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ArticleId: 322newsBei der Vergabe des ECR Award 2014 war die REWE Group gleich zweimal unter den Preisträgern. Prämiert wurden ein neuer Ansatz für das Category Management Getränke und ein effektiver Wertstoff-Kreislauf.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/9/c/csm_ecr_nlt_standard_d127931eb3.jpgZwei Preise für die REWE GroupECR Award 2014
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ECR Award
Zwei Preise für die REWE Group

Wie können Industrie und Handel durch ein besseres Zusammenspiel die Wünsche der Verbraucher schneller, qualitativ besser und kostengünstiger erfüllen? Die besten Ideen zur Erreichung dieses Ziels prämiert GS1 Germany seit 2003 mit dem begehrten ECR Award.

Bei der diesjährigen Vergabe des ECR Award am 9. September in Nürnberg war die REWE Group gleich zweimal unter den Preisträgern. Prämiert wurde zum einen ein neuer Ansatz für das Category Management Getränke.

„Think global – act local“ – für kaum eine Warengruppe gilt diese Handelsweisheit so sehr wie für Getränke, also die Warengruppe, die für REWE eine herausragende Rolle spielt. „In Köln zum Beispiel wird in fast jedem Stadtteil ein anderes Kölsch favorisiert“, meint Thorsten Schön, REWE Category Manager Bier. So wie in Köln ist es in vielen Regionen Deutschlands: Getränkesorten, die an einem Ort stark gefragt sind, bleiben ein paar Kilometer weiter im Verkaufsregal liegen.

Die Märkte hatten auf diese Besonderheit vor Beginn des Projekts im Mai 2013 nur unzureichend Möglichkeiten, darauf zu reagieren. Es gab keine Empfehlungen für die Mitarbeiter, wie sie die jeweilige Fläche unter Berücksichtigung der regionalen und lokalen Verbraucherwünsche am besten bestücken. Auch fehlten Daten über Art, Anzahl und Größe der Paletten- und Regalflächen in den jeweiligen REWE-Märkten.

Jeder Standort ist anders

Unter dem Titel „Jeder Standort ist anders“ machte sich REWE zusammen mit Deutschlands größtem Getränkeunternehmen Coca Cola und der Brauereigruppe ABInBev daran, ein national einheitliches Getränkemarktkonzept zu entwickeln. Wichtige Nebenbedingung: Es musste bei der Zusammenstellung des Sortiments und der Platzierungen der Ware im Markt die Besonderheiten am jeweiligen Standort berücksichtigen.

Die größte Herausforderung war die Komplexität der Sortimente mit mehreren hundert Einzelartikeln pro Standort. Zudem gab es mehr als 1.000 Projektteilnehmer, mit denen wir uns austauschen mussten“, erläutert Schön. Der Einsatz hat sich gelohnt. Etwa 220 Märkte sind bereits nach den neuen  Vorgaben umgebaut worden. Bei Bier-Multiverpackungen ist der Absatz seitdem um 8,6 Prozent gestiegen, bei gleichzeitiger Verringerung der Sortimentsbreite um 21 Prozent. Softdrinks in Einwegverpackungen verzeichnen ein Plus von fünf Prozent. Thorsten Schön: „Bis Ende nächsten Jahres werden wir 600 Märkte auf das neue Konzept umstellen.“

Weiterer ECR Award für Recyclat-Initiative

Für ihre Anstrengungen, nachhaltige Produkte auch nachhaltig zu verpacken, ist die REWE Group gemeinsam mit ihren Projektpartnern Werner & Mertz, Duales System Deutschland GmbH (DSD), dem Verpackungshersteller Alpla , dem Sortiertechnikspezialisten Unisensor sowie dem Nabu e.V. mit einem weiteren ECR Award ausgezeichnet worden. Die Unternehmen hatten im Frühjahr 2014 die Recyclat-Initiative gegründet. Ihr Ziel: Die Herstellung von PET-Flaschen für den Einsatz im Wasch-, Putz, und Reinigungsmittelbereich unter Einsatz von Kunststoffabfällen aus PET aus dem gelben Sack und damit die Kreierung eines effektiven Wertstoff-Kreislaufs.

Werner & Mertz hatte zuvor bereits länger mit Recyclat experimentiert, benötigte aber einen starken Partner aus dem Handel, der als Schnittstelle zu Kunden und Industriepartnern auftritt und selbst den Aufbau einer wirtschaftlichen Prozesskette durch Schaffung weiterer Synergien unterstützt.

Laser sortiert Wertstoffe

Insgesamt stammen 80 Prozent des eingesetzten Materials bei der neuen PET-Kunststoff-Flasche aus Recyclat, davon 20 Prozent aus dem gelben Sack. Bisher wurden für die Herstellung des Recyclats im Wesentlichen Pfandflaschen eingesetzt. Nun macht es eine spezielle Sortiertechnologie auf Basis von Laseroptik möglich, auch Materialien aus dem gelben Sack zu nutzen.

„Ähnliche Tests hatten wir bei der REWE Group zusammen mit Partnern seit 2010 für unsere Eigenmarkenprodukte im Bereich Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel immer mal wieder durchgeführt. Dabei sind wir aber stets schnell an technische Grenzen gestoßen“, erinnert sich Gabi Runkel aus dem Strategischen Einkauf, die den Einsatz von Recyclat für die REWE Group-Eigenmarken in diesem Bereich initiiert hat.

„In diesem Sommer hatte Frosch 100.000 Geschirrspül-Flaschen der neuen Generation in REWE-Märkten angeboten – zu Testzwecken ohne Hinweis auf die innovative Verpackung. Es gab keine Reklamationen in Bezug auf Farbe oder Optik der Flaschen“, betont Runkel.

Bei einem Anteil von 20 Prozent Recyclat aus dem gelben Sack bei PET-Flaschen wird es ihrer Meinung nach nicht bleiben: „Ziel muss es sein, alle Verpackungen – soweit technisch möglich – mit den Materialien des gelben Sacks ressourcenschonend zu produzieren.“

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