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ArticleId: 582newsSchädlinge und extremes Wetter sorgen für heftige Ernteausfälle bei Oliven. Teils sind die Ernten um 50 Prozent eingebrochen. Kunden müssen sich daher auf steigende Preise für Oliven und Olivenöl einstellen.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/f/d/csm_Olivenoel_nlt_standard_1fdd0b6cd1.jpgOlivenöl wird knappSchlechte Ernte
Foto: Duan Zidar - Fotolia
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Schlechte Ernte im Mittelmeerraum
Olivenöl wird knapp

Schädlinge und extremes Wetter sorgen für heftige Ernteausfälle bei Oliven. Teils sind die Ernten um 50 Prozent eingebrochen. Kunden müssen sich daher auf steigende Preise für Oliven und Olivenöl einstellen.

Für Fans von Oliven und Olivenöl könnten harte Zeiten anbrechen, denn Parasiten, Bakterien und extreme Wetterlagen haben die Olivenöl-Produktion am Mittelmeer beinahe zum Erliegen gebracht.

In Spanien, dem weltweit größten Olivenproduzenten, sorgte extrem trockenes Wetter für Ernteausfälle. Dort wurde bei der vergangenen Ernte eine Million Tonnen weniger Oliven eingefahren als noch 2013. Das entspricht einem Minus von über 50 Prozent.

In Italiens Olivenhainen hat die Ölivenfruchtfliege, mit lateinischem Namen Bactrocera oea, ihr Unwesen getrieben und 35 Prozent der Olivenernte vernichtet. Als wäre ein Parasit nicht genug, hat zudem das Feuerbakterium, Xylella Fastidiosa dafür gesorgt, dass Olivenbäume abgestorben sind und ganze Haine in Apulien abgeholzt werden mussten.

Starke Regenfälle und kühle Temperaturen taten im vergangenen Sommer ihr Übriges, so dass die Pressen in Italien vielerorts still standen. Spanien und Italien sind für zwei Drittel der weltweiten Olivenölproduktion verantwortlich.
Der begrenzten Warenverfügbarkeit steht eine international zunehmende Nachfrage entgegen. Denn in Ländern wie den USA oder China ist man ebenfalls auf den Geschmack des flüssigen Goldes gekommen.

Gute Ernte in Griechenland und Tunesien reicht nicht
Während in der Mittelmeerregion weniger produziert wurde, konnten Griechenland und Tunesien, der viertgrößte Olivenanbauer der Welt, eine gute Ernte einfahren. Diese reicht jedoch bei Weitem nicht aus, um die Ausfälle in Italien und Spanien auszugleichen.

„Die Ernteschäden in Italien und Spanien haben zur Folge, dass die globale Produktion das niedrigste Niveau seit vielen Jahren erreicht hat“, sagt Michael Schlömer, der im Strategischen Einkauf bei der REWE Group unter anderem für Olivenöl zuständig ist.

Für die Verbraucher bedeutet die Missernte nichts Gutes. „Kunden müssen sich auf steigende Preise einstellen. Seit dem ersten Quartal 2015 sind die Preise für Olivenöl im Einkauf erheblich gestiegen“, so Schlömer weiter.

Wird die diesjährige Ernte zu einer Trendwende führen? „Ob und wann sich die Situation entspannt, hängt einzig und allein von der nächsten Ernte ab“, so Schlömer. Die Bestände aus dem Vorjahr seien jedenfalls weitestgehend erschöpft.

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