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ArticleId: 574newsDie Deutschen werden immer dicker, das zeigt die steigende Anzahl der Adipositasfälle. Nun wollen Politiker mit einer Zuckersteuer den Bundesbürgern den Hang zu Süßem versalzen. Dies stößt auf Ablehnung.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/7/d/csm_Zuckersteuer_nlt_standard_7e05c3b369.jpgZucker ja, Steuer neinUmfrage: Abgabe auf Süßes?
Bild: bit24 - Fotolia
Ernährung & Gesundheit
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Lesedauer: Minute
Umfrage: Was tun gegen die Volkskrankheit Adipositas?
Zucker ja, Steuer nein

Die Deutschen werden immer dicker, das zeigt die steigende Anzahl der Adipositasfälle. Nun wollen Politiker mit einer Zuckersteuer den Bundesbürgern den Hang zu Süßem versalzen. Dies stößt auf Ablehnung.

Wenn am Ende des Films Wall-E der kleine Roboter auf dem fernen Planeten ankommt, auf den die Menschheit übergesiedelt ist, erwarten ihn dicke Männer, Frauen und Kinder, die sich nur noch in fahrenden Sesseln fortbewegen und über Bildschirme miteinander kommunizieren - einen Softdrink in der Hand.

Immer mehr dicke Deutsche
Vielleicht haben Gesundheitsexperten dieses Bild vor Augen, wenn sie die Zukunft in Europa skizzieren: Die WHO jedenfalls warnte unlängst vor einer "Übergewichtskrise enormer Ausmaße" bis zum Jahr 2030, wie die Tageszeitung "Die Welt" berichtete. In Irland soll bis dahin sogar jeder Erwachsene übergewichtig sein. Aber auch Länder, die bislang mit Fettleibigkeit wenige Probleme haben, wie zum Beispiel Schweden, sollen deutlich stärker betroffen sein.

Und auch für Deutschland vermeldet die Krankenkasse DAK-Gesundheit einen starken Anstieg von Fettleibigkeit: So seien 2013 in Deutschland 18.000 Menschen wegen Adipositas oder sonstiger Überernährung im Krankenhaus behandelt worden - ein Anstieg um 154 Prozent seit 2005.

Angesichts dieser Zahlen wird immer wieder der Ruf nach staatlicher Regulierung laut. Jüngst sagt die SPD-Bundestagsabgeordnete Elivra Dobrinski-Weiß der „Saarbrücker Zeitung“, eine Zuckersteuer sei für sie denkbar. Und auch 49 Prozent der Bundesbürger sind der Meinung, der Staat sollte sich um die Gesunderhaltung der Deutschen kümmern. Eine Zuckersteuer wollen sie allerdings nicht: die lehnten 68 Prozent in der Forsa-Umfrage ab.

Fette Steuer für viele Kalorien

Die SPD erwägt jedoch die Besteuerung von Süßwaren und Süßgetränke zu ändern: Lebensmittel werden mit dem ermäßigten Satz von sieben Prozent besteuert. Eine Möglichkeit wäre, für Süßes den vollen Steuersatz von 9 Prozent  zu erheben.

Schließlich könnte das gewichtige Problem langfristige Folgen haben. So meldete der Auswertungs- und Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (aid), dass in Deutschland etwa 20 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter übergewichtig seien. Studien deuten darauf hin, dass eine hohe Gewichtszunahme während der Schwangerschaft ebenfalls mit unerwünschten Folgen verbunden sein kann, z. B. einem höheren Geburtsgewicht (Makrosomie) und späterem Übergewicht des Kindes.

Mein Kommentar
Kommentare
Thorsten Krüger
vor 7 Jahren und 4 Monaten
Ich denke es ist der falsche Weg das über höhere Steuern regeln zu wollen.
Wenn man sich die Lebensmittel mal genauer anschaut stellt man schnell fest, das wirklich gesunde Lebensmittel in Deutschland schwer zu finden sind.
In vielen Produkten sind großen Mengen Zucker und ungesunde Fette verborgen ohne das es den Verbauchern bewußt ist. Da müßte viel mehr Aufklärung betrieben werden.
Wenn man auf den Produkten direkt auf der Verpackung in ausreichender Größe ausweisen müßte wievile Kalorien, Zucker, Fette usw. enthalten sind, hätte das sicherlich eine größere Wirkung als z.B. die Schokolade teurer zu machen.
Wem ist z.B. bewußt das 100g Krautsalat je nach Marke mehr Zucker enthält als ein Glas Cola?
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