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ArticleId: 494newsIn Zeiten turbulenter Finanzmärkte steht auch die Unternehmensfinanzierung vor neuen Herausforderungen. Klaus Wirbel erklärt im one_Interview, warum Kredite für Unternehmen überhaupt sinnvoll sind – und warum die REWE Group nun für eine innovative Finanzierungslösung ausgezeichnet wurde.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/d/0/csm_Finanz_nl_standard_8a14cb0b45.jpgKredit als WachstumsbeschleunigerInnovative REWE Group-Finanzen
Das Deal-Team (v.l.): Rainer Nicklas, Klaus Wirbel und Andreas Reis. Nicht im Bild: Kirstin Stephan.
Strategie
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Auszeichnung für REWE Group-Finanzierung
Kredit als Wachstumsbeschleuniger

Innovative Lösungen sind nicht nur in den Märkten der REWE Group gefragt: Auch die Unternehmensfinanzierung steht gerade in Zeiten turbulenter Finanzmärkte vor der Aufgabe, immer wieder neue Instrumente zu nutzen. Mit einer Finanzierungstransaktion über 175 Mio. Euro hat der Holdingbereich Finanzen im vergangenen Jahr Neuland betreten - und ist dafür jetzt von der renommierten Fachzeitschrift Global Capital ausgezeichnet worden.

Gemeinsam mit der Allianz und anderen Finanzierungspartnern hat die REWE Group als erstes Unternehmen in Deutschland ein „German Private Placement“ aufgelegt - ein Schuldscheindarlehen, bei dem die Finanzexperten der REWE Group direkt mit ausgewählten Investoren verhandelt haben, ohne den Umweg über Banken gehen zu müssen (lesen Sie hierzu auch das Interview mit Klaus Wirbel, Zentralbereichsleiter Finanzen).

Bei der Bewertung der wichtigsten Kredittransaktionen des letzten Jahres in Europa belegte die REWE Group mit diesem Deal den zweiten Platz in der Kategorie "Schuldscheindeal of the year" im Global Capital-Ranking.

Klaus Wirbel zum Schuldschein-Deal
„Ein großer Vertrauensbeweis der Investoren“


one: Herr Wirbel, warum muss ein Unternehmen überhaupt Kredite aufnehmen - verdient die REWE Group nicht genug?
Klaus Wirbel: Keine Sorge, unsere finanzielle Situation ist ausgezeichnet. Wir haben eine Eigenkapitalquote von rund 30 Prozent. Dennoch kann ein Unternehmen unserer Größenordnung sein Wachstum nicht alleine aus eigenen Mitteln bezahlen. Sehen Sie, alleine 2014 haben wir rund 1,4 Milliarden Euro investiert. Damit modernisieren wir etwa unsere Läden, was sich dann wiederum durch steigende Umsätze bezahlt macht. Ein Kredit ist sozusagen ein Wachstumsbeschleuniger: Wir können damit schon heute investieren und fahren die Ernte dann über die Kreditlaufzeit hinweg ein.

one: Die REWE Group wurde nun von einem renommierten Finanzmarkt-Magazin für einen Schuldschein-Deal ausgezeichnet. Was ist das?
Vereinfacht gesagt ist ein Schuldscheindarlehen ein Großkredit, ähnlich einer Anleihe. Bei solchen Krediten - wir sprechen immerhin von einer Größenordnung von 175 Millionen Euro - ist natürlich das Vertrauen der Anleger in die Bonität der REWE Group entscheidend. Daher ist der Deal auch ein großer Vertrauensbeweis in die wirtschaftliche Stärke und Solvenz der REWE Group. Das spiegelt sich auch in unserer Bewertung bei der Ratingagentur wider.

one: Warum ist das Instrument Schuldschein so innovativ?
Klaus Wirbel: Das klassische Finanzierungsinstrument für nicht börsennotierte Unternehmen sind Bankkredite. Bei unserem Schuldschein-Deal haben wir selbst mit Investoren Kontakt aufgenommen, ohne Umweg über die Banken. Das spart zum einen eine Menge Gebühren, zum anderen konnten wir die Investoren selbst auswählen - sechs große Versicherungen und Pensionsfonds - und mit ihnen die Konditionen unmittelbar verhandeln. Durch die Laufzeit von zehn Jahren etwa steht uns das Geld lange zur Verfügung - bei niedrigen Zinsen. Das gibt uns Investitionssicherheit.

Klaus Wirbel, 49, ist Zentralbereichsleiter Finanzen der REWE Group.

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