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Lesedauer: 3 Minuten
f.ernetzt-Jahrestreffen 2026
„Die richtige Zeit, um noch mehr Gas zu geben”
von Bettina Rees, Nadine Mallmann Fotos: Achim Bachhausen

Von der Vernetzung in die Veränderung, von der Begegnung in die Bewegung: Beim Jahrestreffen von f.ernetzt, dem Frauennetzwerk der REWE Group, ging es nicht nur um Austausch und Kontakte knüpfen, sondern vor allem darum, Frauen sichtbarer zu machen und ihren Weg in Führung gezielt zu stärken. Vorständin Daniela Büchel stellte Kampagnen und Konzepte vor und ermutigte die Frauen, Netzwerke zu knüpfen. 

Mehr als 1.600 Frauen sind inzwischen Teil von f.ernetzt, dem Netzwerk für alle Frauen in der REWE Group. Trend: steigend. Foto: ©Achim Bachhausen

Über 1.600 Frauen sind inzwischen Teil von f.ernetzt, dem Netzwerk für alle Frauen in der REWE Group. Die Zahl wächst stetig. Wie groß das Interesse ist, zeigte sich auch beim jährlichen f.ernetzt-Treffen: Das diesjährige Netzwerkevent war innerhalb weniger Stunden ausgebucht. Rund 150 Kolleginnen nutzten die freundliche Atmosphäre zum Austausch, zum Kennenlernen neuer Kontakte und zum Wiedersehen vertrauter Gesichter.  

Dabei ging es im Kölner Lokal Alteburg um mehr als Gespräche unter Frauen. Im Mittelpunkt des Abends stand vielmehr die Frage, wie aus diesem geschützten Raum heraus mehr Sichtbarkeit entstehen kann. Die Botschaft war unübersehbar – und hing wortwörtlich an den Wänden der Alteburg: „Frauen auf die 1.“ Die Plakate der gleichnamigen REWE Group-Kampagne, deren Auftakt zum Weltfrauentag stattfand, stehen für ein klares Ziel: mehr Frauen in Führungspositionen und bessere Wege für weibliche Potenzialträgerinnen auf ihrem beruflichen Weg nach oben. 

Eröffnet wurde das Treffen von Daniela Büchel, People‑Vorständin der REWE Group und Patin von f.ernetzt. Angesichts des aktuellen Gegenwinds gegenüber Diversität sei klar gewesen: „Es ist die richtige Zeit, um noch mehr Gas zu geben.“ Als derzeitige Schirmherrin des Kölner Bündnis “Mit Frauen in Führung” hatte sie den Anstoß für die unternehmensinterne Kampagne „Frauen auf die 1“ gegeben. Auch vom (bis auf Büchel) durchweg männlich besetzten Vorstand gebe es klare Unterstützung für die Kampagne. Klar sei aber auch, so Büchel: „Wir wollen Haltung zeigen – am Ziel sind wir noch nicht.“ Zwar liege der Anteil weiblicher Führungskräfte bei knapp 45 Prozent – Nach der Leitungsebene 3, also auf den höheren Führungsetagen, falle er jedoch deutlich ab. Das solle sich ändern. Ein positives Beispiel nannte Büchel aus dem Managementmeeting in Mailand, bei dem 24 neue Manager:innen begrüßt wurden – zwölf Frauen und zwölf Männer. 

Das Netzwerkevent war schnell ausgebucht. Rund 150 Kolleginnen nutzten die freundliche Atmosphäre.... Foto: ©Achim Bachhausen
...zum Austausch... Foto: ©Achim Bachhausen
....zum Kennenlernen neuer Kontakte.... Foto: ©Achim Bachhausen
....und zum Wiedersehen vertrauter Gesichter. Foto: ©Achim Bachhausen
Ein Kernthema der Diskussionen: Wie kann aus diesem geschützten Raum heraus mehr Sichtbarkeit entstehen? Foto: ©Achim Bachhausen
Die Botschaft war deutlich: „Frauen auf die 1.“ Foto: ©Achim Bachhausen

Parallel werden in ausgewählten Bereichen aktuell so genannte Gender-Culture-Checks durchgeführt. Dabei prüft eine externe Beraterin, wo etwaige Herausforderungen für Frauen bestehen, und entwickelt entsprechende Maßnahmen. In der Management Akademie soll der Anteil weiblicher Teilnehmender zudem auf 40 Prozent anwachsen. Nur einige Beispiele, wie das Unternehmen mehr Frauen in den oberen Führungsetagen verankern möchte. Auch für einen veränderten Blick auf Talente machte sich die People-Vorständin stark: „Aus HR‑Sicht ist es eigentlich falsch, lediglich auf Erfahrungen zu schauen, man sollte eher Potenziale in den Mittelpunkt rücken.“ Das sei der eigentliche Game Changer.  

