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„Raus aus der Komfortzone!“
ArticleId: 1541magazineSitzen wir in Zukunft nicht mehr im Büro, sondern im Café oder am Strand und besprechen uns via Skype? Wie verändern sich Büros und Arbeitsweisen? Zwei Antworten auf die Fragen nach der Arbeitsweise von morgen.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/3/3/csm_TT07_04_mgt_standard_70320f143f.jpgArbeit der Zukunft: Frei von Raum und Zeit?Zwei Meinungen
Die Arbeit der Zukunft:
Frei von Raum und Zeit?
von Judith Morgenschweis
Top Thema
REWE Group
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Werden wir in Zukunft alle arbeitende Nomaden sein? Sitzen wir in ein paar Jahren nicht mehr im Büro, sondern im Café oder am Strand von Formentera und besprechen uns via Skype? Oder verändern wir unsere Büros und Arbeitsweisen einfach so, dass sie auf unsere moderne Arbeitswelt zugeschnitten sind? Zwei Antworten auf die Fragen nach der Arbeitsweise von morgen.

Kirsten Schlemmer, Fachbereichsleiterin Projekte bei der REWE Systems
Kirsten Schlemmer, Fachbereichsleiterin Projekte REWE Systems
„Kreativität braucht Freiraum“

Für mich sind Vertrauen, Kommunikation und Flexibilität die prägenden Faktoren einer zukünftigen Arbeitswelt. Vertrauen ist die Basis. Mitarbeiter müssen in Zukunft die Möglichkeit haben, sich ihre Arbeit flexibel und frei einzuteilen. Dazu gehört, dass die Führungskräfte ihren Mitarbeitern vertrauen und ihnen genau diese Freiheit zugestehen.

Sinnvolles Wechselspiel von Freiraum und Teamarbeit
Wir arbeiten ergebnisorientiert und übernehmen einen Teil der unternehmerischen Gesamtverantwortung.  Daher ist es mir als disziplinarischer Führungskraft egal, wann und wo ein Kollege seine Arbeit erledigt – entscheidend ist, dass sie pünktlich und gründlich erledigt wird. Dies muss in einem sinnvollen Wechselspiel von Freiraum und Teamarbeit geschehen, bei dem die Projektleiter natürlich immer in den Arbeitsalltag der Teams integriert sind.

Diese Form des Arbeitens verlangt von allen eine große Portion Eigenverantwortung. Mitarbeiter müssen auch „Nein“ sagen können, wenn das Arbeitspensum zu viel wird.

Ohne Kommunikation und Offenheit ist effektives und ergebnisorientiertes Arbeiten in Zukunft nicht zu denken. Dies wird durch die Arbeitsplatzgestaltung unterstützt: Offene große Büros, in denen sich die Teams cross-funktional zusammenfinden, wie es gerade dem Projekt am nützlichsten ist, das wird die Regel und nicht die Ausnahme sein.

Arbeitszeiten nach Leistungsfähigkeit ausrichten
In Zukunft werden die Aufgaben, die wir zu lösen haben, immer komplexer. Es wird sehr viel mehr Kreativität von den Mitarbeitern verlangt. Dazu braucht es buchstäblich Freiraum: Kreativität entfaltet sich am besten, wenn die Kollegen selbst bestimmen können wo, wie und wann sie arbeiten. Mancher ist früh morgens, ein anderer abends besonders leistungsfähig. Dann sollte er auch seine Arbeitszeiten danach ausrichten können. Während der eine Stille braucht, um sich konzentrieren zu können, gelingt dies dem anderen mit Hintergrundgeräuschen viel besser. Starre Arbeitszeiten und  –plätze sind hier nur hinderlich.

Sigurd Jaiser, Geschäftsleitung sipgate
Sigurd Jaiser, Geschäftsleitung sipgate
„Bei uns gibt es keinen Chef,
aber Anwesenheitspflicht“

„Bei uns arbeiten alle Mitarbeiter 40 Stunden die Woche und immer im Büro. Das sind dann auch schon alle Gemeinsamkeiten, die das Arbeiten bei sipgate mit einem traditionellen Arbeitsplatz hat.

Wann gearbeitet wird, welche Hilfsmittel dafür benötigt werden, in welchem Tempo oder in welchen Räumen gearbeitet wird – all das bestimmen die Teams. Bei uns gibt es Anwesenheitspflicht, aber keinen Chef, der sagt, wer was wann zu tun hat – wir arbeiten lean und agil. Unsere Arbeit strukturieren wir über unsere täglichen Stand-Up-Meetings.

Stand-Ups und Open Fridays
Die Teams organisieren sich selbst. Sie bestimmen sogar, wann sie mehr Mitarbeiter brauchen und stellen diese auch selbst ein. Genauso sind sie dafür verantwortlich Probleme anzusprechen und Lösungsvorschläge zu machen.
Wir organisieren uns in cross-funktionalen Teams mit vier bis zwölf Kollegen, die für ein Produkt verantwortlich sind und sich einen Arbeitsraum teilen. So können beispielsweise User Experience Designer und Entwickler effizienter zusammenarbeiten, ohne auf externe Entscheidungen oder Dienstleistungen angewiesen zu sein. Und wenn Softwareentwickler und Kundenbetreuuer nebeneinandersitzen, wird das Produkt für den Kunden schneller besser, weil der Lifecycle des Kunden im Mittelpunkt steht. So können wir auf Kundenanfragen schneller reagieren und haben die Anzahl der Anfragen um bis zu 70 Prozent reduziert.

Silos oder Inselwissen gibt es nicht. Bei uns arbeiten beispielsweise Entwickler immer zu zweit an einem Rechner. Wir nennen das „Pairing“. Der eine tippt den Code ein, der andere behält den Überblick. Die Partner wechseln regelmäßig und häufig die Rollen.

Der Code der so entsteht ist unserer Erfahrung nach qualitativ besser und auch besser zu warten. Zudem vermeiden wir Inselwissen, was nicht nur hilfreich ist, wenn ein Kollege erkrankt oder Urlaub hat.Es gibt weitere Routinen, die uns helfen, schnell und effizient zu arbeiten. Dazu gehören Retrospektiven, in denen wir uns fragen, was funktioniert hat, was nicht und was wir ausprobieren wollen.

Dazu gehören unsere Open Fridays in denen Mitarbeiter Themen vorschlagen und anschließend diskutieren können oder unsere Demos, in denen die neuesten Anwendungen vorgestellt werden.Überstunden mit der Stempeluhr vermeidenArbeiten frei von Raum und Zeit? – Ganz so sieht für uns der Arbeitsplatz der Zukunft nicht aus. Deshalb vermeiden wir Überstunden mit unserer Stempeluhr.

Und wer Probleme mit der Kinderbetreuung hat: Unser 75 Meter langer Flur ist eine prima Bobby-Car-Rennstrecke und in unserem Restaurant bekommen auch Kinder frische Mahlzeiten gratis.“

 

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