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ArticleId: 2261magazineREWE testet in 630 Supermärkten den Verzicht auf Plastik-Verpackungen bei Bio-Obst und -Gemüse. Mit dem Pilotversuch ist REWE Vorreiter in der Branche – das Einsparpotenzial liegt bei 60.000 Kilogramm Kunststoff pro Jahr.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/5/3/csm_REWE_testet_Plastik-Verzicht_start_mgt_st_8d97976f5b.jpgREWE startet größten Unverpackt-Test DeutschlandsBio-Obst und -Gemüse hüllenlos
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Hüllenloses Bio-Obst und -Gemüse in 630 Märkten

REWE startet größten Unverpackt-Test Deutschlands

24.04.2019

REWE testet in 630 Supermärkten den Verzicht auf Plastik-Verpackungen bei Bio-Obst und -Gemüse. Mit dem Pilotversuch ist REWE Vorreiter in der Branche – das Einsparpotenzial liegt bei 60.000 Kilogramm Kunststoff pro Jahr.

Acht von zehn Kunden würden laut einer Studie* beim Kauf von Lebensmitteln auf Einwegverpackungen verzichten. Dabei ist die Bereitschaft bei Obst und Gemüse am höchsten. Ob sich die Studienergebnisse mit dem tatsächlichen Einkaufsverhalten decken, überprüft REWE im größten Unverpackt-Test Deutschlands: In rund 630 REWE- und Nahkauf-Märkten in Baden-Württemberg, der Pfalz und dem Saarland wird vom 23. April an Bio-Obst und Bio-Gemüse weitestgehend ohne Plastik oder in umweltfreundlicheren Verpackungen angeboten.

Das jährliche Einsparpotenzial liegt bei 90.000 Kilogramm Verpackungsmaterial, davon sind bis zu 60.000 Kilogramm Kunststoff. Mit diesem Pilotversuch ist REWE Vorreiter in der Branche. Mit ihm sammelt der Handelskonzern wichtige Erfahrungen auf dem Weg zu einer weitgehenden Plastikfreiheit im Obst- und Gemüsesortiment.

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Ziel: Bis 2030 alle Eigenmarkenverpackungen umweltfreundlicher

„Angesichts des weltweiten Ausmaßes an Umweltverschmutzung und Plastikmüll stehen auch wir als Lebensmitteleinzelhändler in der Verantwortung, entgegenzusteuern und unser Umweltengagement zu intensivieren“, sagt Peter Maly, der bei REWE als Geschäftsführer Vertrieb für bundesweit über 3.300 REWE-Märkte verantwortlich ist. „Der Fokus liegt dabei auf Lösungen, die Verpackungen unnötig machen. Aber auch der sparsamere Einsatz von Materialien und die Entwicklung innovativer, umweltfreundlicherer Verpackungsalternativen sind Optionen. Gleichzeitig möchten wir unseren Kunden ein Angebot unterbreiten, mit dem es leicht fällt, etwas für die Umwelt zu tun. Daher ist unser Test so wichtig. Anhand der validen Ergebnisse und Erkenntnisse werden wir die weiteren Schritte ableiten.“ REWE hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende 2030 alle Eigenmarkenverpackungen umweltfreundlicher zu gestalten.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller freut sich über die Initiative: „Der NABU begrüßt den Test zum Verzicht auf Plastik als weiteren Schritt bei der Vermeidung von Verpackungen im Supermarkt. Noch verbrauchen wir in Deutschland mehr als 220 Kilogramm Verpackungen pro Kopf und Jahr. Diese Zahl muss steil nach unten gehen. Dafür brauchen wir Vermeidungslösungen für alle Materialien, also auch Glas, Papier und Aluminium. Wir freuen uns deshalb über diese umweltfreundliche Weichenstellung von REWE.“

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Beeren & Feldsalat: Manche Verpackungen nötig, um Produkt zu schützen

In den Test werden 107 Bio-Obst- und -Gemüsesorten einbezogen. Davon sind nicht alle unverpackt. Da Plastikverpackungen vor allem helfen, Frische, Qualität und Hygiene der Ware entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu sichern, werden bei dem Großversuch weiterhin beispielsweise einige hoch empfindliche Beerenfrüchte sowie frische Blattsalate wie Feldsalat oder Rucola geschützt. Auch Produkte wie Kartoffeln und Zwiebeln, die nicht einzeln mit einem Klebeetikett ausgezeichnet werden können, um die Unterscheidbarkeit zur konventionellen Ware zu gewährleisten, können zunächst nicht komplett unverpackt angeboten werden. In solchen Fällen werden möglichst umweltfreundlichere Kennzeichnungs- und Verpackungslösungen eingesetzt. Ausgewertet wird, wie sich die jeweiligen Maßnahmen etwa auf die Frische und die Haltbarkeit der Produkte auswirken, wie praktikabel sie sind und ob sie vom Kunden angenommen werden.

„Vermeiden, Verringern, Verbessern“

Schon 1.122 Eigenmarkenverpackungen hat die REWE Group nach der Devise „Vermeiden, Verringern, Verbessern“ sukzessive umweltfreundlicher gestaltet. Durch die Maßnahmen werden jährlich rund 7.000 Tonnen weniger Kunststoffe verbraucht. Zu den Beispielen zählen das ganzjährige „Natural Branding“ von Bio-Süßkartoffeln, die Reduzierung von Folienstärken und die Umstellung von Folienverpackung auf Klebebanderolen, Klebeetiketten oder Rispenstecker. Zudem kommt Graspapier oder zertifiziertes Papier bei Schachteln für verpacktes Obst oder Recyclat bei Plastikflaschen für Putz-, Wasch- und Reinigungsmittel zum Einsatz. Mit dem Mehrwegfrischenetz als Alternative für den Knotenbeutel appelliert REWE an die Kunden, vermehrt zu losem Obst und Gemüse zu greifen. Außerdem gibt es Edelstahl-Trinkhalme als Ersatz für die Einweg-Plastikhalme sowie Wattestäbchen mit Papier- statt Plastikschaft bei REWE.

Durch die Förderung von Mehrweg-Alternativen, alternativen Rohstoffen und Sekundärrohstoffen, Reduzierung von Verpackungsmaterial und Verwendung von recyclingfähigem Kunststoff sowie die Umstellung auf 100 Prozent zertifizierte Papierverpackungen möchte die REWE Group kontinuierlich die ökologischen Auswirkungen ihrer Verpackungen reduzieren und die Kreislaufwirtschaft der verwendeten Materialien unterstützen.

*Price, Waterhouse & Co. (PwC), Studie „Verpackungsfreie Lebensmittel – Nische oder Trend?“, 2015

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