Am Ende wurde Büchel deutlich: „Frauen auf die 1 – vernetzt euch! Es macht Spaß und die Jungs machen das auch.“ Und sie wurde persönlich: „Ich bin jetzt in  einem Alter, da habe ich  keine Zeit mehr zu warten, ich spreche die Sachen einfach an.“ 

Mit diesen Worten entließ sie die f.ernetzlerinnen in den Abend – zu Fingerfood, Gesprächen und dem gemeinsamen Austausch darüber, wie die REWE Group ein Stück vielfältiger und chancengerechter werden kann.   

Iris Nguyen, f.ernetzt-Organisatorin Inspiration und Impulse 
 „Was als Raum für Austausch und Vernetzung begonnen hat, ist heute eine aktive Plattform, auf der Frauen selbst Themen setzen und gestalten. Während es anfangs vor allem um den Austausch zu Themen wie Vereinbarkeit oder erste Karrierefragen ging, ist das Spektrum heute deutlich breiter – von Führung über persönlicher Entwicklung bis hin zu Gesundheit und kulturellen Themen.”

 

Alice Bieler, Toom Baumarkt, HR Konzepterin Vernetzen ist sehr wichtig 
„Ich finde f.ernetzt und das Vernetzen allgemein sehr wichtig Frauen sollen sich bewusst Momente schaffen, um sich zu vernetzen und sich gegenseitig ermutigen sichtbarer zu werden.  Auf diesen Treffen entstehen viele neue Kontakte, und bestehende können durch den persönlichen Austausch vertieft werden.“

 

Karin Hoverath, Print- und Assetmanagement (WD2NPA) seit 34 Jahren bei der REWE Group, seit 6 Jahren bei f.ernetzt. Frauen mehr ins Licht
„Ich bin seit der Gründung f.ernetzt-Mitglied, weil ich es wichtig finde, dass Frauen auf die 1 kommen. Wir tauschen uns hier über vieles aus, über Beruf, Familie, Vereinbarkeit… Was mich für die Zukunft bewegt: Es gibt bei uns im Unternehmen viele Frauen, die hoch kompetent, aber nicht sehr sichtbar sind. Frauen, die ihren Job mit großer Expertise meistern, aber bislang kaum auffallen. Wie schaffen wir es, diese Kolleginnen mehr ins Licht zu rücken?“

 

Marika Schaible, Head of Sales, Lekkerland Nutzt die Coffee Dates
„Ich arbeite in einem männlich geprägten Umfeld. Als Verkaufsleiterin sind meine Lekkerland-Kunden größtenteils männlich. Auch bei meiner Bewerbung war ich die einzige Frau. Probleme habe ich damit nicht. Mein Tipp: Wir Frauen wissen doch, was wir können. Es braucht nur Klarheit, Präsenz und Rückgrat. Wir müssen nicht Everybody´s Darling sein. Und: Nutzt die monatlichen Coffee Dates, die f.ernetzt für die Mitglieder anbietet. Ich habe dabei jedes Mal spannende Kolleginnen kennengelernt.“

 

Romina Sauer,Leiterin Debitorenmanagement B2C, REWE GROUP Business Solutions Empathischer Führungsstil
„Ich glaube, Frauen, die sich für eine Führungsposition entscheiden, nehmen ihre Rolle als Vorgesetzte bewusster ein und setzen sich intensiv damit auseinander. Ich habe einen empathischen Führungsstil gewählt, meine Tür ist in der Regel offen, ich bin präsent und gut erreichbar. Und doch ist es mir wichtig, dass mein Team auch ohne mich funktionsfähig sein kann. Seit ich Führungskraft bin, gehe ich zum Yoga.“

 

Das ist f.ernetzt

f.ernetzt ist das Frauennetzwerk der REWE Group. Es entstand 2019 aus dem Frauenentwicklungsprogramm Women’s Drive und richtet sich an alle weiblichen Mitarbeitenden der REWE Group, die sich beruflich austauschen und weiterentwickeln möchten. 

f.ernetzt bietet Raum für digitalen Austausch über einen geschlossenen Teams‑Kanal sowie regelmäßige digitale Formate wie Coffee f.ernetzt, Meetups und eine jährliche Präsenz‑Netzwerkveranstaltung. 

Patin des Netzwerks ist People‑Vorständin Daniela Büchel. Heute zählt f.ernetzt über 1.600 Mitglieder aus allen Bereichen der REWE Group. Ergänzend bestehen regionale Frauennetzwerke in mehreren REWE‑Regionen, sowie bei REWE digital und in Österreich. 

Kontakt: f-ernetztrewe-groupcom

DITO-Trucks beim CSD
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