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ArticleId: 40newsREWE macht's, Globus auch und bald vielleicht auch Amazon: Der US-Internethändler prüft den Einstieg in das Online-Geschäft mit frischen Lebensmitteln auf dem deutschen Markt.https://one.rewe-group.com/fileadmin/_processed_/5/c/csm_Fotolia_51774990_standard_b6bac17b05.jpgFrisches von Amazon?Obst und Fleisch aus dem Web
Frische Lebensmittel per Mausklick - bald vielleicht auch von Amazon? (Foto: © Spectral-Design - Fotolia.com)
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Versandhändler will auch in Deutschland Obst und Fleisch anbieten
Frisches von Amazon?

REWE macht's, Globus auch und bald vielleicht auch Amazon: Der US-Internethändler prüft den Einstieg in das Online-Geschäft mit frischen Lebensmitteln auf dem deutschen Markt.

Bis dato kann man bei Amazon nur haltbare Lebensmittel bestellen, keine verderbliche Ware wie Obst und Salate, Backwaren oder Fleisch. Der Hintergrund liegt auf der Hand: Der Versand frischer Lebensmittel ist logistisch aufwändig und vergleichsweise teuer. So muss für viele Produkte eine lückenlose Kühlkette gewährleistet sein. Das kostet und drückt die Gewinnmarge.

Dennoch liebäugelt der US-Onlineversandriese jetzt offenbar mit dem Thema, das hierzulande bereits REWE mit „REWE online" in einer Mischform beackert. Beim REWE Lieferservice werden die online bestellten Waren bis an die Haus- oder Wohnungstür gebracht, bei REWE Drive können sie in einzelnen Filialen verpackt abgeholt werden. Auch Globus rollt das Drive-Prinzip derzeit testweise aus. Die Deutsche Post ist mit der Beteiligung einer der größten Anbieter auf diesem neuen Markt. Vor wenigen Wochen kündigte allyouneed.com an, bis Ende 2014 in jedem deutschen Ballungsraum auch nach Feierabend die Zustellung von Lebensmitteln möglich zu machen. Das würde eine massive Ausweitung über die bisherigen Testmärkte Köln und Ruhrgebiet hinaus bedeuten.

Amazon überlegt eigenes Versandnetz für Deutschland

Wirklich eilig hat man es bei Amazon zwar nicht mit dem neuen Projekt, wenn man Deutschlandchef Ralf Kleber glauben darf: „Der Auftrag ist, dass wir uns auch darum kümmern müssen. Der Auftrag ist aber nicht unbedingt, dass wir uns morgen darum kümmern müssen", sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. Überzeugt ist der US-Konzern jedoch allemal, den Einstieg erfolgreich zu meistern. „Wir glauben, dass wir das können", gibt sich Kleber zuversichtlich und ergänzt: "Wenn wir wollen, dass ein Kunde täglich einen Grund hat, mit uns in Interaktion zu treten, müssen wir Nahrungsmittel im Angebot haben und nicht nur Bücher und Schuhe."

Für Kleber wäre der Start ins Geschäft mit frischen Lebensmitteln auch ein guter Zeitpunkt, um den Aufbau eines eigenen Versandnetzes zu prüfen. Derzeit arbeitet Amazon unter anderem mit DHL und UPS zusammen. Deutschland ist für den US-Konzern der zweitwichtigste Markt. Im vergangenen Jahr setzte das Unternehmen 6,8 Milliarden Euro in Deutschland um - einen großen Teil davon im gerade anlaufenden Weihnachtsgeschäft.

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