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ArticleId: 189newsEin Tweet - und schon liegt der Einkauf im Warenkorb bei Amazon: So wollen der Internethändler und der Kurznachrichtendienst Twitter künftig beim Online-Shoppen zusammenarbeiten. Kunden machen damit allerdings auch ihr Kaufverhalten öffentlich.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/4/d/csm_22574646_nlt_standard_d6c98952a2.jpgShoppen per KurznachrichtAmazon & Twitter
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Partnerschaft von Amazon und Twitter
Shoppen per Kurznachricht

Ein Tweet - und schon liegt der Einkauf im Warenkorb bei Amazon: So wollen der Internethändler und der Kurznachrichtendienst Twitter künftig beim Online-Shoppen zusammenarbeiten. Kunden machen damit allerdings auch ihr Kaufverhalten öffentlich.

„Jetzt hinzufügen. Später kaufen“. Mit diesem Slogan wirbt Amazon in einem Youtube-Video für seinen jüngsten Service. Denn der Internethändler und Twitter haben eine Partnerschaft angekündigt.

Künftig sollen Nutzer ein Produkt, das sie in einem Tweet entdecken und gerne kaufen würden, direkt in ihren Amazon-Einkaufswagen legen können, ohne den Microblogging-Dienst zu verlassen. Eine Antwort auf den Tweet mit dem Hashtag #amazoncart genügt. Voraussetzung ist lediglich, dass vorher beide Accounts, Twitter und Amazon, miteinander verbunden werden.

Social-Media und Online-Shopping  verbinden

Amazon betont, dass es sich bei den Tweets nicht um einen verbindlichen Kauf handelt. Für den eigentlichen Bezahlvorgang müssen Kunden später zu Amazon wechseln. Bis dahin lassen sich die Waren jederzeit wieder aus dem Warenkorb entfernen. Der Service ist momentan nur für US-User nutzbar, falls er genutzt wird, dürfte er auch auf andere Regionen ausgeweitet werden.

Für Amazon und Twitter ist das Projekt der Versuch, Social Media und Online-Shopping zu verbinden. Amazon hofft auf zusätzliche Käufe von den mehr als 250 Millionen Twitter-Nutzern. Der Konzern kann dabei wohl gerade mit mehr sogenannten Impulskäufen rechnen – also dem Phänomen, dass ein Nutzer ein neues Produkt entdeckt und es sofort haben möchte, nach längerem Nachdenken aber vielleicht anders entscheiden würde.

Twitter auf der anderen Seite verspricht sich von dem Bund einen langfristigen Vorteil. Das Unternehmen bekommt zwar keinen Geld, wenn Amazon über diesen Dienst Waren verkauft. Doch mit der Aktion könnte es andere Konzerne dafür gewinnen, Werbeanzeigen auf Twitter zu schalten, wie die Financial Times schreibt. Twitter macht Verluste und ist daher auf wachsende Werbeeinnahmen angewiesen. Deswegen sind die Nutzer für Twitter so wertvoll - doch ihre Anzahl steigt nicht mehr so stark wie erwartet.

Einkauf für 255 Millionen Nutzer öffentlich

Ob sich die Verknüpfung mit Amazon allerdings großer Beliebtheit erfreuen und die Nutzerstatistiken nach oben treiben wird, ist fraglich. Denn eins ist klar: Was man gerade gekauft hat ist für jeden bei Twitter sichtbar. Ist als Privatsphäre „öffentlich“, die Standardeinstellung, gewählt, geht es an alle 255 Millionen Twitterer. Ist "privat" gewählt, geht es immerhin noch an alle, denen man den Status Follower zugedacht hat.

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