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Fonds fürs Tierwohl beschlossen

Die Branchen-Initiative Tierwohl ist startbereit: Ab 2015 sollen Landwirte eine Prämie erhalten, wenn sie etwas für das Tierwohl tun - über die gesetzlichen Vorschriften hinaus. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt begrüßte den Schritt.

Höhere Standards bei der Tierhaltung verankern, und zwar auf breiter Front: Das ist das Ziel der „Initiative Tierwohl“, einem Gemeinschaftsprojekt der Land- und Fleischwirtschaft und des Einzelhandels. Nach längeren Verhandlungen wurde nun eine abgestimmte Branchenlösung erzielt. Lediglich das Bundeskartellamt muss noch zustimmen.

Ab 2015 sollen Schweinehalter eine jährliche Prämie erhalten, wenn sie bestimmte Grundanforderungen erfüllen. Dazu zählen mehr Platz in den Ställen, mehr Tageslicht oder die Fütterung mit Raufutter wie Gras und Rüben. Darüber hinaus können die Landwirte weitere Zahlungen erwarten, wenn sie Schweinespielzeug anschaffen, die Kühlung im Stall verbessern oder Jungeber aufziehen, und so die umstrittene Kastration von Ferkeln vermeiden.

Tierwohl stärker zur Gundlage des Handelns machen“

Das Geld kommt vom Lebensmitteleinzelhandel, der pro Jahr 65 Millionen Euro in einen Fonds einzahlt. Beteiligt sind neben der REWE Group auch Aldi, Lidl, Kaufland, Kaiser's Tengelmann, Edeka und Real. Rund ein Viertel der 25 000 Schweinehalter wollen von Anfang an mitmachen, heißt es beim Bauernverband. Auch die Geflügelbranche soll Teil der Initiative sein, dort laufen die Detailverhandlungen jedoch noch.

„Wir beteiligen uns an der Initiative, weil wir auch in Zukunft den Verbraucherinnen und Verbrauchern Schweinefleisch in hervorragender Qualität und großer Vielfalt anbieten wollen, gleichzeitig aber das Tierwohl noch stärker zur Grundlage unseres Handelns machen. Zu diesem Zweck haben wir mit anderen Handelspartner unter Einbeziehung von Wirtschaft, Wissenschaft und Interessengruppen ein umfassendes Programm zur Förderung des Tierwohls auf der landwirtschaftlichen Produktionsebene  entwickelt und hierfür wissenschaftlich fundierte, messbare und belegbare Anforderungen an die Tierhaltung definiert“, sagt Dirk Höfer, Leiter Strategischer Einkauf Food2.

Bundeslandwirtschaftsminister begrüßt Initiative


Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat die geplante Tierwohl-Initiative begrüßt. Er befürworte jede Initiative, die für mehr Tierschutz sorge, sagte Schmidt der Nachrichtenagentur dpa. „Verbraucher, die sich mehr Tierschutz oder regionale Herkunft wünschen, sind immer öfter auch bereit, hierfür mehr Geld auszugeben“, so Schmidt. Er heiße gut, dass es Wahlmöglichkeiten gebe, so dass Verbraucher bewusste Kaufentscheidungen für Standards treffen könnten, die über die hohen gesetzlichen Anforderungen hinausgingen.

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