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Corona-Hunde
„Fragen Sie sich vorab: Wie ist mein Leben?“
von Bettina Rees

Kam Deutschland zu Corona-Zeiten auf den Hund? Ist der Verkauf von Leckerlis und Leinen gestiegen? Und wenn ja: Was passiert mit den Tieren, wenn Herrchen und Frauchen zurück ins Büro gerufen werden? Fragen an Expert:innen von ZooRoyal. 

Isabel Vieth, Product Manager Private Label bei ZooRoyal und Hundetrainerin i.A.

„Es gibt definitiv mehr Hunde in Deutschland als vor Corona. Die in meinen Augen beste Quelle dafür, das Tierregister Tasso, hat für 2020 im Vergleich zu 2019 rund zehn Prozent mehr Hunde eingetragen. Und alleine für Juli 2020 waren es über 20 Prozent mehr als im Juli 2019.

Alle seriösen Züchter haben lange Wartezeiten, denn zwar stieg die Nachfrage durch Corona, aber nicht das Angebot. Das weckt natürlich Begehrlichkeiten. Ich meine nicht nur den illegalen Welpenhandel, der sich während Corona verdreifacht hat, sondern die so genannten „Oops-Würfe“, also vorgeblich ungewollte Mischlingswelpen, die in den Kleinanzeigenportalen für mittlerweile sehr viel Geld angeboten werden. Denn jeder will plötzlich einen Hund oder erfüllt sich jetzt einen langgehegten Traum. 

Zwei Probleme können nun auf die Neubesitzer:innen zukommen: Faktor Zeit und Überforderung. Die einen müssen nach Corona zurück ins Büro und wissen nicht, was sie dann mit dem Hund machen sollen. Wer keine Tagespflege oder Familienmitglieder hat, andererseits aber ein zu großes Gewissen, um den Hund den ganzen Tag alleine zu lassen, wird den Hund wohl in liebevolle Hände abgeben. Ein Hund, der in die Pubertät kommt, ist wiederum die Herausforderung für unerfahrene Besitzer. Denn wegen Corona hatten die Hundeschulen und Welpenkurse geschlossen. Hier helfen Einzelstunden bei Hundetrainern.

Mein Tipp vorab: Fragen Sie sich, wie ist mein Leben, was möchte ich mit einem Hund machen? Die Optik sollte nicht ausschlaggebend sein. Und wenn der Welpe da ist: Ermöglichen Sie ihm von Anfang an gezielte Kontakte zu Artgenossen unterschiedlicher Rassen und Altersgruppen."

Wie Onlinehändler ZooRoyal den Corona-Zuwachs erlebt
Mehr Premiumfutter, mehr Zubehör

ZooRoyal, der Onlineshop für Tierfutter und -bedarf, ist seit 2014 ein Unternehmen der REWE Group und gilt heute als Deutschlands drittgrößter Heimtierhändler für Futter und -zubehör. In der Corona-Krise wuchs der Online-Heimtiermarkt stärker als der stationäre Handel: Laut IVH (Industrieverband Heimtierbedarf) verzeichneten die Onlineshops gesamt im Jahr 2020 eine Steigerung von 16 Prozent zum Vorjahr zu, stationär lag das Wachstum bei 4,3 Prozent.

Das bestätigt auch Stephan Wohlfeil, Senior Category Manager NonFood ZooRoyal: „Generell merkt man auch bei ZooRoyal, dass der gesamte Heimtiermarkt wirklich angestiegen ist. Der Kunde ist gewillt, Geld in die Hand zu nehmen und seinem Haustier einiges zu bieten. Der Bereich Heimtierbedarf und Zubehör ist in Summe auch deutlich angestiegen, ob Schlafplätze oder Pflege und Hygiene.“  Sein Kollege Christian Schöttler, Senior Category Manager Food hat den Futterbereich im Blick: „Den angeblichen Boom von Welpen- und Kittenfutter merken wir selbst noch nicht so stark. Deutlich ist aber: der Trend geht weiter Richtung Premium.“

Für Hund und Katz ist immer Platz
Der deutsche Heimtiermarkt 2020 *) 

* Quelle: IVH (Industrieverband Heimtierbedarf)

Immer eine Mega-Begrüßung
Paul, 11, Besitzer von Mio, 11 Monate

„Bevor wir Mio im letzten August bekamen, dachte ich, Hunden wirft man ein paar Mal Bällchen zu und dann schlafen sie wieder ein. Ich wusste nicht, wie schön es mit einem Hund wirklich ist. Manchmal glaube ich, er kann mich verstehen. Es macht Spaß, mit ihm zu spielen und zu kuscheln. Und er begrüßt einen immer mega! Das Spazieren gehen macht auch Spaß, wenn er nicht wegläuft. Aber das kommt kaum noch vor, so langsam ist er gut erzogen. Naja, er klaut oft unsere Masken aus der Tasche und Socken aus dem Bad und will, dass wir ihn fangen. Aber wir sind natürlich nie schnell genug. Und das Hantieren mit den Kackbeuteln finde ich gar nicht so schlimm."

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