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Thriller des Alltags
ArticleId: 171magazineMit Hilfe einer dreimonatigen Auszeit Sabbatical entdeckte eine alltagsmüde REWE-Mitarbeiterin in der Karibik die Langsamkeit und gewann ihre Arbeitsfreude wieder.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/e/0/csm_22702216_mgt_standard_ef09f37aa8.jpgKaribik statt KündigungREWE Auszeit Sabbatical
Pause auf Petit Rameau: Bianca Baur inmitten ihrer Karibik-Auszeit
REWE Auszeit Sabbatical
Sinn des Lebens auf Karibisch
von Bettina Offermann
Menschen
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REWE-Mitarbeiterin Bianca Baur tankte in der Karibik rund drei Monate lang neue Kraft für ihren Job. Möglich machte dies die REWE Auszeit Sabbatical.

Als Bianca Baur erstmals von der REWE Auszeit Sabbatical hörte, sagte sie sich: „Das will ich. Sofort“. Die 35-jährige arbeitete zu dem Zeitpunkt seit knapp 15 Jahren für die REWE Group, und zwar „gerne“, wie sie betont: „Aber ich war müde. Es gab für mich nur zwei Alternativen: Kündigen oder diese Auszeit wahrnehmen.“

Da ihre damalige Chefin sie voll und ganz unterstützte, konnte Bianca Baur sehr schnell mit der neun Monate dauernden Ansparphase für ihr Sabbatical beginnen. Dann hatte sie drei Monate, diese Zeit „auszugeben“.

Segeln, Schnorcheln, Seele baumeln lassen

Aber wofür? Darüber dachte sie intensiv nach. „Die Ideen reichten von Schildkröteneier sammeln für eine Tierschutzorganisation bis einfach nur schlafen.“ Schlussendlich entschied sie sich für ihr ganz eigenes Wohl: Drei Monate Karibik mit Segeln, Schnorcheln, Seele baumeln lassen.

Wie ein weiter Bogen spannen sich Inseln durch den Karibik genannten Teil des Atlantiks zwischen Key West (USA) und Caracas, Venezuela. Da sind die großen Antilleninseln wie Kuba. Und südöstlich davon die kleinen Antillen, die mit ihren

Traumstränden wie eine Perlenkette in einer mit blauem Samt ausgeschlagenen Schmuckschatulle im Meer liegen. Hierfür entschied sich Bianca Baur. „Ich stellte es mir einfacher vor, als Alleinreisende auf kleinen, überschaubaren Inseln Anschluss zu finden. Zudem wird auf den Inseln überwiegend englisch oder französisch gesprochen.“

Menschen, die Zeit haben


Zehn Stunden Flug und eine ganze Welt liegen zwischen Deutschland und Barbados. Dort atmete die Kölnerin erst einmal eine Woche lang durch in einem mit Bedacht gewählten Bed & Breakfast, „dessen Zimmerwirte sich um ihre Gäste kümmern und sie in ihren Alltag einbinden.“ Mit ihrer US-amerikanischen Gastgebeberin ging sie an den Strand und tat ansonsten - nichts.

Von Grenada aus machte sie dann den ersten von insgesamt drei Segeltörns. „Ich bin gerne auf Booten und habe sicher die Hälfte meiner Auszeit im Wasser beim Schnorcheln verbracht“. Danach wohnte sie eine Woche auf Grenada bei netten Gastgebern, die „sehr großzügig mit ihrer Zeit umgingen“. Zeit - vielleicht das größte Geschenk, das Bianca Baur von der Karibik und ihren Menschen bekam.

Pure Entspannung: Ein Tag mit den Hühnern von Gros Islet auf St. Lucia

Der Sinn des Lebens auf Karibisch

So wie von „PJ“ aus St. Lucia. Zimmerwirt, Rentner, Besitzer von viel Zeit und einem Campingstuhl. Tag für Tag sitzt er in seinem kleinen Dorf vor seinem Haus, in dem er mit seiner deutschen Frau für Entspannungssuchende wie Bianca Baur Bed & Breakfast anbietet. Einen ganzen Tag lang setzte sich die Kölnerin dazu. „PJ hat mich allen, die vorbeikamen, vorgestellt.“

Sie kam schnell ins Gespräch und bevorratete sich nach heimisch-gastfreundlicher Sitte mit Cola, Rum und Eiswürfeln. „Wir haben einfach vor dem Haus gesessen und verzällt.“

Nach diesem Tag kannte und grüßte sie jeden im Dorf. Oft schaute sie für Stunden einfach nur den Hühnern zu, wie sie die Dorfstraße entlang gackerten, und dem Hund beim Verschnaufen im Schatten. „Bei uns denkt man ja immer, man muss etwas Sinnvolles mit seiner Zeit anfangen“.

„Ich verstand nicht, warum sie so rannten“

Das quirlige Martinique, als eines von fünf französischen Übersee-Departements Verwaltungsbezirken wie Paris oder Hoch-Savoien gleichgestellt, war ein Kulturschock nach den beschaulichen Tagen auf St. Lucia. „Ich kam mit der Fähre an uns sah Hochhäuser und Autobahnen.“ Dort nahm sie zwei Freundinnen aus Deutschland in Empfang, die mit ihr ihren zweiwöchigen Jahresurlaub verbringen wollten. Erst beim gemeinsamen Sightseeing fiel ihr die eigene Veränderung auf: „Ich verstand gar nicht, warum die beiden so rannten.“ Sie selbst hatte unbemerkt ihr Tempo gedrosselt. Sich entschleunigt, wie es so schön heißt.


Auszeit-Fazit: Es geht uns doch gut

Seit einigen Monaten ist Bianca Baur zurück, sie steht morgens wieder gerne auf, sie hat innerhalb des Unternehmens eine neue Aufgabe übernommen, sie empfindet sich als gelassener: „Bevor ich mich über etwas im Job ärgere, mache ich mir bewusst, wie gut es uns doch im Grunde geht“. Empfehlen kann sie eine solche Auszeit jedem Kollegen.
Das wichtigste Erlebnis war für sie jedoch nicht das Schnorcheln mit Schildkröten, nicht das Segeln durch türkise Wasser. Es war das einfache Daseindürfen im Dorf von St. Lucia, die Freundlichkeit der Leute, die Zeit.

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