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ArticleId: 358newsDer Kühlschrank ist leer, doch zum Einkaufen fehlt die Zeit? Abhilfe möchte das Münchner Start-up Shopwings schaffen. Das Konzept: Ein persönlicher Einkäufer liefert binnen zwei Stunden online bestellte Lebensmittel an die Haustür. Dahinter steht ein Bekannter der Internetszene.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/b/2/csm_Rocket_nlt_standard_e6d69eb8c1.jpgBis der Bote klingeltLieferservice Shopwings
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Lebensmittel-Lieferservice Shopwings
Bis der Bote klingelt

Der Kühlschrank ist leer, doch zum Einkaufen fehlt die Zeit? Abhilfe möchte das Münchner Start-up Shopwings schaffen. Das Konzept: Ein persönlicher Einkäufer liefert binnen zwei Stunden online bestellte Lebensmittel an die Haustür. Dahinter steht ein Bekannter der Internetszene.

Die Deutschen shoppen inzwischen fast alles im Netz. Schuhe, Klamotten, Werkzeug oder Möbel - gemütlich vom heimischen Sofa ordern sie, was sie brauchen. Auch dem Online-Lebensmittelhandel sagen Experten enorme Wachstumsraten voraus. Doch bis dato gibt es eine Einschränkung: Die Lieferung dauert mindestens bis zum nächsten Tag. Wer dringend am selben Tag noch seinen Kühlschrank auffüllen muss, kommt um den Gang zum nächsten Supermarkt nicht herum.

Das will das Münchner Startup Shopwings ändern. Die Idee: Der Kunde kann auf der Shopwings-Website aus 6.000 Produkten wählen und seinen virtuellen Einkaufswagen füllen. Nach der Online-Bezahlung fährt ein Bote in den Supermarkt, kauft die gewünschten Produkte ein und bringt die Einkaufstüten bis zur Haustür. Maximal zwei Stunden soll das dauern - ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber bisherigen Anbietern, findet  Shopwings-Mitgründer Florian Jaeger: „Wir sparen dem Kunden Zeit“, sagt er dem Handelsblatt Online. Für eine verspätete Lieferung gebe es keinen Alternativplan: „Das wird nicht vorkommen“, verspricht Jaeger Shopwings. Es gebe genügend Shopper, die die Nachfrage bedienen könnten.
 
Das lässt sich Shopwings auch etwas kosten: Die Lieferung beträgt 4,90 Euro und auch der Preis einiger Produkte ist etwas höher als beim eigenen Supermarkt-Besuch. „Wir machen unsere eigenen Preise“ so der Unternehmensgründer Jaeger gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“. Schließlich muss Shopwings die freiberuflichen Einkäufer refinanzieren. Diese geben vorab ihre verfügbare Zeit und das verfügbare Postleitzahlengebiet an und erhalten ihre Aufträge denn per App vermittelt. Die Bezahlung richtet sich nach der Größe des Einkaufskorbes. Finden die Einkäufer ein Produkt auf dem Einkaufszettel ihrer Auftraggeber nicht, rufen sie diesen an, um sich auf einen Ersatz zu einigen.

Samwer-Brüder als Geldgeber
Hinter Shopwings, die am 13. Oktober vorerst in München an den Start gegangen sind, stecken die Samwer-Brüder. Über ihr jüngst an der Börse gestartetes Unternehmen Rocket Internet sind sie wichtigster Geldgeber für Shopwings. Oliver Samwer hatte erst im September die „Food-Offensive“ angekündigt. Nach Mode und Möbeln seien Lebensmittel das nächste E-Commerce-Thema für sein Unternehmen. Zum Samwer-Imperium gehören neben Shopwings auch Hellofresh, die Zutaten für ganze Gerichte liefern, und der Lieferdienst Eat First.

Keine Konkurrenz für den Einzelhandel
Als Konkurrenz für den Einzelhandel sieht sich Shopwings nicht. Im Gegenteil: Der Einzelhandel soll sogar profitieren, weil die Einkäufer ja direkt zum Supermarkt um die Ecke gehen, um die Liste des Kunden zu erfüllen. "Wir sehen uns als Partner des Einzelhandels", sagt Jaeger. Anders als etwa bei Amazon Fresh konkurriert das Startup nicht mit eigenen Produkten aus eigenen Lagerhallen, sondern bieten dem Konsumenten lediglich das an, was er auch selbst besorgen könnte.

Allerdings: Kooperationen mit Supermärkten gibt es noch nicht. Bisher muss Shopwings Produkte aus den Supermärkten einzeln kaufen, abfotografieren und auf der Website Seite anbieten. Dauerhaft kann das natürlich keine Lösung sein.

In naher Zukunft will Shopwings in andere Großstädte im In- und Ausland expandieren. Dabei dient das Abfragefeld der Postleitzahlen als Indikator dafür, in welchen Regionen für einen solchen Service das größte Interesse besteht. Kunden sollen in der Anfangszeit vor allem über PR-Maßnahmen und Online-Kampagnen, unter anderem in Facebook, generiert werden.

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