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ArticleId: 198newsNur wenn alle an einem Strang ziehen, können die anstehenden Herausforderungen gemeistert werden: Darin waren sich Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertreter auf der Betriebsrätekonferenz einig. Gute Nachrichten gab es in Sachen Weihnachtsgeld.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/9/b/csm_BR2_NLT_STANDARD_b3f4f21f7d.jpgMiteinander gestaltenBetriebsrätekonferenz
Andreas Ratzmann, Gesamtbetriebsratsvorsitzender
Strategie
REWE Group
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Betriebsrätekonferenz 2014
„Gute Leute machen den Unterschied“

Welche großen Themen Vollsortiment und Discount erwarten, darüber sind sich Unternehmensführung und Arbeitnehmervertreter weitgehend einig. Über das „Wie“ gab es auf der Betriebsrätekonferenz von PENNY und REWE zwar unterschiedliche Ansätze. Aber der Tenor lautete: Miteinander gestalten statt gegeneinander arbeiten. Erfreulich außerdem: Auch in diesem Jahr wird es Weihnachtsgeld geben.

Der frisch wiedergewählte Gesamtbetriebsratsvorsitzende Andreas Ratzmann begrüßte im sauerländischen Willingen neben den rund 300 Betriebsräten, Personalern und Gästen „ganz besonders“ den Vorstand: „Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass alle da sind“.

Die Verlängerung des Vorstandsvorsitzes von Alain Caparros um zwei Jahre bis 2018 freute Ratzmann. „Auf der Arbeitnehmerseite finden wir die Entscheidung gut“. Als positives Beispiel für das vergangene Betriebsratsjahr erwähnte er die Neufassung der Vereinbarung von Auszeit Pflege und Sabbatical.

„Auch für Online braucht man Menschen.“

Stellvertretend für den Gesamtbetriebsrat unterstützte Ratzmann den Ausbau des E-Business. Insbesondere in Erinnerung an ProMarkt hielt er es für „ganz wichtig, aktiv ans Online-Geschäft heranzugehen“, wandte er sich an Vollsortimentsvorstand Lionel Souque, in dessen Bereich das Online-Geschäft fälllt.

Dieser sah von Willingen aus optimistisch in die E-Zukunft: Mit „Viel Gas“ sei nun in zwölf Städten ein Lieferservice aufgebaut. Souque betonte den Stellenwert der „Supermannschaft“, die diesen Bereich vorantreibe: „Denn auch für Online braucht man Menschen.“ Allerdings bilde E-Commerce aktuell nur einen „On-Top-Service“ für Kunden.

Gute Standorte und Smartphones

Das könne sich bald ändern, so Vorstandskollege Christian Mielsch, der dem Online-Geschäft ein „Riesenwachstum“ und der Fläche Handlungsbedarf prognostizierte. Als Stichworte dafür nannte Mielsch kleinere Flächen, Frische, Flexibilität und neue Formate.

„Wir müssen Antworten finden“

Einig waren sich Arbeitnehmervertreter und Vorstand in der Bewertung Marktlage: Der Wettbewerb werde stärker, der Preiskampf härter. Folglich signalisierte der Gesamtbetriebsrat Bereitschaft, sich in vielen Themen neu auszurichten. „Umsatzverluste bedeuten Arbeitsplatzverluste. Deshalb müssen wir Antworten finden“, so Andreas Ratzmann.

„Es wird nicht einfacher.“

Das bestätigte auch Vorstandschef Alain Caparros: Zwar werde die REWE Group auch das Jahr 2014 vernünftig abschließen. „Aber es ist nicht rosig“. Angesichts des demografischen Wandels müsse sich das Unternehmen stärker positionieren, „sonst laufen uns die anderen den Rang ab“, warnte Caparros. Was helfen könnte, wusste Mitarbeitervertreter Ratzmann: „Nur gute, qualifizierte Leute machen den Unterschied zum Wettbewerb.“

Im Dialog für PENNY

Sowohl Betriebsrat als auch Führungsebene machten sich auf der Tagung in Willingen Gedanken um den nationalen Discount. „Wir wollen PENNY in einem konstruktiven Dialog voranbringen“, bot Andreas Ratzmann PENNY-Vorstand Jan Kunath an. Der zeigte sich gerne bereit, die Verantwortung für die Zukunft des Discounters gemeinsam mit den Betriebsräten zu tragen. Er forderte diese aber auch auf, das Engagement seines Managements zu sehen: „Nehmen Sie wahr, was wir bisher getan haben. Unterstützen Sie uns weiter. Gemeinsam schaffen wir es.“

Zu guter Letzt

Auch in diesem Jahr verkündete Vorstandschef Alain Caparros im Sauerland die frohe Botschaft für die Belegschaft: Sie werden Weihnachtsgeld bekommen. „Sie brauchen aber nicht zu klatschen. Denn das ist Ihr Verdienst.“ Einen großen Applaus gab es natürlich trotzdem.

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