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ArticleId: 445newsAcht von zehn Kunden würden Lebensmittel lieber verpackungsfrei einkaufen, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Hauptgrund ist der Umweltschutz. Doch bislang kommen nur wenige Händler dieser Nachfrage nach: Zu viele Fallstricke lauern bei der Umsetzung.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/c/9/csm_Verpackungen_nlt_standard_d89e8ecfbd.jpgKunden wollen’s ohneStudie zu Verpackungen
Foto: spql - Fotolia
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Neue Studie zu Verpackungen
Kunden wollen’s ohne

Acht von zehn Kunden würden Lebensmittel lieber verpackungsfrei einkaufen, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Hauptgrund ist der Umweltschutz. Doch bislang kommen nur wenige Händler dieser Nachfrage nach: Zu viele Fallstricke lauern bei der Umsetzung.

Lebensmittel einkaufen und dabei weitgehend auf Verpackungsmaterialien verzichten – das wünschen sich immer mehr Verbraucher. Ganze 82 Prozent wären bereit, ihre eigenen Transportbehälter mitzubringen. Das zeigt die Verbraucherumfrage „Verpackungsfreie Lebensmittel“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC, für die 1.000 Bundesbürger befragt wurden.

35 Prozent der Studienteilnehmer würden demnach ein Geschäft bevorzugen, das ausschließlich verpackungsfreie Lebensmittel anbietet; dagegen würden 63 Prozent der Konsumenten lieber in einem herkömmlichen Supermarkt einkaufen, der einen Anteil an verpackungsfreien Waren bereithält. Lediglich 18 Prozent der Befragten können sich gar nicht vorstellen, Lebensmittel ohne Folie, Karton oder Tüte zu wählen.

Umweltschutz als zentrales Motiv

"In den vergangenen Jahren haben wir ein stetiges Wachstum der Zahl von Verpackungen beobachtet, auch bedingt durch die Zunahme von Single-Haushalten und Convenience-Produkten", sagt Gerd Bovensiepen, Leiter des Geschäftsbereichs Handel und Konsumgüter bei PwC. "Allmählich zeichnet sich aber eine Trendwende ab, die der Handel ebenso wie die Verpackungsindustrie durchaus ernst nehmen sollten, um rechtzeitig auf die Wünsche der Kunden reagieren zu können."
Das Umweltbewusstsein der deutschen Verbraucher steigt – das ist auch das Hauptmotiv für ihr Interesse am verpackungsfreien Einkauf. In der PwC-Studie bestätigten 64 Prozent der Befragten, dass sich durch die neue Form des Einkaufs Verpackungsmüll reduzieren und die Umwelt schonen lässt. An zweiter Stelle steht für die Konsumenten das Argument, genau die Menge einkaufen zu können, die sie benötigen (54 Prozent), an dritter Stelle der Vorteil, nicht durch 'Mogelpackungen' getäuscht zu werden (47 Prozent).


Den Verbrauchern fehlen Angaben zum Produkt

Verpackungsfrei einkaufen bedeutet einen Mehraufwand für den Kunden: Er bringt Gefäße von zu Hause mit, stellt die benötigte Menge auf die Waage und füllt sie in seine Behältnisse ab. Doch dazu sind die Verbraucher offenbar bereit – nur 33 Prozent sehen das als Nachteil. Schwerer wiegt für die Konsumenten, dass ihnen ohne Verpackungen wichtige Angaben zum Produkt wie Inhaltsstoffe oder Haltbarkeit fehlen (41 Prozent) sowie der Vorteil verpackter Lebensmittel, diese besser lagern zu können als abgefüllte Produkte (34 Prozent).

Wie aufgeschlossen die Verbraucher für den verpackungsfreien Einkauf sind, hängt aber auch von der Art der Ware ab. Obst und Gemüse etwa würden 71 Prozent immer in loser Form kaufen. Das gilt ebenso für Backwaren wie Brötchen, Brot und Kuchen (62 Prozent). Selbst bei Trockenprodukten wie beispielsweise Reis, Linsen oder Bohnen sowie bei Nudeln oder anderen Teigwaren gaben jeweils 37 Prozent der Befragten an, sich vorstellen zu können, diese Waren immer ohne Umverpackung zu kaufen. Große Skepsis besteht dagegen bei Milchprodukten und bei flüssigen Lebensmitteln wie Essig, Öl oder Säften. Hier können sich lediglich 15 beziehungsweise 14 Prozent vorstellen, diese Lebensmittel immer selbst abzufüllen.


Kunden wollen für verpackungsfreie Waren nicht mehr zahlen

Rund ein Drittel der Kunden wäre bereit, einen höheren Preis für verpackungsfreie Waren zu zahlen. Dagegen gaben 69 Prozent der Befragten an, dass sie keinen höheren Preis bezahlen würden. Lediglich drei Prozent der Befragten würden einen Preisaufschlag von zehn bis 20 Prozent akzeptieren. Längere Fahrtwege würden dagegen immerhin 52 Prozent der Kunden für den umweltfreundlicheren Einkauf auf sich nehmen.

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