werden müssen“, sagt Dr. Klaus Mayer, Leiter Qualitätsmanagement der REWE Group. „Hierzu gehört auch eine verbindliche Regelung, wie im Falle des Auftretens von Verhaltensanomalien eine temporär differenzierte Lichtsteuerung zu erfolgen hat.“

KAT wird ab Januar 2016 die Mitgliedsbetriebe kontrollieren, die ihre Junghennen mit ungekürzten Schnäbeln einstallen. Nach erfolgreicher Kontrolle erhalten die Betriebe auf der Webseite von KAT (www.was-steht-auf-dem-ei.de) einen zusätzlichen Hinweis. Damit ist für die Kunden über die Printnummer auf dem Ei klar nachvollziehbar, welche Eier von Legehennen mit ungekürzten Schnäbeln stammen. Bis zum 31. August 2018 sollen alle KAT-Betriebe das Verbot verbindlich umgesetzt haben.

Über KAT
Der „Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen“ (KAT) wurde 1995 gegründet. KAT ist nach eigenen Angaben die wichtigste Instanz bei der Prüfung von Eiern aus alternativer Hennenhaltung - sprich Öko-, Freiland- oder Bodenhaltung und auch für daraus hergestellte Eiprodukte. Ziel von KAT ist eine lückenlose Kontrolle der Eier sowie die konsequente Erfassung der Warenbewegungen - vom Legebetrieb bis zum Verbraucher. So garantiert das Siegel „Kontrolliert durch KAT“, dass die Eier auch tatsächlich aus den deklarierten Haltungsformen stammen. Weitere Informationen unter: www.was-steht-auf-dem-ei.de

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